Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

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Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von sandstrand am Fr Apr 05 2013, 19:18

Immer mal wieder denke ich über meine alten Reitschulen nach. Als Kind/Jugendliche sieht man ja nicht alles so refletiert, ich bin halt in die Reitschule gegangen die entweder vom Weg her gut war oder wo meine Freundinnen auch waren. Hauptsache Pferde und reiten, so richtig viel Gedanken über Haltung, Ausbildung der Pferde usw hab ich mir damals nicht gemacht, heute rückwirkend umso mehr. Einiges bereue ich und eigentlich alles mache ich heute anders.

Wie waren eure Reitschulen/Schulpferde als ihr Kinder wart? Hatten eure Eltern da ein Auge drauf?
Würdet ihr eure Kids dort heute auch reiten lernen lassen?
Wie gut waren die Schulpferde ausgebildet und im Umgang?

Ich bin sehr gespannt was zusammen kommt. Wink
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von Gast am Fr Apr 05 2013, 19:58

Puh....
Ich war nie in einer richtigen Reitschule für längere Zeit. Ich habe nur immer im Sommer 1 Woche Urlaub auf einem Reiterhof gemacht.
Und habe dort quasi angefangen zu reiten.
Die Ponys.... ja sie liefen... und wenn nicht, dann bekamen sie leider auch mal eins drüber. Sie gingen grundsätzlich immer mit Dreieckern. Ausritte gabs nur für Fortgeschrittene. Die Pferde an sich... jeder hatte halt so seine Eigenheiten. Die Pferde für Fortgeschrittene waren etwas besser ausgebildet. Aber wie weit kann ich schlecht sagen.
Ansonsten standen die Pferde damals schon im Offenstall, was eigentlich recht positiv ist.
Die Besis dachten immer recht wirtschaftlich.... sprich wenn ein Pferd zu unberechenbar oder zu schwierig zu reiten war kam es weg. Wobei ich sagen muss dass sie nen gutes Auge dafür hatten welche Ponys zuverläassig laufen, denn die meisten waren über Jahre da und als Kind fährt man für sein Liblingspony nochmal extra gerne hin.

Dann wechselten die Besis irgendwann, da war ich schon etwas älter... ca. 16 oder so.
Die waren da etwas lascher, der Unterricht allerdings etwas fundierter, nicht so alte Schule mäßig. Dafür wechselten die Pferde recht häufig, bzw. es wurden immer mehr die einfach nicht reitbar waren zumindest nicht für Schulzwecke und die standen dann rum. Bis klar war, dass sie eben Pferde suchen musste die auch Anfänger zuverlässig tragen... naja...

Meine Eltern hatten da sicher ein Auge drauf.

Ich denke ich würde meine Kinder dort reiten lassen. Denn es ging immer um das Wohl der Ferienkinder und die Ponys wurden ansich gut ausgesucht für jedes Kind. bei den Erstbesis.

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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von DunLee am Fr Apr 05 2013, 20:05

Meine Erfahrungen waren unterschiedlich. Angefangen hat es in einer Reitschule mit einer cholerischen Reitlehrerin. Die Pferdchen bzw. Ponys waren im Rückblick nicht gut ausgebildet. Ich ritt am Liebsten eine kleine Schimmelstute, die werde ich nie vergessen!
Dafür war es ein netter kleiner Offenstall und die Versorgung war nicht schlecht. Ich wechselte dann für meine Abzeichen in einen damals hoch dotierten Trainingsstall.
Über die Haltung lässt sich streiten (Boxenhaltung), dafür waren die Pferde relativ gut ausgebildet. Ich kann mich noch an einen braunen Traberwallach erinnern, den keiner reiten wollte, weil er ziemlich zerpflückt aussah. Im Umgang waren die Pferde einwandfrei!
Ich bekam eig immer die "braven, langweiligen" Vierbeiner ab, da ich mehr der ruhige Typ war.
Ob ich meine Kinder da reiten lassen würde? Gute Frage. Ich bin mit den Jahren sehr kritisch geworden was Haltung etc. angeht.

Mit 13 endete meine "klassische" Reitschullaufbahm und ich bekam dann mein eigenes Pferd und landete schließlich in einer Westernreitschule bei meiner Trainerin. Bis jetzt die beste "Reitschule". Die Reitschulpferde auf denen ich meine ersten Lektionen lernte (ihre Turnierpferde) waren/sind klasse.
Wenn meine Kinder da später einmal reiten wollen würden, ohne Frage - sofort!

In meiner Kindheit habe ich mir nicht so viele Gedanken über Haltung, Ausbildungszustand etc. gemacht.
Meine Ma hatte da schon ein Auge drauf, aber ein anderes als sie es heutzutage haben würde!

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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von sandstrand am Fr Apr 05 2013, 20:40

ich erzähle auch mal Yes

Angefangen hab ich als ganz kleiner Zwerg mit ab und an Ponyreiten. Schnell würde ich mit dem Pferdevirus infiziert. Bis ich etwa 13 war, bin ich ein einer RS 1x pro Woche geritten. Die Pferde standen in Boxen und tagsüber auf der Weide, die Ponys im Offenstall. In dem Stall waren vor allem Kinder, keine Einsteller oder so. Der Unterricht...naja war nichtssagendes Abteilungsreiten. Die Pferde waren aber alle ganz umgänglich.

Dann bin ich in einen großen Stall näher bei meiner Oma gewechselt da ich am WE oft dort war. Rückblickend war das wirklich mein größter Fehler. Die Pferde standen (stehen soweit ich weiß heute noch) zur Hälfte in Ständern, die anderen in dunklen Boxen. Auf der Weide hab ich sie nie gesehen. Der Unterricht war schlecht, die Pferde teilweise aber ganz solide ausgebildet. Der Umgang des RL mit seinen Pferden war schlimm, da wurde geschlagen, getreten usw. Uns Kinder ist das als normal verkauft worden. zB war ein Pferd dabei das sich beim Anblick eines Sattels oder eines Hindernisses hingelegt hatte... Sad

später dann war ich in zwei großen Reitställen (hinter einander) als RB. Alles Boxenhaltung mit gelegentlichem Weidegang, meist waren die Koppeln aber leer. Auch die RL waren sehr grob, ich als Reiterin wurde schon mit Sporen bestückt (und war da auch noch stolz drauf Sad )
Teilweise waren die Pferde so wenig draußen das sie schon erschrocken sind wenn man vom Stall zur Halle ging. In so einem STall hab ich dann auch mein Reitabzeichen gemacht.

In keinem dieser Ställe würde ich meine Kinder reiten lassen.

Dann ist das passiert, was wohl vielen Mädels passiert ist, mit 17 hab ich mich verliebt und nur noch Augen für meinen Freund Love
Das ging dann einige Zeit so, irgendwann hat mich die Sehnsucht anch Pferden wieder gepackt. Da ich aber inzwischen (durch meine Hunde) einen komplett anderen Weg eingeschlagen hatte was Tiere/Haltung usw angeht, musste ich erst ganz neu nach einem Pferd suchen. Zu einem der alten Adressen würde ich nie wieder zurück gehen.
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von Ósk am Sa Apr 06 2013, 10:00

Angefangen zu reiten/näher mit Pferden zu tun zu haben, habe ich als kleiner Stöpsel von 4 Jahren auf einem Islandgestüt. Dort gab es ein Angebot für spielerisches Voltigieren/Sitzschulung, was mir sehr viel Spass gemacht hat. Die Pferde wurden und werden in Offenstallanlagen und auf riesigen Weiden gehalten und waren sehr gut erzogen und brav. Wir haben das sogar mit einem der Hauptdeckhengste gemacht.
Mit 5, als ich in die Schule kam, wollte ich aber lieber "richtig" reiten und begann in einer FN-Reitschule. Meine Eltern haben mich da angemeldet, weil einfach die meisten aus meinem Dorf dorthin gingen, es war/ist auch ein riesiger Betrieb mit ca. 70 Schulponys und Ferienbetrieb etc. Vom Reiten haben sie wenig Plan, das ist allein mein Metier.
Der Unterricht bei diesem Hof hing stark davon ab, welchen Lehrer man erwischte und Springen war die eindeutig präferierte Disziplin. Dressur wurde uns als notwendiges Kringelreiten vermittelt, der genaue Sinn tat sich mir allerdings nicht auf. Ebenso wurde ein Stil mit relativ viel Krafteinsatz gelehrt. Die Ponys hatten sehr unterschiedliche Ausbildungsstände, vom gerade angeritten (auf die kamen natürlich keine Anfänger) bis etwa A ausgebildet.
Gehalten wurden sie grösstenteils in Laufboxen, im Sommer auf riesigen Weiden. Im grossen und ganzen war das in Ordnung, wenn man von einer fast reinen Rübenschnitzelfütterung absieht. Die Pferde wurden aber durchaus sehr alt, weit über 30 war keine Seltenheit. Im Umgang gab es auch alles vom Schaf über unerfahrenen Jungspund bis zum aufsässigen Tester.
Schön fand ich, dass wir ohne Sattel begonnen haben und erst mit einem gefestigten Sitz einen Sattel verwenden durften. Ebenso hatten die wenigsten Pferde Sperrriemen oder Nasenriemen.
Ich denke, dort würde ich nicht wieder hingehen, aber missen möchte ich die 7 Jahre auch nicht.
Gelernt habe ich zwar nicht unbedingt feines Reiten, aber die Erfahrungen im Umgang mit vielen Pferden und die "Ponyhofzeit" möchte ich auch nicht missen.
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von Floke am Sa Apr 06 2013, 10:59

Also meine 1. Reitschule war nach dem Motto:
Pferd fertig, Kind rauf, Kind runter, Pferd weg.

Man hat weder vom Umgang noch von der Pflege von Pferden was gelernt. Der Unterricht war miesest und so war ich da auch nicht lang.
Meine Mama hat damals irgendwann gsagt, dass sie das nicht i.O. findet, wenn die RL mit dem Rücken zu den Schülern steht um die Eltern zu unterhalten.
Die Pferde hatten allerdings offene Boxen und täglich Weidegang in der Herde Smile

Somit kam Reitschule 2:
Sportstall mit qualifiziertem Unterricht. Es gab auch Springstunden (was ich eigentlich stark vermiss in den meisten Reitschulen!!!).
Die Schulpferde standen damals noch Ständern und kamen nur unregelmäßig auf die Wiesen. Herrichten vom Pferd mussten die Schüler selbst und auch beim Ausmisten und Füttern durfte geholfen werden.
--> Mittlerweile haben die den Schulstall aufgegeben. Die Pferde haben sie aber behalten. In einem Offenstall mit großem Auslauf und Heu ad libidum!! So eine Pension muss man für Schulpferde erstmal finden. Gerade bei einem Sportstall der monatlich internationale Turniere im Monsterrahmen hat!! Yes

Stall Nummer 3 ist dann gekommen, weil ich mehr wollt und im Sportstall auch irgendwann mal Schluss war. Die haben dort keine Prüfungen angeboten, ich war aber schon auf relativ gutem Niveau.
Im neuen Stall konnte ich täglich Unterricht nehmen (Einzel!) und auch so immer wieder Pferde reiten. In den Ferien waren das dann schon mal 2-5 Pferde täglich.
Und dort konnte ich dann auch alle Prüfungen ablegen bis zum Ausbilder.
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von Serinka am Sa Apr 06 2013, 11:27

Ich war eigentlich ziemlich lange an der gleichen Reitschule.
Angefangen zu reiten hab ich mit 13 recht spät, nachdem wir mit der Schule auf einem Hof waren und ich mich kläglich in ein Pony dort verliebt hatte. Ich hab meine Eltern bearbeitet und ich durfte dort hin. Die ersten Jahre waren recht... naja. Dinge wie das erste Mal galoppieren im Gelände und andere recht seltsame Geschichten haben mich damals nicht gestört. Der Reitplatz dort war eigentlich immer überschwemmt, außerdem mussten wir mindestens 10 Minuten dorthin laufen. Wenn er dann mal bereitbar war, hatte ich Unterricht bei teilweise nur 1 oder 2 Jahre älteren Mädchen. War alles ein bisschen komisch. Eigentlich bin ich jahrelang nur im Gelände geritten, ab und zu bisschen Unterricht, der aber auch nicht prickelnd war.
Die Ponys waren alle sehr verschieden, es gab auch Großpferde. Die Großpferde wurden von den Älteren geritten und die Ponys von Mädchen wie mir. Die meisten hatten Dreiecker drin, manche waren bockig manche nicht. Es kam immer drauf an welches Pferd du hattest. Es gab 1 oder 2, die ich wirklich mochte und die auch auf Turniere gingen etc. Meine Eltern haben nicht wirklich darauf geachtet was ich mache - sie kannten sich überhaupt nicht aus. Wäre ich jetzt heimgekommen und hätte gesagt, ich mag woanders hin, hätten sie das wahrgemacht. Auch was ich so mache haben sie ab und an mal gefragt, aber wirklich interessiert hat es sie nicht. Ich hab da halt mein eigenes Ding gemacht. Später, dann mit 14/15 durfte ich am Reitunterricht in einer Reithalle mit einer richtigen Reitlehrerin teilnehmen. Es waren noch derselbe Hof und dieselben Ponys, nur mussten wir 20 min zur Halle laufen und wir hatten richtigen Unterricht - auch mit Springen. Das gefiel mir schon besser. Ab da hab ich auch die Missstände des Hofes richtig bemerkt - unpassende Sättel, Dreiecker... Ein Teil der Pferde stand in Boxen, ein Teil im Offenstall. Das Ganze wurde mir zu viel, also hab ich unüberlegt zwei Ponys abgekauft und sie zu mir genommen. Ich würde eigenen Kinder nicht dort hinschicken. Dieser Hof war mir zu unordentlich, zu chaotisch, die Haltung teilweise nicht akzeptabel, die weiten Wege, um überhaupt mal zur Reithalle oder ins Gelände zu kommen. Die große Straße rechts, die Bahnlinie links, alles nicht so super. Teilweise echt zum Fenster rausgeschmissenes Geld. Aber ich hab gelernt, wie es nicht aussehen soll. Immerhin Zwinker
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von Sternchen am Mo Apr 08 2013, 10:23

In dem Stall wo ich zu reiten begonnen habe war es eigentlich schrecklich. Es gab 5 Schulpferde, typische Schulpferde in Boxenhaltung und soweit ich mich erinnern kann - sehr selten eine Koppel gesehen. Die die schon lange Schulpferd waren waren sehr Faul und die anderen schreckhaft. Die Leute waren Snobs (Englischreiter) und recht sanft sind sie auch nicht geritten.

Ich hab dann in einen anderen Stall gewechselt. Es war der Stall eines Pferdetrainers/Pferdehändlers. Die Pferde, auch die im Schulbetrieb gingen, wechselten ständig, deswegen waren es auch keine "abgenützten" Schulpferde, sondern recht nett zu reiten. Nur zwei Pferde waren konstant da, da sie Anfängerpferde waren.
Dort war es mit dem Koppelgang auch nicht so viel. Die Methoden waren besser aber immer noch nicht freundlich.
Parallel war ich auch auf einem Ponyhof ohne Unterricht. Es war ein Ponyhof wo die Kinder auf den Ponys im Gelände von den Eltern geführt werden konnten.
Dort war das Problem die Haltung (Ständerhaltung), die damals noch erlaubt war, wenn die Ponys eine gewisse Anzahl an Tagen im Jahr auf der Koppel sind. Das waren sie auch von April bis November Tag und Nacht auf riesigen Weiden. Nur im Winter war es blöd und wir mussten immer betteln, die Pferde rauszulassen. Die Koppel durfte nicht zu matschig werden, deshalb mussten die Pferde bei Schlechtwetter oft drin bleiben. Wir haben viel getan und mit den SBs geredet, dass die Ponys einen Offenstall bekommen (den sie jetzt auch haben). Alles in allem gibt es bei uns keinen Schulbetrieb, der meinen Vorstellungen entsprechen würde. Leider.
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von nasowas am Mo Apr 08 2013, 13:44

Ich glaube ein Schulbetrieb der unseren Vorstellungen hier im Forum entsprechen würde wäre absolut nciht wirtschaftlich und leider gibtes nur wenige Leute, die sich sowas leisten können ohne Geld zu verdienen.

@ Sternchen
Die Leute waren Snobs (Englischreiter)
Ich hoffe du setzt das nciht gleich! Zwinker
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von Sternchen am Mo Apr 08 2013, 13:46

@nasowas
natürlich nicht, im zweiten Stall waren auch keine Snobs und es war auch ein Englischstall. Zwinker
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von rakete am Mo Apr 08 2013, 14:07

Ich erinnere mich nur noch dunkel Suspect bin wohl schon zu alt Pfeiff
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von Vina am Mo Apr 08 2013, 15:23

Ich bin seit ich begonnen habe auf ein und demselben Hof & es hat sich seit den letzten 10 Jahren unheimlich viel verändert / vergrößert.
Es wurden Stallungen gebaut, kamen Einsteller dazu, noch mehr Schulpferde, noch mehr Reitschüler.
Mit der Zeit habe ich gelernt niemals auf die Ponies zu schimpfen, denn was die dort leisten (müssen) ist eigentlich unglaublich.
Jeden Tag verschiedene Kinder, die wiederum ganz unterschiedlich mit ihnen umgehen. Die Ponies ziehen sich zurück, jedes bleibt eher für sich und jedes hat seine Eigenarten. Mit der Zeit lernt man aber damit umzugehen. Was anderes bleibt einem auch nicht übrig.
Ich denke perfekte Reitschulen gibt es nicht.
Aber wenn ich unsere hier mit den umliegenden vergleiche und auch wenn ich sie ohne einen Vergleich sehe, geht es den Pferden gut.
Unsere SB ist fachkundig und stets um das Wohl der Tiere besorgt, kein TA Anruf wird geschäut und kein Tier kommt weg nur weil es alt ist!
Die Tiere haben einen imensen Eigenwert und wenn eines nicht mehr "funktionieren" will, dann steht einem Verkauf an eine Privatperson auch wenig im Weg.

Von der Haltung her ist es auch vollkommen in Ordnung - im Vergleich zu anderen hier ansässigen Ställen mehr als 1000% - , unsere Ponies leben auf Paddocks in Herden, im Sommer Tag und Nacht auf der Wiese. Medizinisch sind sie gut versorgt. Es passt zwar nicht jeder Sattel, aber alles in allem öffnen sich die Tiere, wenn man auf sie eingeht , was mir zeigt, dass ihr seelischer Zustand nicht SO verkommen sein kann.

Meine Zeit dort dauert noch an und ich wüsste nicht, ob ich jemals ohne das Dortsein so weit gekommen wäre. Über die Jahre wurde ich immer mehr aufgenommen, habe viele Freunde gefunden ( und auch wieder verloren ), durfte im Stall mithelfen und mittlerweile teilzeit auch die Aufsicht übernehmen, darf mit den Pferden arbeiten undsoweiter undsofort.

Was sich mMn aber sehr ändert, sind vorallem die Kinder und ihre Einstellung. Kommen,Reiten,Gehen.
War ich nicht froh als ich früher wenigstens zum Misten und Mithelfen da sein konnte!


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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von sandstrand am Mo Apr 08 2013, 15:30

@nasowas schrieb:Ich glaube ein Schulbetrieb der unseren Vorstellungen hier im Forum entsprechen würde wäre absolut nciht wirtschaftlich und leider gibtes nur wenige Leute, die sich sowas leisten können ohne Geld zu verdienen.

@ Sternchen
Die Leute waren Snobs (Englischreiter)
Ich hoffe du setzt das nciht gleich! Zwinker

nein es gibt gewisse Sachen die haben ncihts mit Geld zu tun. Gewalt darf nicht sein, ist aber meist ganz normal. Ebenso ist es keine Frage des GEldes ob die Pferde raus dürfen, ggf sogar im Offenstall wohnen dürfen.
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von sandstrand am Mo Apr 08 2013, 15:31

uuuuund was eigentlich fast immer vernachlässigt wird ist Theorieunterricht.
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von nasowas am Mo Apr 08 2013, 15:36

Nein Gewalt ist schon klar aber Offenstall ist schon schwierig. Die meisten Anlagen haben nunmal Boxen und ein Umbau kostet Geld, ausserdem ist es viel aufwändiger im Offenstall. Man muss ggf die Pferde rausholen weil sich die Anfänger das nciht trauen usw. Box geht viel schneller: auf Pferd steht da , fertig!
Ich meinte aber eher dass die Pferde alle richtig angepasste Sättel haben, korrekturgeritten werden, usw.
Ich denke schon, dass seh viele ställe es besser machen könnten ohne dass es mehr kostet aber gewisse "Ideale" Dinge scheitern einfach am Geld!
In dem Stall in dem ich früher war wechselte der Besi und danach war nichtmal ein TA drin wenn das Pferd auf 3 Beinen daherkam! Material ist verkommen, angepasst wurde nie etwas und das Niveau war schrecklich ! Zum glück war ich dann da nurnoch Einsteller und hatte ncihts mit der Schule am Hut und bin auch bald drauf gegangen!

@ sandstrand ja das wird leider immer weniger vermittelt!
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von Baracuda am Mo Apr 08 2013, 20:37

Ich habe auf meinem Stütchen das Reiten angefangen und hatte demzufolge ein sehr gut ausgebildetes Pferd, das 2-4 mal die Woche von einem Bereiter korrigiert wurde (das Pferdchen bei mir nicht den Koller bekommt und eben auch gefördert wird). Da ich mehrmals die Woche Einzelunterricht hatte, kam ich auch recht gut voran.
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von Spicy am Mo Apr 08 2013, 21:06

Das ich in der Reitschule angefangen habe ist ja schon eine Zeit her, so gut 25 Jahre. RL und Pferde waren eigentlich in Ordnung, natürlich wurden die Pferde hauptsächlich in Boxen gehalten, teilw. leider auch noch in Ständer. Aber damals war das normal, doch auch diese Ställe haben sich mittlerweile geändert und auch die Schulpferde kommen regelmäßig auf die Koppel. Die Pferde waren aber immer gut ausgebildet und die RL sehr kompetent und geduldig. Es gab Dressur- und Springstunden und auch eine Teilnahme an kleineren Tunieren war möglich.
Von 4 Reitställen war nur einer dabei, den ich nicht mehr besuchen würde, aber den gibt es zum Glück auch nicht mehr.
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von LePatron am Sa Mai 11 2013, 16:51

Mit 9 Jahren hab ich in einem großen Reitstall bei mir in der Nähe das reiten angefangen. Anfangs kamen die Pferde immer auf den Paddock oder die Koppel, wurden nachts in hellen und großen Boxen gehalten.

Der Unterricht war nicht gut und auch nicht wirklich abwechselungsreich. Ab und zu sind wir mal gesprungen und im Sommer ab und zu mal ausgeritten. Ansonsten war es immer das gleiche. Ich hatte auf diesem Hof 3 verschiedene Reitlehrer, aber einen großen Unterschied gab es nie.

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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

Beitrag von Pergamemnon am Sa Mai 11 2013, 17:44

Als Kind/Jugendliche war ich einem kommerziellen FN Betrieb.
12 Pferde in der Bahn, ausgebunden...

Etwas was ich heute nicht mehr unterstütze.
Ich glaube in dem Betrieb kommen die Pferde jetzt noch nicht aufs Paddock, bzw. auf die Koppel.

Ich bin froh, dass ich jetzt mit meinem eigenen Pferd mein eigenes Ding machen kann.
Ich finde nicht alle Betriebe schlecht, aber wenns ums Geld geht bleibt meist das Tier auf der Strecke...
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Re: Wie sind/waren eure Reitschulpferde bzw die Reitschule?

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