Das "alte" Pferd

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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von mohirah am Fr Jan 30 2015, 10:06

Mehr Fressstellen? Oder die Raufe umbauen in Fressständer, sodass er nicht so die Möglichkeit hat, die anderen wegzujagen?

Geht's ihm denn ansonsten gut? Oder hat er typische Altersbeschwerden, wie z. B. Arthrose, Kauprobleme (Heuwickel) o. ä.?

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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von blondie am Fr Jan 30 2015, 10:13

Fresständer lehne ich ab...

Es gibt zusätzlich noch 2 Fressplätze ....

Ansonsten Zähne sind gemacht... Arthrose kann sein aber noch nicht in einen Stadium das jetzt sehr auffällt...

Ich werde mal ein Vid drehen ...

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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von mohirah am Fr Jan 30 2015, 10:28

Ich dachte nur, dass ihm vielleicht irgendwas weh tut. Bei alten Pferden "zwickt" es ja doch ab und zu. Und manche werden dann eben aggressiv gegenüber den anderen.

Mein Opa kann z. B. gar kein Heu mehr fressen. Der kaut nur noch Kaugummi und spuckt die Wickel dann wieder aus. Wenn er aber Hunger hat, verjagt er die anderen auch schon mal vom Netz und verteidigt "sein" Heu, obwohl er gar nichts mehr runter kriegt.

Video ist eine gute Idee.

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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von Teami am Fr Jan 30 2015, 14:56

@blondie: Ich schwör da ja auf Bachblüten, die man sich individuell von einem guten Apotheker zusammenstellen lässt, dem man das Problem schildert.
Also Bachblüten gegen Aggression vielleicht....
Vielleicht versucht er auch , seinen Rang zu verteidigen, weil er merkt, dass er älter wird. Aber auch da kann man mit Bachblüten arbeiten.
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von FrauBine am So Feb 01 2015, 14:48

Ich find ja auch, dass das mit dem Alter sehr individuell ist. Mein "Altertümchen" ist mit ihren jetzt 26 Jahren in meinen Augen eigentlich noch nicht wirklich alt. Kaum ein graues Haar - die muss man schon suchen -, immer noch ehrgeizig bis zum Umfallen im Gelände, immer noch ein Feuerstühlchen, immer noch hundertprozentig klare Beine, immer noch top fit.

Die ein Jahr jüngere Stute, mit der sie zusammen steht, ist gefühlt deutlich älter - was einfach an einigen Zipperlein liegt, ein Auge musste entfernt werden, das andere sieht nur noch wenig, Cushing, zudem wurde sie im Sport extrem gefordert und das hatte auch seine Auswirkungen. Trotzdem ist auch sie immer noch gut drauf und freut sich des Lebens, will nur im Gegensatz zu meiner nicht mehr wirklich von ihrer Koppel weg und auch nicht mehr geritten werden.

Bis vor kurzem standen sie noch mit zwei jungen Stuten zusammen - da merkt man jetzt schon, dass es beiden gut tut, dass sie nun deutlich entspannter leben und kein unausgeglichener Jungspund sie mehr nervt. So ein bisschen mehr Ruhe tut den Oldies schon nicht schlecht. Was man bei beiden merkt: so ein klitzekleines bisschen Altersstarrsinn macht sich doch schon dann und wann bemerkbar. Pfeiff Lächeln

@Baccara: Wow, dein Großer sieht top aus. Den würde man im Leben nicht auf sein tatsächliches Alter schätzen. Smile
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von AbbeyWood am Mi Feb 04 2015, 10:07

Mein Stüt ist auch schon 25. Und nein die Lebenserwartung ist nicht kurz über 20 Schrei
Sie hat zwar Cushing und kaputte Hufe, aber man merkts ihr sonst nnicht so arg an.
Beim ausreiten hatten wir letztens eine lustige Begegnung mit einer anderen Reiterin. Unsere beiden Damen (25 und 15) haben sich fürchterluc aufgeführt wwegen einem großen Stein. Meine fürchtet sich wirklich, und der Hafi macht halt dann mit. Und dann kommt die Reiterin und reitet ganz normal am Stein vorbei. ich sag dann recht vorwurfsvoll zu unseren pferden "Jetzt nehmts euch ein beispiel" und die Dame antwortet "Ach, meins ist ja schon 26" lol
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von Baccara am Mi Feb 04 2015, 11:03

Dann hätte sie meinen mit 27 sehen sollen, als an einer bekannten Pferdeweide plötzlich ein Esel stand lol
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von Little Pony am Mi Feb 04 2015, 11:04

Das ist natürlich ne tolle Geschichte lol lol lol lol ...
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von Momo am Mi Jul 01 2015, 11:28

Meine alte Stute ist 31 und hat den Schimmelkrebs (Melanom). Der hat sich im Lauf der letzten Jahre auch verändert, sie hat ein großes Melanom an der Schweifrübe und kleine am Gesäuge und Zahnfleisch, seit nem Jahr auch ganz klein am Auge. Das schränkt sie aber nicht ein, ansonsten ist sie noch top fit. Geritten wird sie ab und zu im Schritt, ansonsten macht sie viele Spaziergänge. Etwas senil ist sie glaube ich schon, manchmal steht sie etwas "neben"sich, aber in dem Alter darf sie das auch :-) Ich hatte ab und an mal das Gefühl, dass sie schlecht sieht aber gestern hat sie mir das Gegenteil bewiesen-ich glaub sie sieht besser als ich !
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von AbbeyWood am Mo Jul 06 2015, 15:19

Ich hoffe alle Oldies sind fit??

ich muss updaten, weil ich mich so freue.
Meine Dame ist 25 und als sie 19/20 war hab ich übers einschläfern nachgedacht.. Wir haben aber weitergekämpft (und millionen reingesteckt) wir hatten ständig Haarlinge, Mauke,geschwollene Beine, Kotwasser, Durchfall zusätzlich zu Hufrehe und Abzessen (Cushing)
Und jetzt haben wir das erste Frühjahr kein Hufabzess gehabt. ich musste sie auf Diät setzen weil sie so dick ist, sie macht wunderschöne Pferdeäpfel, ihre Beine sehen aus wie bei jungen Pferden.
Das einzige was wir haben ist Augen und Mähnen jucken, was ich mir nicht erklären kann. Aber mit Fliegen Maske gehts ganz gut und die Mähne ist halt nicht schick.
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von sunny212 am Mo Jul 06 2015, 22:14

Meine Stute ist am 24.6 22 Jahre alt geworden und soweit auch noch fit, nur leidet sie leider an cob.
Ich habe sie seit 21 Jahren, meine Eltern haben sie mir früher als Absetzer gekauft.
Vieles haben wir durchgemacht und ich hoffe das wir noch einige schöne Jahre haben, trotz cob.
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von Funi am Do Apr 21 2016, 21:36

Hallo ihr lieben,

ich nutze mal den Thread um ein paar Anregungen zu bekommen.
Also es geht um die Freundin von meinem Stütchen. Eine Isi Dame irgendwo zwischen Ende 20 Mitte 30... das genaue Alter weiß man nicht. Zahnarzrt letztes Jahr hatte auf ca. 28 geschätzt.
Ich hab die Stute aktuell in Pflege, weil die Besis im Urlaub sind... und wie das so ist. Das Pferd war immer gesund, jetzt hat es entschlossen krank zu werden Sad
Am Montag hatte ich die TÄ da wegen einem entzünden Auge.. das verheilt soweit ganz gut.
Heute Morgen kam der Anruf ob ich zum Stall kommen könnte sie würde nicht fressen, die Atmung ging flach und sie sei abwesend.. uncool richtig uncool. Ich hab gleich die Besi angerufen & mit ihr abgesprochen was gemacht werden soll.
Es kam also nochmal der TÄ es gab was entkrampfendes und was für den Kreislauf... mehr könnte sie nicht für uns tun :/ ihre Vermutung war, dass der Kreislauf mit dem Wetter nicht zu recht kommt.
Nachdem wir jetzt 3 Tage morgens wieder Frost hatten, gibt's heute mittag auf 25Grad hoch :Umfall: und die Arme hat noch ordentlich mit ihrem Fellwechsel zu tun (Cushing) und ja altes Pferd, warmes Wetter... ne blöde Kombi.
Mittlerweile frisst Sie Gras und Heu und ein bisschen Müsli, aber ihre Heucobs lässt sie stehen und das macht mir ehrlich sorgen...
Aufgrund der eher schlechten Zähne, kriegt sie das Heu natürlich nicht gut gefressen :/ Dazu kommt, dass sie eher schlecht säuft.. hm ja das ist so die Ausgangssituation.

Jetzt Ihr. Habt ihr irgendwelche Ideen was ich wie füttern/anbieten kann um sie Situation zu verbessern (natürlich in Absprache mit der Besi). Macht Mash Sinn? Wie krieg ich das Pferd zum trinken animiert?

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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von Joy am Do Apr 21 2016, 21:50

Das so etwas immer kommen muss, wenn die Besis nicht da sind Freunde1

Ansonsten ist das "mein" Thema...

Filou ist in Bezug auf das Futter sehr mäkelig.
Heucobs mag er gar nicht gerne. Dafür konnte ich ihn noch nie so richtig begeistern.

Seit der Cushing-Diagnose bekommt er zusätzlich Kwik Beets und Luzernecobs. Anfangs mochte er das ebenfalls nicht unbedingt. Mit einer Handvoll Pellets, die auch eingeweicht werden, wurde es besser und seitdem frisst er die Pampe.

Ich merke allerdings schon, dass er nun regelmäßig Gras frisst.
Seitdem mag er das Zusatzfutter nicht mehr sooo gerne.

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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von rakete am Do Apr 21 2016, 22:31

Als es Alex jetzt 3 Wochen so schlecht ging hat der TA gesagt ich sollte Maisflocken kaufen.Mochte er jetzt nicht aber ist vllt eine Idee.
Zum saufen,probier mal mit dem Eimer.Die meisten Pferde saufen immer etwas wenn man einen Eimer hinhält oder einen Mauerkübel hinstellen.
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von Catana am Fr Apr 22 2016, 07:38

Ich hab mal gehört, das Malzbier bei Futtermäkeligkeit helfen kann. Soll appetitanregend sein und gleichzeitig etwas Flüssigkeit in den Kreislauf bringen. Mash ist in dem Zusammenhang auch eine gute Idee.
Für Kreislauf ist auch geneell Weißdorn super. Bekommt Sam auch, wenn er etwas bei warmem Wetter in den Seilen hängt.
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von Little Pony am Fr Apr 22 2016, 08:22

Probier mal, in einem Eimer mit Wasser etwas Apfelsaft zu mischen,
so bekommt unser SB unsre alten Omis und Opis zum Trinken, wenn
der Kreislauf mal wieder nicht der beste ist.
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von Gyllir am Fr Apr 22 2016, 11:49

Alte Pös... da kann ich ja jetzt seit einem Jahr auch ein Lied von singen... meine Omi im Stall marschiert ja stramm auf die 40 zu... und sie hat immer mal wieder die Phasen das sie nicht genug frisst. Vorallem Heucobs nicht... aber was anderes kann sie wie die Isi Dame eigentlich nicht mehr wirklich aufnehmen... Heu und Gras wird nur für die Psyche gemümmelt und in Röllekes wieder ausgespuckt... Sie bekommt eine Mischung aus Heucobs, Weizenkleie und Müsli eingeweicht... immer wenn sie wieder schlechter frisst, gehe ich mit der Menge ein Heucobs ein wenig runter für ein paar Tage und schleiche sie dann langsam wieder ein.. wenn sie mal wieder weniger trinkt, dann mache ich den Brei einfach n bissel flüssiger, so nimmt sie dann wieder etwas mehr Feuchtigkeit auf. Evlt. klappt das bei euch ja auch... Also einfach das Müsli mit in die Cobs hauen... und die Cobs reduzieren... bissel Kleie für den Darm dabei, wenn das ok ist für die Besis und dann mal schauen.
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von mohirah am Fr Apr 22 2016, 12:35

Wie viel Gras bekommt sie denn? Der Appetit auf Heu nimmt ja meist um so mehr ab, je mehr Gras die Pferde bekommen. Und Gras enthält immerhin auch Wasser. Heu wiederum macht macht um so durstiger, je mehr davon gefressen wird. Wenn sie kaum welches frisst, hat sie eben auch entsprechend wenig Durst. Hängt also alles irgendwie zusammen.

Bei Heucobs ist nach meiner Erfahrung bei manchen Pferden die Konsistenz von Bedeutung wie gern die gefressen werden. Manche Pferde mögen es sehr breiig, fast schon suppig, andere lieber eher trocken. Sind sie zu nass oder zu trocken, werden sie nicht oder nur unwillig gefressen. Vielleicht kannst du da mal noch ein bisschen rumprobieren.

Zum Appetitanregen kann man Kleie oder Rote Beete Chips oder Haferflocken untermischen. Setzt natürlich voraus, dass sie das bekommen darf. Haferflocken sind bei Cushing vielleicht nicht so gut.

Und: Wird das Cushing mit Prascend behandelt? Das spielt wohl auch die tägliche Tablettendosis eine Rolle, nach dem was ich darüber gelesen habe. Stimmt die Dosis nicht, leidet der Appetit. Da muss man dann vielleicht mal die Dosis erhöhen oder verringern (natürlich in Absprache mit TA!).


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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von Funi am Fr Apr 22 2016, 13:16

Danke erstmal.

Ich werde das alles weitergeben und dann mal sehen.

Sie sind jetzt bei 2h Wiese. Heu steht immer zur Verfügung.
Wasser im Eimer war gestern erfolglos :/ aber ich Versuch heute mal was reinzumischen.

Soweit ich informiert bin, wird das Cushing nicht behandelt.
Die Konsistenz der Heucobs ist eigentlich immer die gleiche und akzeptabel gewesen bis jetzt, aber da werden wir mal ein bisschen ausprobieren Yes

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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von Gyllir am Mo Apr 25 2016, 11:52

Und? Bringt irgendwas von deinen Versuchen was, Funi?
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von bangerang am So Jul 10 2016, 18:38

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht ob ich mein Pferd als "alt" bezeichnen darf. Wenn man mich fragt wie alt er ist und ich ganz ehrlich 24 sage sind die meisten erstmal erstaut und hätten ihn auf 15 geschätzt. Dann wird meistens abgewunken und gesagt: Ach, dann ist er ja schon alt! Also laut seinen Papieren ist er dann vielleicht schon was älter, aber offensichtlich weiß er das nicht ;-)
Nein, ganz im Ernst: Der Große ist topfit, wird fast jede Tag bewegt. Vor ca. 9 Monaten habe ich alle Beine durch röntgen lassen, weil er ganz leicht gelahmt hat und nicht klar zu identifizieren war woher dies kam. Es stellte sich raus, dass er sich auf der Koppel vertreten haben muss, denn eine Woche später lief er wieder völlig normal und auf den Bildern war absolut nichts zu sehen. Keine Arthrose oder ähnliches.
Ansonsten mag es mal den einen oder anderen Tag geben wo er etwas steif läuft oder müde ist und ein paar graue Haare sieht man im Gesicht und Schweif auch schon, aber ich kann wirklich nicht klagen. Ich hoffe das er noch lange so gesund und fit bleibt.
Die Idee mit dem Eimer Wasser und etwas Apfelsaft finde ich aber sehr schön. Gerade bei heißem Wetter, Kreislaufschwierigkeiten und ähnlichem. Das werde ich im Kopf behalten, wer weiß was dieser Sommer noch bringt ;-)

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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von Ravenna am Mi Sep 07 2016, 20:12

Hallihallo,

meine Ravenna ist mittlerweile 19 1/2 und bereitet mir dieses Jahr ziemliches Kopfzerbrechen. Im Sommer hatte sie ihr "all-zwei-jähriges" Hufgeschwür und das hat sie sehr mitgenommen. Dadurch war sie rund 3 Monate außer Gefecht gesetzt. Sie hat total an Gewicht verloren und alle Muskeln natürlich auch (nach dem Winter war durch die Reitweise meiner Reitbeteiligung vermutlich eh nicht besonders Muskulatur da). Der Rücken, der sowieso schon schwierig ist durch den hohen Widerrist, ist wirklich total unbemuskelt.

Im Juli war dann die Physio da, um alles gerade zu rücken. Daraufhin habe ich 5 Wochen lang jeden zweiten Tag longiert mit vorwärts abwärts, Stangen, hauptsächlich Schritt und viele Trabübergänge.

Im August war dann der Zahnarzt da, aber bis auf die üblichen Haken nichts besonderes gewesen.

Hier mal ein paar Bilder von ihr. In "Live" sieht sie an der Wirbelsäule noch knochiger aus, vorallem an der Kruppe.

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Insgesamt macht sie vom Gesamteindruck einen guten Eindruck auf mich... sie ist gut drauf, arbeitet mit, lässt sich fallen... aber sie will einfach nicht zunehmen und erst recht keine Muskeln aufbauen. In den letzten 8 Wochen hat sich im Rücken rein garnichts getan.
In den letzten 2 Wochen habe ich sie wieder langsam angefangen zu reiten (1 x Platz / 1 x Gelände pro Woche) und sie war echt richtig gut drauf und total locker... Ich kenne Ravenna ja nun mittlerweile fast 12 Jahre, sodass ich das recht gut einschätzen kann.

Vorgestern war die Sattlerin da und ihre Einschätzung war, dass sie absolut nicht empfehlen würde sie mit der Muskulatur zu reiten. Sattel polstern würde aktuell auch keinen Sinn machen. Also gut - arbeiten wir erstmal weiter vom Boden aus, kein Problem.

Nun habe ich zusätzlich noch Maiscobs gekauft, um ein bisschen Masse aufs Pferd zu bekommen... in der Hoffnung, dass sie irgendwann auch wieder etwas Masse in Muskulatur stecken kann. AUßerdem steht noch ein Blutbild in den kommenden Wochen an.

Hat noch jemand Ideen? Bzw. Erfahrungen damit wie man ein "älteres" Pferd wieder fit bekommt?
Ich wäre euch super dankbar!
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von Teami am Mi Sep 07 2016, 20:58

Meine Stute ist auch fast 20 Jahre alt. Du weißt ja, ich bin Ravenna Fan Love .
Wenn ich mir Ravennas Hinterhand ansehe und die Halsung, dann hat sie da durchaus noch gute Muskulatur und scheint an den Stellen auch nicht zu dünn. Es ist also "nur" der Rücken. Mein Pferdchen hat einen völlig anderen Körperbau...aaaber .... ich stelle fest, dass sich der Körperbau gerade jetzt sehr verändert. Sie hatte immer einen flachen Widerrrist, der kommt jetzt höher (ist ja auch normal). Aber dadurch fällt es anderen gar nicht so auf, weil sie mein Pferd ja nicht so genau kennen und es so normal aussieht.
Der Rücken senkt sich etwas ab, ich stelle auch fest, dass die Hüftknochen, die man nie sah, etwas vorstehen. Die Kruppe wird etwas spitzer und ja, ich finde, man sieht auch deutlich, dass die Scheide etwas weiter einfällt. Dennoch ist mein Pferd noch fit und möchte (so denke ich) noch gut geritten werden, wobei ich mit Argusaugen auf sie achte, noch mehr wie sonst.
Alles in allem so denke ich, dass sich auch bei Ravenna der Körperbau verändert. Sie verliert an Masse, wo es eigentlich nicht sein sollte, bei ihr an den Rippen. Es kann eine Alterserscheinung sein. Ich weiß nicht so recht, ob der Rat , sie nicht so zu reiten,  wohl kontraproduktiv sein könnte. Ich würde da noch einen TA oder jemanden , der Erfahrung hat , zu Rate ziehen.
Ich z.B. bin mir nicht so sicher, inwieweit ich von meinem Pferd noch Versammlung  verlangen sollte. Ich denke, es wäre schon gut für ihre Muskeln, möchte sie aber auf keinen Fall überfordern.
Irgendwann kommt auch bei einem Pferd der Zeitpunkt, wo sie schlagartig altern können. Ich mag es dir sagen, da ich genau dies auch bei meinem Pferd feststelle.
Als Tip zur Zunahme kann ich dir raten, Speiseöl über das Futter zu geben. Das habe ich bei meiner alten Stute damals gemacht. Durchaus 100 bis 120 ml täglich. Es reicht auch Sonnenblumenöl, muss nicht das teure Leinöl sein. Das hat mir im übrigen ein Tierarzt geraten.
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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von mohirah am Do Sep 08 2016, 10:06

Wie sieht denn abgesehen von den Maiscobs der Futterplan aus? Meine Erfahrung ist, dass so lange ein Pferd zu dünn ist, sich auch bei den Muskeln einfach nichts tut. Also muss erst mal Masse aufgebaut werden, die Muskeln kommen bei richtigem Training dann von "allein".

Sofern nicht ohnehin schon der Fall, würde ich dir empfehlen zunächst mal für Heu ad libitum zu sorgen oder Weide 24/7, ggf. mit zusätzlichem Heuangebot auf der Weide. Ich weiß nicht, was du für Haltungsbedingungen hast.

Dann ist es so, dass gerade ältere Pferde einen höheren Eiweißbedarf haben und den über Heu/Gras nicht mehr ausreichend decken können. Mais ist allerings relativ eiweißarm, dafür sehr stärkehaltig. Ist also deshalb vielleicht nicht die beste Alternative, wobei sicher nichts dagegen spricht, die Kraftfutterration auch noch mit einem Teil Maiscobs zu ergänzen. Sehr eiweißreich ist Luzerne. Das wäre auch meine Empfehlung für dich, aber du solltest dich erst mal darüber informieren, bevor du das fütterst. Beachten muss man bei Luzerne, dass sie nicht nur viel Eiweiß sondern auch viel Kalzium enthält. Da muss man dann ein bisschen aufpassen, dass es nicht zu viel wird und eventuell das Kalzium-Phosphor-Verhältnis ausgleichen. Ich gebe zu diesem Zweck noch Weizenkleie dazu. Letztere regt auch Appetit und Verdauung an, was ja auch nicht verkehrt ist.

Die Meinung deiner Sattlerin, dass du dein Pferd zunächst besser nicht reiten solltest, teile ich übrigens. Vor allem wenn du sagst, dass in echt die Wirbelsäule noch deutlicher hervorsteht.

Ach und noch was, vielleicht machst du das ja ohnehin schon, gerade ältere Pferde profitieren in der kalten Jahreszeit sehr davon, wenn man sie eindeckt und behalten so eine bessere Figur. Bei uns sind die Nächte jetzt zurzeit schon ziemlich kühl, da ziehe ich meine Oldies auch schon an. Pferde sind bei mir nachts auf der Weide. Wenn dein Pferd nachts in der Box steht, ist vermutlich noch keine Decke erforderlich.

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Re: Das "alte" Pferd

Beitrag von Ostfriesenmädel am Do Sep 08 2016, 10:18

Ich konnte Euren Werdegang ja schon sehr lange mit verfolgen und muss sagen, dass ich Ravenna bald nicht wieder erkannt hätte.

Sie sieht nicht gut aus, wie ich finde, aber das resultiert sicher aus den letzten Vorfällen.

Meine Mae ist mittlerweile 23 Jahre und sie hält ihre Figur mit ganzjährig 24 Stunden Weide / Heulage und Zufütterung von Esparsette Cobs. Sie wird wöchentlich 3-4 mal geritten.

Hatte Ravenna denn nach Ihrer Rehe noch mal einen Schub ? Da musst Du ja sicher bei der Fütterung auch noch Rücksicht drauf nehmen oder ?
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