Westernreiten: Gebisse

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Westernreiten: Gebisse

Beitrag von make my day am Sa Aug 14 2010, 11:19

Hier mal für fribi Zwinker

Das hier ist das Snaffle Bit

(c)https://www.wiebell.de/out/oxbaseshop/html/0/dyn_images/z1/_mg_1689_z1.jpg

Snaffle with shanks

(c) http://www.westernsaddle.de/images/products/WI/pb%2027040.jpg

Und das normale Bit
(hier mit Zungenfreiheit)

(c)http://ivywesternsaddlery.com/catalog/images/bits_257319.jpg

zur umgewöhnung von snaffle bits auf snaffle with shanks/bit kann man ein Baby Bit verwenden.
Das ist ein Hebelgebiss mit kurzen Anzügen
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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von LopeOver am Sa Aug 14 2010, 11:23

Hier z.B., Minchen mit Baby-Bit:

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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von fribi am Sa Aug 14 2010, 12:02

Hey, super - Danke für diesen Thread. Ich finde das sehr spannend. Diese Gebisse ähneln in manchen Dingen den Gebissen, die Nick beim fahren an der Kutsche trägt........... Zwinker

Welche Gebisse sind euren Pferden denn die "angenehmsten"?
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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von Monky am Sa Aug 14 2010, 12:15

Ich hatte bei Princes ein Billy Allen mit shanks doppelt gebrochen... ist dann stange änlich

http://shop.reiter-traeume.de/images/bu241.219.jpg

Ich finde die Dinger mit viel Zungenfreiheit und Co grausig, sie könne im Gaumen arg weh tun und sie drücken dann auf dem zahnfleisch auf dem sie aufliegen ...gruslige Vorstellung... da ist mir de Druck auf der Nachgiebigen Zunge doch lieber!!

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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von LopeOver am Sa Aug 14 2010, 13:33

Welches Gebiss am angenehmsten für das Pfed ist, ist wirklich von Pferd zu Pferd unterschiedlich, fribi.
Minchen geht mit dem Baby-Bit super, Snaffle with Shanks mag er nicht so, ich denke, weil da einfach zu viel Bewegung drin ist.

Stangen sollten jamit langem Zügel einhändig geritten werden, so das sie dem Pferd so nicht weh tun können.
Natürlich ist es immer mal wieder so, dass man zur Korrektur auch mal beidhändig reingreifen muss, aber das darf nur ein kurzer Impuls sein.
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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von Fellnase am Sa Aug 14 2010, 16:00

Ich habe hierher verschoben, ist ja für`s Pferd und nicht für den Reiter Zwinker

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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von make my day am Sa Aug 14 2010, 18:59

Ich bin meinen bisher auch nur mit Snaffle geritten, er hatte noch nie Hebel im Maul Zwinker
Ich hab ein D-Ring-Snaffle, einfach gebrochen, damit kommt er ganz gut klar.
Zu Hause hab ich ein doppelt gebrochenes mit Shanks...mal sehen, wann das zum insatz kommt
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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von fribi am Sa Aug 14 2010, 22:02

Kann man es bis jetzt für Laien so erklären?
Snaffle = gebrochenes Gebiss
Bit = druchgehendes Gebiss (Stange)
Shanks = Anzüge bzw. seitliche "Hebel"

Bitte hier im Thread nicht einfach schreiben "ich nutze x oder y" sondern eine Beschreibung, damit wir Ahnungslosen lernen und sehen können, wie solche Gebisse aussehen und wie sie sich unterscheiden.
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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von Trapper am Sa Aug 14 2010, 22:58

Hmmm

Als Bit werden alle Hebelgebisse bezeichnet.

Ich quote, da das eine allgemeine Meinung ist...bitte nix böse sein Zwinker
Stangen sollten damit langem Zügel einhändig geritten werden, so das sie dem Pferd so nicht weh tun können.

Ein Stangengebiss sollte einhändig benutzt werden, da sonst zu starker einseitiger Druck auf die Laden kommt.
Der Grund warum überhaupt Bit's eingesetzt wurden / werden ... man muss die rechte Hand zur Arbeit frei haben.
Das wurde in das Turniergeschehen übernommen und verfeinert.

Ich finde die Dinger mit viel Zungenfreiheit und Co grausig
Und so was wir dann zur Korrektur eingesetzt.

http://www.profi-tack.de/images/detail/B-14-A-Logo.jpg

Das Gebiss wird auch zum täglichen Training eingesetzt.
Sein Vorteil sind die beweglichen Shanks, als Nachteil sehe ich die kantige Ausführung des Ports an.

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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von make my day am Sa Aug 14 2010, 23:46

@fribi schrieb:Kann man es bis jetzt für Laien so erklären?
Snaffle = gebrochenes Gebiss
Bit = druchgehendes Gebiss (Stange)
Shanks = Anzüge bzw. seitliche "Hebel"


Hi
Ein Bit hat auch Hebel. Lächeln
lg
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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von LopeOver am So Aug 15 2010, 09:12

Trapper, mit den Stangen und einhändig reiten hast du so natürlich recht.
Ich meinte es damit aber eher anders.
Weil ja schon geschrieben wurde, es würde den Pferden damit Schmerzen zugefügt, habe ich mich darauf bezogen.
Natürlich ist es für ein Pferd unangenehm mit Stange oder Snaffle with Shanks immer am kurzen Zügel geritten zu werden, deswegen sollte ein Bit gerittenes Pferd so weit ausgebildet sein, dass man kaum Zügelkontakt braucht.
Vorher gehört kein Bit ins Pferdemaul.
Der Sinn der einhändigen Reiterei ist natürlich ein anderer.
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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von Trapper am So Aug 15 2010, 11:29

Hi Lope

Ich hab Gestern den Text x mal verändert, weil er vom Thema abgewichen ist.
Hier sollten ja Westerngebisse vorgestellt werden und ich hatte schon Anlauf genommen.....da ich behaupte: "
Von 100 Westernpferden, sind vielleicht 3 vernüftig ausgebildet, dem Rest wird im Maul rumgezogen."
Am Schlimmsten ist es im Freizeitbereich, dem Pferd einer Bekannten wurde so fast die Zunge abgetrennt.

Aber mal weiter zu den Gebissen und deren Verwendung.

Das ist ein Twistet Wire...wieder ein Gebiss zur Korrektur


Hier mal ein Gebiss der Sonderklasse....ein Spade Bit.
Wer das Gebiss seinem Pferd reinschiebt und meint...jetzt mal los, findet sich sehr schnell auf den Brettern wieder.
Jetzt gehts nicht mehr ohne Vorbereitung...nix Show und Hopp.


Ein sehr martialisch aussehendes Gebiss, das auch noch ein hohes Gewicht mir sich bringt.
Sehr schön das es dazu auch noch sehr teuer ist, sonst würde wieder jeder Hampel seinem Pferd ein derartiges Teil in's Maul legen.
Vor ca 3-4 Monaten habe ich auf die Sammlung von Kai Wienrich einen Blick geworfen, die Beeindruckend ist.
Er hatte eins seiner Pferd gerade in den Two Reins, eine Zäumung die aus : Bosal und Spade besteht.
Hier wird dem Pferd Zeit gegeben, sich an das Bit zu gewöhnen...es tragen zu lernen.
Signale gibts in der Phase über das Bosal.
Das Spade ist ein Bit, das mit vielen Hintergedanken entwickelt wurde.
Die Grazer Bit's ( 99% genutzt ) kommen aus der Richtung Texas und ihre Aufgabe war...mach das Pferd gefügig.

Kann man merken, das ich auf Kriegsfuß mit den Bit's stehe?
Sorry...Zwinker

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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von LopeOver am So Aug 15 2010, 12:08

@Trapper schrieb:
Von 100 Westernpferden, sind vielleicht 3 vernüftig ausgebildet, dem Rest wird im Maul rumgezogen."


Dann stehen diese Pferde alle bei uns im Stall Zwinker !

Interessant wäre vielleicht für den Laien auch die Unterschiedlichkeit der Zügel kennen zu lernen.
Da gibt es außer den geschlossenen Zügeln, die aber keine große Rolle spielen in der Reiterei mit Gebiss, auch noch die "Splt Reins", was sicher am häufigsten gebraucht wird.
Split Reins sind lange Zügel, die nicht verbunden sind.


Quelle:www.francoc.co.za

Sie werden zweihändig mit Zügelbrücke geritten, also der rechte Zügel liegt auf der linken Halsseite und der Linke auf der Rechten. Und die Hände nehmen je beide Zügel auf, so dass sich zwischen den Händen eine Brücke bildet. Ich finde leider jetzt kein Bild.

Einhändig werden Split Reins so gehalten:


Quelle: www.rainbowag.com

Dann gibt es noch die Romal Reins, mit denen reite ich z.B. sehr gerne einhändig.


Quelle:www.avilaproshop.com

Die gibt es in verschiedenen Materialien und werden so gehalten:


Quelle:www.rainbowag.com
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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von blondie am So Aug 15 2010, 12:48

Das Twisted Wire hatte meiner mal von meiner Westerntrainerin damals ein paar Tage im Maul... mit dem Ding muss man sehr vorsichtig sein. Hatte PFerde gesehn die waren aufgescheuert weil die mit dem Gebiss runtergeriegelt wurden Sad

Ich glaube wir hatten uns schon mal über die Spades unterhalten... ich verstehe ehrlich gesagt nicht warum man mit so nem Ding reiten muss Verwirrt bin

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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von Trapper am So Aug 15 2010, 14:14

Yepp @Blondie

Es liegt immer in der Phantasie des Menschen, was er mit für Werkzeuge herstellt.
Das Twistet ist schon etwas unlustig, weil klar ist, warum es gedreht ist.

@Lope Over hat noch nen guten Anstoß mit den Zügel gegeben.
Sind sie doch die Verbindung zu den Gebissen.

Romal Rein und Zubehör Lächeln
Beispiele der Seite: http://www.buckaroobusinesses.net/index.html

Dieser Zügel kommt aus dem Vaquero Style.
Er wurde / wird dort nur in Verbindung mit einer Zügelkette benutzt.
Damit z.B. die Rohhaut nicht versaut wird, wenn ein Pferd man getrunken hat aber der Hauptgrund warum Zügelketten benutzt werden ist....Balance.
Das Spade Bit ...die Zügelkette...die Romal Reins bilden eine Einheit.
So sind die Knubbels der Romals auch nicht nur Zierde, sondern Ausgleichsgewichte.

@Blondie
Das Spade Bit werde ich später mal erklären und ja....wenn ich das Teil sehe bekomm ich Pickel Zwinker
Es hat aber die Funktion, der man ....ich erklär dat später...

SeeY
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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von Monky am So Aug 15 2010, 15:19

Das mit den Westernpferden im Freizeitbereich fand ich immer schon seltsam.... Man kaufe sich ein Pferd ( Hafi oder anderes Pony) schmeisse einen Westernsattel drauf, schnalle ein scharfes Bit mit Shanks rein und ziehe ein Jeans zum reiten an und fertig ist das Westernreiten Schulterzuck Das ist das was ich oft hier in der Gegend gesehen habe und was ich mal so gar nicht als Westernreiter sehe.(Eher als grausames Angeben)
Ganz im anderen Stil der Stall neben uns... Meine Freundin reitet auf einer Araberstute, die echt eine tolle Ausbildung genossen hatte. Sie nehmen mit dieser Stute auch immer wieder Kurse, damit Pferd und Reiter geübt bleiben. So macht das Westernreiten mal richtig Spass :-)

Monky

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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von Trapper am So Aug 15 2010, 17:10

Yepp @Monky

Ein gut ausgebildetes Westernpferd ist ein Traum.
Die Wege dort hin sind nur sehr unterschiedlich.
Schau mal: http://www.youtube.com/watch?v=PoF1uzp6ARg&playnext=1&videos=Cwkxgmy7xzs

Dieses Pferd wird nicht mit einem Gebiss geritten.
Es wird der traditionelle Weg in der Hackamore beschritten.
Das Ergebnis ist nicht schlecht.

Sieh dir mal weitere Trailer von Jeff Sanders an, wie:
http://www.youtube.com/watch?v=XQBRiilHMhs&feature=channel
wo das Spade kurz erklärt wird....

Ähmm...das sind Arbeitspferde!
Nix riding for the Galerie Lächeln

Jeff Sanders..? Wer is dat denn?
Vaquero Szene...dort redet man von anderen Dingen Zwinker
Der Mann war vor Kurzem noch ..na wo noch rotwerd ...jedenfalls ganz in der Nähe von mir Zwinker

LG
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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von fribi am So Aug 15 2010, 17:26

@Trapper schrieb:
Das ist ein Twistet Wire...wieder ein Gebiss zur Korrektur


Hier mal ein Gebiss der Sonderklasse....ein Spade Bit.
Wer das Gebiss seinem Pferd reinschiebt und meint...jetzt mal los, findet sich sehr schnell auf den Brettern wieder.
Jetzt gehts nicht mehr ohne Vorbereitung...nix Show und Hopp.


Trapper

Uiiii - das sind ja Teile, vor allem das zweite.............. :shock:
Von diesen beiden werde ich mir nicht mal die Namen merken.......... No

Aber noch mal zu den Zügeln. Gut, dass ihr die auch gleich erklärt Yes
Warum sind denn manche Zügel offen? Wäre es nicht praktischer, wenn sie geschlossen wären? (Man merkt, ich kenne mich nicht aus............. rotwerd )
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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von LopeOver am So Aug 15 2010, 19:02

Die offenen Zügel kommen aus der Arbeitsreitweise.
Split Reins sind praktisch, beim Führen muss man keinen Zügel über den Hals wurschteln, etc.
Außerdem sind geschlossene Zügel in der Länge begrenzt.
Meine Split Reins sind um die 2 Meter lang, jeder einzelne, und die brauche ich auch, wenn ich reite und den Zügel nachgebe.
Dadurch, dass sie lang und schwer sind fallen sie auch nicht runter, zumal sie bei der Zügelbrücke ja auch über kreuz auf dem Hals liegen.
Ein Westernpferd lernt außerdem das sogenannte Ground Tying. Das heißt, hängt einer der Zügel auf dem Boden, muss das Pferd stehen bleiben, bis der Reiter wieder kommt.
Im Idealfall wartet das Pferd so vor dem Saloon, bis der Cowboy wiederkommt Zwinker .


Quelle:www.angelica.de
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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von Monky am So Aug 15 2010, 19:26

@Trapper ich finde es gibt keine Erklährung um ein solches Gebiss Snap nutzen sollte/darf/kann Ich bin da voll dagegen No

Monky

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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von azgirl am So Aug 15 2010, 19:42

Bit = Gebiss
Snaffle-bit = Wassertrense
Snaffle with Curb/Shanks = Wassertrense mit Anzuegen
Curb Bit = Kandarre, ( bei uns wird alles was Anzuege hat ein Curb-bit genannt da sie alle ueber das Genick gehen).
Spade-bit = Signal Gebiss. Dazu gehoehren all die Salinas , Crocks , Cathedral usw.

Richard Caldwell , die Wirkung eines Spade -bits.
Part 2.

http://www.youtube.com/watch?v=gg0oetFCVks

Part 1..

http://www.youtube.com/watch?v=wjMn65V_Hek&feature=related


Split Reins ( Farmer Reins )=
Lange offene Zuegel die aus der Rancharbeits -Traditionen der Cowboys kamen (Cowboys = Texas Region ).
Wenn du mit Rindern arbeitest , musst du ofters absteigen um an Rindern zu arbeiten / doctorn usw.
Cowboys benutzen meistens nur ein Grazing -bit mit langen Split -reins.

Romal Reins=
Lange geschlossene Zuegel mit einem Romal dran . ( Vaqueros & Buckaroos = von Mexico bis all die westlichen/noerdlichen Staaten der US.
Das Romal ist die Verlaengerung meistens mit einem Popper, kann als Quirt benutzt werden.
Romal Zuegel bleiben immer oben am Pferd, da sie an ein ausgebildetes Pferd im Spade bit kommen.( Bridle -horse )
Das Spade-bit , mit den Rein-chains und den Romalzuegeln sind immer gewichtlich aufeinander abgestimmt.
Um das Pferd nicht zu verletzen bleiben die Romals entweder oben am Pferd oder man macht die Zuegel an den Rein-chains ab.
Angebunden, gefuehrt, and Rinder gedoctert wird NIE mit den Romalzuegeln in der Hand. Dafuer hast due ein Get-down -Rope.
( falls noch im Hackamore oder in der 2 -rein , dann dein Get-down Teil von deiner Mecate ).

Barrel-reins & Roping reins=
Die sind ebenfalls geschlossen.
Nur 6-7 feet lang.
Ist um Verletzungen zu vermeiden . Geschwindigkeit um Barrels & Poles oder weil du beim Arena Roping eh deine Hanede voll hast, bzw. das Pferd mal nicht auf die Zuegel tritt beim Stop usw. usf.



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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von Trapper am So Aug 15 2010, 20:27

Hi @Monky

Molly wird so ein Teil auch nie tragen.

Der erste Eindruck vermittelt jedem ein WACKA, was ist das denn.
Nur ist der Weg zu diesem Gebiss ganz anders, als der Weg zur Kandare.
Deswegen bin ich eher ein Feind der Kandare.
Ich kenne Pferde, bei denen man es geschafft Kandaren zu zerbrechen.
Diese Pferde sind lieb...aber eine Kandare ist ne Waffe in den falschen Händen.

Beim Spade findest du keine Reiter, die an dem Gebiss ziehen.
Wer zieht, der verliert.
Es ist ne komplizierte Geschichte, für die ich ein wenig Anlauf brauche.
Als wichtig erachte ich, das man im Spade:
Kein Pferd zu irgendwas zwingen kann.
Das ein Pferd Zeit zur Gewöhnung bekommt.
Das es gut sein kann, das man das Falsche ( zu schwer / Löffel zu lang usw ) gekauft hat und mal locker 300-500 oder weit mehr Ohren in den Sand setzt.
Deswegen sieht man das Gebiss so selten.
100 Ohren..was soll's aber mehr legen die Meisten nicht an und das ist auch gut so Zwinker

Ähmm...ich bin kein Vertreter oder Verfechter dieser Gebisse Lächeln
Vielleicht macht es einen nachdenklich, wenn man die Ausbildungszeit von einem "Straight up in the Bridle" gehenden Pferd betrachtet.
Reitet man es mit ca 3-4 Jahren an, zieht sich die Ausbildung bis in's 8-10 Lebensjahr rein.
Wobei die längste Zeit im Bosal verbracht wird.

Das will Heute aber niemand mehr.
Es geht einfach so...mein Pferd muss nun ne Kandare tragen.
Mit der wird der Vorwärtsdrang gebremst oder ein spektakulärer Stopp eingeleitet usw.
Ich habe nichts gegen Kandaren, nur sollte im dem Moment, wo man sie dem Pferd in's Maul legt, es bereits einen gehobenen Ausbildungstand haben.
Wir haben hier keine Gebrauchspferde, mit denen wir unser Brot verdienen.

Wir sind keine Cowboys...nur Freizeitjockeys. Zwinker

Das Spade Bit ist Teil der Geschichte.
Es entspringt einer Reitkultur, die im Moment eine Art von Renaissance erlebt.

Schau dir mal das an: http://www.youtube.com/watch?v=BSLpyfzihts
Achte auf die Kandarenzügel....Spade Bit gezäumt.

Das Video von Martin Black ist auch gut.
http://www.youtube.com/watch?v=NFmRus56miQ&feature=related
Achte mal drauf, was er am Ende erzählt.
Dass das Spade gut getragen werden kann, sieht man in dem Teil wo Working Cowhorse gezeigt wird.
Dabei sieht man im Übrigen kein aufgerissenes Maul Zwinker

LG
Trapper

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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von Monky am So Aug 15 2010, 20:55

@ Trapper... ja das Reiten sieht toll aus, und die nehmen das Gebissa auch ( was ich so sehe ) eig nicht her, sondern geben vorallem die Impulse über das Boasal und dem eigenem Körper. Aber meine Frage, ich verstehe leider immer noch nicht warum ich dann dieses Geibiss überhaupt brauche ? Kann ich denn dann nicht gleich auf ein Gebiss verzichten oder nur ein normales einfaches Bit nehmen?

Ich muss gestehen ich habe auch ein Bit mit shanks ( wie man oben lesen kann ) und habe dieses als relativ unwissender Reiter für Princi damals gekauft. Ich habe es damals genutzt weil sie auf Wassertrense gar nicht mehr hörte ( war vom damaligen Besi durch das Kutschenfahren sehr mundtot ) . Ich habe es nur sehr fein eingesetzt und nur Impulsartige Bewegunge, was wirkling gut funktionierte. Ich bin absolut kein Fan von diesen Gebissen, aber mir hat es sehr geholfen, und Princi wurde auch wieder feinfühliger auf das Gebiss

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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von Trapper am So Aug 15 2010, 21:38

Ach @Monky
Wenn wir immer die richtige Lösung für unsere Probleme hätten...was wäre das schön.

Ich möchte aber auch eine Lanze für die Kandarenreiter brechen, für die, die wissen was sie tun.
Bei @LopeOver scheinen gute Leute zu sein.
In der Regel spiegelt es den ganzen Stall wieder....gute Sache.

Als ich meinem alten Pferd die erste Kandare reingeschoben habe, war es auch nicht vorbereitet.
Ich hab einfach gedacht...wird schon werden...ist ja ein Westernpferd.
Mein Pferd hat's bezahlt, ich später auch, da ich sehr flott auf ein Billy Allen gewechselt bin.
Damit wurde auch Murani geritten....aber die hasst Gebisse Zwinker

Zum Einsatz solcher Gebisse.
Wenn man es benutzt und es soll einer Korrektur dienen, dann hmmmm
Ich würde immer auf ein Gebiss ausweichen, mit dem ich lehren kann.
Schmerz ist ein schlechter Lehrmeister, obwohl auch das funktioniert ( bei mir steckt nur mehr Freund Pferd drin ).
Nötigenfalls Gebiss raus und mit Bosal arbeiten.
Trend: Scharfes Gebiss rein

Fehler sind nie verwerflich, wir machen alle Fehler und das wird auch immer so bleiben.
Ich mag nur keine Leute, deren harte Hand unbelehrbar ist.
Die Kandare benötigt Gefühl und das Wissen um die Ausbildung, bevor man sie reinstopft.

Alles Gute
Trapper

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Re: Westernreiten: Gebisse

Beitrag von fribi am So Aug 15 2010, 22:04

Das ist ja bei allen Reitweisen so, dass nicht das Gebiss die Schärfe ausmacht, sondern die Hand, die am Ende des Zügels darauf einwirkt. Auch bei den Englischreitern kommt es darauf an, mit wieviel Gefühl die Kandare geführt wird...........

Aber sehr interessant, was in der Westernszene für Ausrüstungsgegenstände in Gebrauch sind!
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Re: Westernreiten: Gebisse

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