Pferdehändler....

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Pferdehändler....

Beitrag von Teami am So Sep 24 2017, 09:35

Ich wusste jetzt nicht so recht, wie ich dieses Thema benennen sollte. Aber seht selbst.
Ich bin jetzt nach sechzehn Jahren auf der Suche nach einem neuen Pferd, ist für mich also alles andere als ein alltägliche Sache. Also in einem Verkaufsportal geschaut und fündig geworden. Eigentlich zu teuer, aber ich habe ja noch Zeit und will auch Erfahrungen sammeln. Ein fünfjähriger (eigentlich auch etwas zu jung) Andalusierwallach . Ich also das erste Mal allein hin, schau ihn mir an und finde ihn schick, bin aber nicht emotional. Ich lasse ihn vorreiten und reite dann selber. Im Laufe des Gesprächs , es sind Mutter und Tochter, wird mir schon klar, dass es Händler sind, die ab und an  Spanier importieren lassen, denke aber, dass es so halberlei Hobby ist....

Ich reite ihn und bin wirklich begeistert. Er steht ganz gut an den Hilfen , hat ein angenehmes Temperament , läuft klar. Gut, ein fünfjähriger eben, noch nicht ganz gerade gerichtet, aber scheint klar im Kopf zu sein und in den Grundgangarten sicher.
ich fahre nach Hause und erbitte mir vorher Bedenkzeit, lass ihn aber nicht reservieren.
Ein paar Tage später kommt ein Anruf von der Verkäuferin, das Pferd wäre lahm vorn, weil es sich durch den Fehler der Reitbeteiligung vertreten hätte.... mhmmm... komisch, aber naja...

Eineinhalb Wochen später fahre ich mit meinem Mann hin, mal gucken, unverbindlich.... noch Mal Probe reiten.
Der Wallach srteht auf der Stallgasse.... ein wunderschönes Pferd, wie er da steht, gut gepflegt, gut erzogen , aber mit den normalen Flausen eines Fünfjährigen.
Ich habe mich verliebt...
Die Frau und auch deren erwachsene Tochter quatschen mich zu und meinen Mann.... ich komme kaum zum Überlegen und weiß nicht , wo mir der Kopf steht. Sie wollen mir noch ein anderes Pferd anbieten, was dann eher zu meinem Portemonnaie passen würde, sie wissen ja von meinen Preisvorstellungen und der Wallach geht nach ihren Preisvorstellungen gute eineinhalb Tausend drüber.
Aber das andere Pferd möchte ich nicht... der Wallach ist es.
Sie nehmen ihn von der Stallgasse und ich wundere mich. Warum läuft er so klamm???? Der Schmied wäre da gewesen und hätte doch zu viel geraspelt. Ich sehe, dass was an den Hufen gemacht wurde, aber zu kurz sehen sie an und für sich nicht aus.Sie lassen ihn auf dem rutschigen, matschigen Platz laufen, er läuft nicht gut, kein wirkliches Lahmen , aber nicht gut.... mhmm, bestimmt der rutschige, lehmige Platz, hat ja viel geregnet. Ich werde vorsichtig....
Ich soll mich doch mal drauf setzen und auf dem Hof reiten.
Okay.... er läuft etwas fühlig, aber nicht wirklich lahm, aber auch nicht annähernd so schön wie beim ersten Mal... Ist auch etwas unsicherer. Jetzt ist er auch  unter dem Sattel wie ein fünfjähriger. Das würde mich aber nicht abschrecken. Ich merke ja auch, dass noch viel Arbeit drin steckt. Außerdem ist er durch die Lahmheit durch das Vertreten (wenn es dann alles so stimmt) nicht viel geritten worden.
Ich bin skeptisch, aber  ich mag ihn. Ohne Ankaufsuntersuchung läuft eh nichts. Ich steige ab und mein Mann und ich lassen ihn auf die Wiese. Wir werden vollgetextet und können kaum einen Gedanken fassen. Nette Leute, aber sie reden zuviel.
Wir erbitten uns Zeit, allein das miteinander zu bereden und beobachten den Wallach auf der Wiese ( die Pferde kommen da nur jedes etwa eine Stunde raus und sie haben auch die ganz geschlossenen , alten Ställe von früher, nicht so tolle Bedingungen).
Der Spanier trabt an und ist mit einem Mal vorn stocklahm.
Das Thema ist durch. Ich rede mit der Frau und sage, ich könne ihn so lahm nicht kaufen. Aber sie könne gern in zwei , drei Wochen anrufen, wenn sie abgeklärt hätte, was da los ist. So verbleiben wir. Ich finde ihn immer noch toll, aber ich kann kein krankes Pferd kaufen. Das ist jetzt gute zwei Wochen her.

Zufällig war gestern dann bei uns im Ort ein Pferdemarkt.... aus Neugier und um eventuell Kontakte zu knüpfen , schauen wir mal vorbei. Die Pferde dort waren augenscheinlich zumindest nicht krank, aber die Qualität war , wie nicht anders zu erwarten , insgesamt nicht so toll.
Mein Mann und ich schauen uns die Tiere an und ich denke, ich sehe nicht recht. Da steht er...."mein" Andalusierwallach. Ich hätte heulen können. Ich habe ihn mir vorführen lassen und kein Lahmen mehr feststellen können. Mein Mann meint wohl, hat allerdings auch keine Ahnung. Vielleicht wollte jeder von uns beiden auch sehen, was er sehen wollte.
Zweitausend Euro billiger, das Papier stimmte , naja... und der Händler wollte ihn mir auch wohl mit Garantie, Kaufvertrag und sogar Rückgaberecht mit Geldrückgabe verkaufen. Mein Mann wollte nicht und ich  hatte so recht auch nicht die Courage.
Ich habe aber die Telefonnummer des Händlers. Und er sagte mir, er hätte das Pferd erst eine Woche. Das passt, ich habe ihn vor zweieinhalb Wochen noch bei der anderen Händlerin gesehen, der es ja ach so wichtig war, ihn in gute Hände zu verkaufen Suspect
Ich überlege jetzt, ob ich irgendwie eine Ankaufsuntersuchung mit meinem Tierarzt hin bekomme. Jetzt steht er eineinhalb Fahrstunden von hier weg und der Händler will wohl eine Ankaufsuntersuchung machen , aber mit seinem Tierarzt....
Wie bekomme ich da einen Tierarzt meines Vertrauens und überhaupt.... verrenn ich mich in etwas?

Aber ist es auch nicht etwas Schicksal, wieder diesem Pferd über den Weg zu laufen?
Er war eineinviertel Autofahrstunden von hier weg und landet dann bei uns im Ort auf einem Pferdmarkt und rennt mir dann vor die Füße???
Ich finde das ganz fruchtbar, dass ich meine Emotionen nicht abschalten kann. Was passiert jetzt mit ihm? Er wird doch zum Wanderpokal und dreht irgendwann dabei am Rad. Es ist ein wunderschönes Pferd, sowohl äußerlich als auch von seinem  Wesen her.
Irgendwie suche ich nach einer Möglichkeit, die Gesundheit dieses Tieres festzustellen, denn ein krankes Pferd kann ich mir nicht kaufen und will ich auch nicht. Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob dieser Händler ihn mir überhaupt verkauft, denn er hat schon gemerkt, dass ich dreimal hinschaue und auch etwas Ahnung habe....
Ich bin aber so sauer und enttäuscht von dieser ersten Händlerin. Sie hätte ihn mir doch dann viel günstiger anbieten können oder nach einer Lösung suchen, dass ich hier genauer schaue, ob er okay ist. Aber nein, auf Probe geben sie  ihn ja nicht mit, einfacher ist es, ihn dann an einen anderen Händler zu verschachern.
Ich bin emotional echt aufgewühlt und auch sauer.
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Friedaaa am So Sep 24 2017, 10:19

Wenn du die AKU zahlst, hast du auch das Recht der Arztwahl. Irgendwie klingt es schon sehr nach Schicksal. Das er dich sucht. Aber ob es vernünftig ist....Ich bin da auch so hin und her gerissen wie du
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von ranimaus am So Sep 24 2017, 10:46

Ich bin seinerzeit mit Happy damit reingefallen, als vor Ort eine Ankaufsuntersuchung gemacht wurde. Der Tierarzt bescheinigte bei einem Zahn Verdacht auf Karies. Mein TA hat dann später einen Zahnbruch festgestellt und musste ihn dann rausoperieren. Daher würde ich jetzt immer eine Ankaufsuntersuchung mit dem eigenen TA machen.
Die Lahmheit kann gut mit Medikamenten verdeckt werden. Inwieweit dies natürlich gemerkt werden kann, weiß ich nicht.
Aber wenn ich so bedenke, dass die Familie einen vollbequatscht hat, damit man ihn nimmt und er jetzt wieder lahmfrei ist, würde ich mir schon Gedanken machen und im Zweifelsfall die Finger davon lassen.
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Beitrag von Friedaaa am So Sep 24 2017, 12:12

OT aber Snotri hatte auch einen gebrochenen Backenzahn. Das war selbst vom Profi nicht einfach zu entdecken
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von mohirah am So Sep 24 2017, 13:00

Zur AKU: Grundsätzlich ist es möglich, das Pferd bei dir zuhause von einem TA deiner Wahl untersuchen zu lassen und bei einem Befund ggf. auch wieder zurückzugeben. Dafür sollte dann eine angemessene Frist, z. B. binnen 7 Tagen nach Übergabe des Pferdes im Kaufvertrag festgelegt werden.

Ich würde dir auch raten, das unbedingt so zu machen. Bei der Vorgeschichte mit der Lahmheit, stinkt mir eine AKU durch den TA des Verkäufers zu sehr nach Betrug. Lässt der Händler sich nicht darauf ein, dass das Pferd durch deinen TA untersucht wird, Finger weg!

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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Echo am So Sep 24 2017, 13:21

Du hast doch ein Rückgaberecht?

Dann würde ich da ne AKU machen lassen mit meinem TA oder ihn in eine Klinik derin Wahl bitten.
Und dann weiter sehen.
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Canashi am So Sep 24 2017, 13:40

Ich kann verstehen, dass dich das emotional mitnimmt. Und du hast dich schon in das Pferd verliebt. Und er tut dir leid.

ABER

Ich würde kein fünfjähriges Pferd mit unklarer Lahmheit kaufen. In dem Alter muss das Pferd 100% gesund sein. Die ganze Geschichte kommt mir sehr komisch vor - wer weiß, was das Tier hat.
AKU gut und schön, aber auch Dein TA kann dir keine Garantie geben, dass wirklich alles in Ordnung ist; manche Befunde sieht man z.B. noch nicht auf dem Röntgenbild... und... und... und...

Jetzt habe ich geschrieben, was mir ganz spontan durch den Kopf ging und was ich persönlich machen würde. Soll in keiner Weise bedeuten, dass du nicht mit dem Pferd glücklich werden kannst. Aber mir persönlich wäre einfach das Risiko zu hoch.
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Friedaaa am So Sep 24 2017, 16:38

Ja ist definitiv ne Risikosache und vernünftig klingt es nicht. Aber ich kann auch das emotionale verstehen. Ist echt verzwickt und ich bin gespannt, wie es weiter geht
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Catana am So Sep 24 2017, 19:11

Natürlich gibt es seriöse Händler, die auh mit einem guten TA zusammenarbeiten und dir so ein top-gesundes Pferd verkaufe können. ABER...

Lahmheiten können, wie schon gesagt wurde, von Schmerzmitteln verdeckt werden. Und was einmal beim ersten Probereiten klappt, klappt auch beim nächsten Händler vor einem Pferdemarkt. Dagegen kann man nur unangekündigt hinfahren und schauen und selbst da kann eine Dauermedikation vorliegen. Da könnte es helfen, mal in die Futterkiste für dieses Pferdchen zu schauen. Aber unseriöse Händler kennen die Tricks.

Allerdings kann man ein Pferd meines Wissens nach eie gewisse Zeit lang zurückgeben, wenn Erkrankungen und Verletzungen entdeckt werden, die nachweißlich schon vor dem Kauf vorhanden waren und mutwillig verschwiegen wurden. Du müsstest dann nur vom Händler unterschrieben bekommen, dass das Pferd gesund ist und kein "Gekauft wie gesehen"- Vertrag unterzeichnen. Bericht des AKU-durchführenden TA mit anfordern und damit den eigenen TA dranlassen sobald das Pferd da ist.
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Ostfriesenmädel am Mo Sep 25 2017, 07:31

Eine unglaubliche Geschichte.

Aus Deinen Zeilen meine ich rauslesen zu können, dass Dir schon sehr viel an dem Wallach liegt und aus irgendeinem Grunde seid Ihr Euch schon zwei mal über den Weg gelaufen.

Ich würde daher schauen, dass eine AKU durch Deinen TA oder in einer Klinik gemacht wird und dann entscheiden . . .
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Teami am Mo Sep 25 2017, 08:11

Ja... eigentlich möchte ich das auch wohl. Aber mein Mann hat arge Bedenken, dass wir uns ein ständig immer wieder lahmendes Pferd kaufen könnten.
Mich lässt es nicht wirklich los. Argumente hin und her.
Warum ist er mit  einem Mal so günstig? Der Preis vorher war für einen Spanier auch nicht so teuer... aber manchmal bekommt man sie auch günstiger.
Warum hat die Händlerin ihn so schnell weiterverkauft? Sie muss ihn ja auch verschleudert haben.Das sind alles Argumente  meines Mannes.
Andere sagen, sobald nur etwas mit einem Pferd ist, stößt der Händler es sofort ab... frei nach dem Motto: das erste Geld ist das beste Geld.
Wieviel Sicherheit gibt mir eine AKU?
Selbst das, was hier auch an pro und contra war, hat mein Mann gelesen (sonst liest er hier nicht). Er meint, hier wäre mehr contra und ich solle bloß die Finger davon lassen.
Gestern habe ich noch einen Warmblüter entdeckt, der mich anspricht. Sind nicht so viele Pferde, die mich ansprechen und halberlei in mein Budget passen. Dieser geht auch drüber.
Günstiger wie jetzt käme ich sicher nicth an einen Andalusier. Ich höre auch von einigen Seiten, wie hier auch, man kann Glück haben....
Nochmal: Wie sicher bin ich mit einer AKU?
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Avaris am Mo Sep 25 2017, 08:22

Frag das doch am besten den TA, der die AKU auch machen sollen würde Yes Also den deines Vertrauens.


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Re: Pferdehändler....

Beitrag von nasowas am Mo Sep 25 2017, 08:24

gar nicht sicher..... die AKU ist eine Momentaufnahme die in diesem Moment einiges Dinge ausschließen kann. Sonst nichts.
Dabei muss es sich nicht um Betrug handeln, es kann einfach sein, dass in dem Moment kein schmerz auslösbar ist, aber 1 Woche später schon. die AKU schaut die Knochen recht gut an aber den Muskel und Sehnenapparat nur durch Beugeproben und die können trügerisch sein.
Ich wäre bei der AKU auf jeden Fall (egal ob dieses Pferd oder ein anderes) dabei, egal welcher TA. War ich jetzt als ich gekauft habe auch.

zum Rückgaberecht: Ja man hat ein Rückgaberecht beim Händler aber mal ehrlich: Gibst du ihn zurück, ein krankes Pferd zum Händler, der ihr dann wieder loswerden will??

Ich kann mich einem meiner Vorredner nur anschließen. 5 Jährig und lahm? Finger weg! Röntgenbefund bei der AKU, je nach Befund ist kein Ding aber wenn einer schon Schmerzen zeigt ist es ne ganz andere Geschichte.
Das würde ich nur machen wenn es ein Hufabszess wäre denn das kann immer mal kommen, ansonsten wäre mir das viel zu heikel! Aber ich bin ein gebranntes Kind!
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Ostfriesenmädel am Mo Sep 25 2017, 09:09

Es kann sich aber gegebenenfalls doch auch "nur" um ein Hufgeschwür oä handeln, dass würde der TA beim röntgen ja auch sehen.

Ich habe meinen Quarter vor dem Kauf komplett in der Klinik röntgen lassen, da er beim Probereiten nicht "rund" lief und da wurde nichts gefunden. Mittlerweile läuft er schön locker, er ging allerdings auch nie lahm.

Wie auch immer Du Dich entscheidest, ich hoffe Du findest einen tollen neuen Wegbegleiter.
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von S.Bine am Mo Sep 25 2017, 09:13

Ich würde eine AKU zu Hause machen lassen. Wenn Dein Herz schon an dem Pferd hängt, dann wird es Dir sicher nicht mehr aus dem Kopf gehen. Wenn dabei nichts festgestellt werden kann, dann musst Du allerdings nochmal überlegen. Und gerade wenn das Pferd schon da ist, wird es schwer, es zurück zu geben. Wenn Du es aber gar nicht erst probierst, wirst Du es Dir ggf. ewig vorwerfen...

Drücke Dir die Daumen!
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von nasowas am Mo Sep 25 2017, 09:43

Ich kann dem "wenn dein Herz schon ...." garnicht folgen !
Ich verstehe es zwar aber es ist gegen jede Vernunft und du tust dir keinen Gefallen!
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Little Pony am Mo Sep 25 2017, 10:04

Puh... Das stinkt schon alles ein bisschen zum Himmel.
Wenn du ein voll belastbares Reitpferd für dich suchst, würde ich aus reiner Vernunft heraus
den 5-Jährigen nicht nehmen. Wie schon mehrere geschrieben haben, das Alter und lahm?

Ich kenne aber auch die andere Seite, ich bin ebenfalls gebrandmarkt wie @nasowas.
Und trotzdem habe ich mir damals Rodney gekauft (und ich wusste was da für Bautellen auf mich zukommen).
Weil ich niemals ein anderes Pferd hätte kaufen können, ohne das mir Rodney aus dem Kopf gegangen wäre.
Und ich bereue die Entscheidung keinesfalls. Ich wusste aber auch, dass ich ihn nicht zum Reiten kaufen würde.
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Canashi am Mo Sep 25 2017, 10:19

nasowas schrieb:gar nicht sicher..... die AKU ist eine Momentaufnahme die in diesem Moment einiges Dinge ausschließen kann. Sonst nichts.
Dabei muss es sich nicht um Betrug handeln, es kann einfach sein, dass in dem Moment kein schmerz auslösbar ist, aber 1 Woche später schon. die AKU schaut die Knochen recht gut an aber den Muskel und Sehnenapparat nur durch Beugeproben und die können trügerisch sein.

Genau so ist es. Kein Tierarzt garantiert dir bei unauffälliger AKU, dass das Pferd wirklich gesund ist. Wie ich schon sagte, manche Befunde stellen sich im Röntgenbild nicht dar; manche Lahmheiten entwickeln sich schubweise mit schmerz- und lahmheitsfreien Intervallen.
Natürlich ist Pferdekauf eine Herzenssache - aber doch nur, wenn vom Verstand her nichts dagegen spricht. Ich hatte fast ein halbes Jahr gesucht, bis ich Shirel gefunden habe. Natürlich hätte ich schon vorher ein Pferd kaufen können, aber ich wollte, dass alles passt - der Gesundheitszustand und mein Bauchgefühl.

Wie auch immer - es ist deine Entscheidung und ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dir reinzureden.
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Little Pony am Mo Sep 25 2017, 10:23

Canashi schrieb:Wie auch immer - es ist deine Entscheidung und ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dir reinzureden.
OT Ich glaube das möchte niemand und kann auch keiner, Entscheidungen liegen immer bei einem selbst. OT Ende
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Fellnase am Mo Sep 25 2017, 10:24

Ich rate von dem Pferd ab, weil es wird ein Pferd zum Reiten gesucht, nicht als Beisteller ....@Teami, du hast schon zwei ältere Semester zu Hause, ein drittes Pferd da zum hinstellen brauchst du bestimmt nicht. Janein
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von pusteblume62 am Mo Sep 25 2017, 10:45

Ich würde -wenn ich mich in ein Pferd verguckt habe- von einem Tierarzt meines Vertrauens eine AKU machen lassen. Damit ist das Risiko minimiert und man ist einigermaßen auf der sicheren Seite.
Eine 100%ige Sicherheit gibt es auch bei einem scheinbar gesund wirkenden Tier nicht.
So ist das Leben.
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von pusteblume62 am Mo Sep 25 2017, 10:46

Interessant wäre auch zu erfahren, welche Besitzer das Tier schon hatte (kann man das aus dem Pferdepass erfahren?). Und so erfahren, wer und wie das Pferd ausgebildet wurde.
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Little Pony am Mo Sep 25 2017, 12:35

pusteblume62 schrieb:Interessant wäre auch zu erfahren, welche Besitzer das Tier schon hatte (kann man das aus dem Pferdepass erfahren?).
Nur, wenn sich da alle gewissenhaft eingetragen haben. Viele, die Pferde nur kurz behalten, schreiben sich da als Besitzer nicht ein. So habe ich zumindest die Erfahrung bei Rodney gemacht, als ich mehr über seine Vergangenheit herausfinden wollte Rolling Eyes ...
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von Pilgrim98 am Mo Sep 25 2017, 13:28

Ich würde auch die Finger davon lassen.
Ein Pferd aus Spanien und dann beim Händler... wer weiß woher... wer weiß mit welchen Mittelchen er lahmfrei gespritzt wurde... wie früh er schon angeritten war, wo und wie er gehalten und geritten wurde. Bei wie vielen Leuten er schon war.

Bin da aber auch übervorsichtig und eiskalt. Wenn ich nicht zu 100000% sicher bin, würde ich ein Pferd nicht kaufen. Du fragst hier im Forum um Rat (was sinnvoll ist), was aber auch heißt: Du bist dir unsicher. Zurecht.
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Re: Pferdehändler....

Beitrag von pusteblume62 am Mo Sep 25 2017, 13:51

Man kann viel spekulieren. Evtl. liegt man damit auch völlig daneben.
Genauso gut können die Aussagen der Verkäufer/in auch stimmen.

Warum soll so ein Pferd nicht eine Chance bekommen ? Das Risiko ist, wenn man eine Ankaufsuntersuchung mit Röntgenbildern durchführt,  doch überschaubar.
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