Ballentrittschutz

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Ballentrittschutz

Beitrag von Pensiero am Sa Feb 16 2013, 20:15

Ein bißchen angefressen eröffne ich dieses Thema hier. Natürlich - leider - mit Hintergrund...

Mein knapp Fünfjähriger froher und weiiiiiiit ausschreitender Bub hat seit ca. Mai 2012 Hufeisen vorne. Seit ca. August 2012 hat er auch hinten Eisen. Das hat zum einen den Grund, weil die Hufe etwas korrigiert werden mussten, zum anderen den Grund, weil wir sehr viel auf Asphalt und Schotter unterwegs sind. Hier möchte ich nun aber keine Diskussion über pro/kontra Eisen oder warum ich nicht auf Hufschuhe umsteige.
Ich möchte bei den Eisen bleiben!!!

So, im Training lasse ich ihn nie ohne Hufglocken laufen, weil er sehr stark von hinten nach vorne schiebt, was ja prinzipiell schön und auch gut ist (es ist nicht unnatürlich, sondern einfach noch ein junges etwas überdurchschnittliches Pferd). Bislang war auch alles okay. Aber seit ca. 12-14 Wochen haben wir doch öfters das Problem, dass immer das Eisen vorne links abgetreten wird. Es geht in der Regel sehr sauber runter, ohne Beschädigungen am Huf selbst. Es ist halt auffallend dass es IMMER nur links ist. Das war jetzt in dem angegebenen Zeitraum ca. 4 Mal der Fall. Natürlich ist das ärgerlich. Jedoch ist dem Pferd bisher noch nichts dabei passiert im Sinne, dass es sich eine Verletzung zugezogen hat.

Vor ca. 3 Wochen fehlte das Eisen wieder, Hufschmied nagelte es wieder sehr gut an und ich beschloss, den Kerl vorerst nur noch mit Hufglocken auf die Weide zu lassen. Ich finde es doof, aber besser so als ständig diese verlorenen Eisen.
Vor wenigen Tagen, der Bub war mit Glocken auf der Weide, fehlte das Eisen wieder. Die Glocke war zwar nicht ganz kaputt, jedoch beschädigt. Auf den ersten Blick hatte er sich eine kleine Verletzung am Ballen zugezogen. Nicht schlimm, er ist zum Glück auch nicht anfällig für Einschüsse und auch sehr hart im Nehmen.
Ich hab dann zwei Tage nicht mehr auf die Verletzung geschaut, da sie sehr harmlos aussah. Gestern schaute ich und bin etwas erschrocken und heute bei Tageslicht konnte ich dann sehen, dass es doch heftiger war als zuerst vermutet.

Okay, er kommt darüber hinweg, aber es ärgert mich tierisch. Es ist etwas mehr als ein Ballentritt. Eine Verletzung ca. 2€-Stück groß direkt am Ballen, eine weitere Verletzung auch so in der Dimension etwas mehr lateral Richtung Innenseite des Hufs am Kronrand, aber schon noch recht nah am Ballen.

Stellt sich wieder die Frage: Wie kann ich noch mehr schützen?
Lieber geht mir viel Ausrüstung kaputt als das Pferd an sich!

Es gibt doch diesen Ballenschutz... Hat jemand Erfahrungen damit? Auf was müsste ich beim Kauf achten? Gibt es besonders gute bzw. besonders schlechte Exemplare? Bestellt ihr bei den üblichen Versandhäusern?

Wäre super hierzu eure Meinungen und Ratschläge zu hören! Vielen Dank schonmal!

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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von PICO2001 am Sa Feb 16 2013, 21:32

Also so einen Ballenschutz hatte ich noch nicht, aber das Problem habe ich mit Pico auch immer gehabt, weshalb ich auch viele Eisen "lassen" musste!
Da er dann krank wurde und eh barbsch geht, hab ich mich damit ni weiter beschäftigt!

Aber ich war auch am Überlegen, weil es ist auch ein Kostenfaktor und die Hufe werden durch das ewige Hin- und Hernageln auch nicht besser!
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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Teami am Sa Feb 16 2013, 22:27

Interessant ist, dass ich letztens mit einer Bekannten darüber gesprochen habe, die dazu etwas gelesen hat.Weites Untertreten ist sicher gut , das Pferd tritt unter den Schwerpunkt, wölbt den Rücken ect.pp. Aber im Normalfall fusst der Vorderhuf ab, bevor der Hinterhuf in den Ballen treten kann. Meine Bekannte hatte gelesen, dass, wenn es (häufiger) zum Ballentritt kommt, das Pferd nicht ganz taktrein geht. Das kann mal passieren, aber da es so gehäuft vorkommt und immer vorne links der Ballentritt auftaucht bzw. das Eisen abgetreten wird, sollte man vll überlegen, ob es eine Taktunreinheit ist und dieses Problem beheben.
Ich hoffe, du bist mir nicht böse, aber mir fiel eben genau zu dem Thema das Gespräch ein. Auf der anderen Seite ist es ja vll auch sinnvoll, nicht nur das Symptom zu bearbeiten, sondern den Auslöser. Trotzdem ist ein zusätzlicher Schutz gerade beim Reiten bei einem Pferd wie deines sicher nicht verkehrt.
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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Pensiero am Sa Feb 16 2013, 22:49

Nee, ich bin da nicht böse. Mir fällt da nur auf dass ich erwähnen sollte, dass das Eisen noch nie beim Reiten bzw. generell beim Arbeiten runter ging, sondern dass es dann "nur" klapperte und die Glocken zum Schutz dran waren.
Die Eisen gingen IMMER nur auf der Weide runter, weil er schon auch teils heftig spielt... Jungspund halt... Deshalb auch diese Aktion mit den Glocken auf der Weide. Sorry, hatte ich vorhin nicht erwähnt.

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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Twisterlein am So Feb 17 2013, 07:54

Sorry....ich muss mal was ganz blödes fragen.....du hast sehr deutlich gemacht, dass du die Eisen behalten willst. Leider kenne ich den Grund dafür nicht und frage daher: Wären Hufschuhe nicht doch eine Alternative? Tüte
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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Catana am So Feb 17 2013, 09:23

Twisterlein, Pensiero hat doch gesagt, sie möchte darüber nicht diskutieren.
Ich kann das nachvollziehen, weil wir hier auch genug Threads zum Thema "Wer Wie Was Hufbearbeitung" laufen haben und Diskussionen zum Thema "Eisen Ja-Nein" unsere Foren-Nation spalten. Das steht hier nicht zur Debatte und sollte dann auch so akzeptiert werden. Yes
Auf die Frage "Wie kann ich meine lila Wand am besten dekorieren?" antwortest du ja auch nicht mit "Wie wärs mit grün streichen!"
Oder? Zwinker
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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Baracuda am So Feb 17 2013, 09:35

Bei meiner Stute steht die Hinterhand falsch, sie ist zu steil. Das ist der Grund wieso sie sich ständig vorne rein latscht. Beim Reiten klappert es meist, doch wenn sie locker vorwärts geht verlieren wir hin und wieder auch mal ein Eisen. Ich vermute du verlierst immer das Linke, weil da das Horn durch das mehrfache nageln kaputt ist und das Eisen nicht mehr hält. Das ist bei mir sehr Schmied abhängig. Mein alter hat das immer wieder in die selben Löcher genagelt, da war das kein Problem, mein jetziger bekommt die Eisen gleich so gut drauf das nichts mehr abgeht. Auf der Alb hatte ich einen der hat durch ständig neue Löcher schlagen das Horn so zerstört das da echt gar nichts mehr ging....... Nur so als Denkanstoß....

Vil wäre ja so was hier etwas für dich. Habe das schon mal an einem Pferd gesehen. Eigene Erfahrung damit habe ich nicht

http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.pferdundreiter.at/shop/images/shop/product/2c66deb3cef93ab3ad1b7119d8aec55f.jpg&imgrefurl=http://www.pferdundreiter.at/Beinschutz/Hufschuhe-und-Ballenschutz/Ballenschutz-Carbon-Shield,10135001&h=600&w=445&sz=100&tbnid=Q6kvcJ5iE_ngQM:&tbnh=90&tbnw=67&prev=/search%3Fq%3Dballenschutz%2Bf%25C3%25BCr%2Bpferde%26tbm%3Disch%26tbo%3Du&zoom=1&q=ballenschutz+f%C3%BCr+pferde&usg=__Mannk7DpmUBEclCpwFNyaffRqsY=&docid=qTt0ZCZl-RYDLM&sa=X&ei=v5QgUYm-OIHVtAbDqoDQBA&ved=0CF4Q9QEwAw&dur=995
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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Joy am So Feb 17 2013, 09:36

@Catana:
Yes

@Pensiero:
Ich musste nach einem solchen Ballenschutz erst einmal googeln. Mir war gar nicht bewusst, dass es so etwas gibt Tüte

Filou hatte das Problem beim Weidegang früher auch.
Der Schmied kannte das Problem, bearbeitete die Eisen entsprechend und rundete sie zusätzlich ein wenig ab.


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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Nedserd am So Feb 17 2013, 10:04

Ich kenne das Problem bei meinem auch.
Beim traben im Gelände zum Beispiel hat er soviel Schub das er mit seinen Hinterbeinen außen an der Vorderbeinen vorbei treten muss. Also er hat mit der Zeit gelernt damit umzugehen Zwinker
Früher hat er sie sich auch abgetreten. Ich würde auch den Schmied bitten die Eisen hinten abzurunden bzw. kürzer zu machen. Klirren beim reiten ist bei uns nurnoch im Mitteltrab, oder eben im Gelände.
Mit dem Alter lernen die Pferde besser mit sich selber umzugehen.
Ursache bei meinem ist wie ich denke das er einfach zu kurz ist, denn er läuft sehr taktrein, nur er hat für seinen Schub gar nicht genügend Platz, langen Pferden könnte sowas nicht passieren Zwinker
Versuch den Ballenschutz und hoffe das er lernt damit umzugehen Yes
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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Pensiero am So Feb 17 2013, 11:36

Nun, der Hufschmied hat schon alles ausgeschöpft: Kürzere bzw. abgerundete bzw. sogar etwas nach oben gebogene Eisenenden. Er nagelte auch schon in die alten Löcher damit mehr Stabilität da ist. Von der Seite ist kaum mehr was zu machen und mein Schmied macht sich auch intensiv Gedanken, was er denn noch verbessern könnte, weil ihm das ja auch nicht recht ist. Deshalb berechnet er mir auch nie etwas wenn er zum Aufnageln kommt.

Beim Reiten ist es so wie Nedserd schrieb: Wenn er einen Wachstumsschub hat, dann tritt er auch außen an den Vorderbeinen vorbei. Aber beim Reiten hatten wir zwar Klirren, aber noch nie einen Verlust des Eisens. Es ist immer nur auf der Weide. (Deshalb auch keine Alternative durch Hufschuhe)

Hab mich noch mal super intensiv mit der Thematik beschäftigt: Ich hatte sehr gut sitzende und umschließende Hufglocken dran, mit Verdrehsicherung, eigentlich ist da ja alles ab der Fesselbeuge abwärts geschützt... Wie konnte das passieren?
Ich kann's mir nur so vorstellen, dass die Glocken nach oben gerutscht sind weil es geschneit hat und der Boden auf der Weide uneben war. Und dann etwas Blödelei dazu und schon passiert's.

An Ballenschutz hab ich ein paar verschiedene Modelle gefunden, aber irgendwie nicht das was ich möchte. Klar, es gibt diese Superdinger von Veredus - aber das ist momentan nicht drin. Ich hab irgendwo so einen Neopren-Überzug gesehen, weiß aber nicht mehr wo...

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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Funi am So Feb 17 2013, 13:47

Hm meinst du nicht, dass wenn er sich ganze Eisen abtritt Neopren dann nicht viel helfen wird?!

Also ich würde wenn, dann schon was stabileres kaufen. Bei Neopren denke ich, dass es nicht lange dauert und dann einreißt.

In der Gangpferdeszene wird viel mit Ballenschutz gearbeitet, Ich hab damit zwar keine persönlichen Erfahrungen, aber vom zugucken auf Tunieren kann ich sagen. dass es da schon enorme Unterschiede in der "Haltbarkeit am Huf" gibt.
Am häuftigsten fliegen die aus Gummi von den Hufen. Davon würde ich dir also auch eher abraten.

Ich befürchte, dass du nicht drum rum kommst auszuprobieren.

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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Pensiero am So Feb 17 2013, 14:16

Ich hab da so etwas wie einen Strupf aus Neopren gesehen. Ich hätte das dann drüber gezogen und dann noch Springglocken. Einfach als doppelte Absicherung. Aber ich weiß echt nicht mehr wo und wann ich das gesehen habe...

Ja, ich denke, ich muss da einfach ausprobieren... Und am Dienstag kommt der Schmied wieder, vielleicht hat der inzwischen noch eine Erleuchtung gehabt.

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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Funi am So Feb 17 2013, 14:27

war das evtl. auf der Seite hier klick das ist so das einzige was ich grade auf die Schnelle finde, aus Neopren.

in Kombi mit Glocken ist es natürlich geschützter, als nur der Ballenschutz.
Könnte funktionieren...ausprobieren Zwinker

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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Whitehorse am So Feb 17 2013, 18:48

Eine Bekannte von mir hatte ein ähnliches Problem. Abtritt der Eisen und daraus resultierend, dass der Ballen in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Ihr Schmied hat ihrem Pferd "halbe Eisen" drauf gemacht, welche hinten mit einer Art Plastik versehen sind. Dieses Plastikteil ist sozusagen die hintere Verlängerung des Eisen und klappt weg, wenn das Pferd mit dem Hinterhuf drauf tritt. Ich weiß leider nicht wie ich es erklären soll. Ich versuche auch mal ein Bild dazu zu finden.

Aber seitdem hat das Pferd die Eisen nicht mehr verloren. Und es kam auch zu keiner Verletzung mehr.
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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Whitehorse am So Feb 17 2013, 18:51

Halbes Hufeisen

Guck mal da, etwas weiter unten. Ist zwar nicht das gleiche, was meine Bekannte hat, sie hat keine Platte. Aber ähnlich. Bei ihr ist das Eisen zur Sohle hin offen. nur der Hintere Bereich ist zu

edit Fellnase: Man kann einen Beitrag 10 Minuten lang nach dem Posten editieren.
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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Pensiero am So Feb 17 2013, 20:02

@Whitehorse: Super, das ist ein toller Tipp! Werde ich meinen Hufschmied mal zu ausfragen. Nur bin ich mir noch nicht ganz sicher, wie denn der Ballen dabei geschützt ist? scratch Das Abtreten des Eisens ist klar (super Idee im Übrigen!) - aber der Ballenschutz ist noch nicht da... oder? Belehre mich eines Besseren!!! Yes

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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Whitehorse am Mo Feb 18 2013, 06:40

na, ja bei ihrem Pferd kamen der Verlust des Eisen und somit der Tritt in den Ballen auch immer auf der Wiese vor. Der Schmied erklärten, dass das Pferd sich auf das Eisen tritt und da dies ja nicht unbedingt sofort abgeht kommt dann die Verletzung am Ballen. Der Huf kann sozusagen nicht sofort vor dem anderen Huf "flüchten". Seitdem sie diesen Kombibeschlag hat, hat sie diese Probleme nicht mehr.

@ Fellnase, sorry, ich dachte nicht, dass ich so schnell ein Bild davon finden würde. ;-) Beim nächsten Mal achte ich drauf, versprochen.
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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von mohirah am Mo Feb 18 2013, 10:09

Da dein Pferd sich das Eisen nur auf der Weide runterzieht und immer am selben Huf, vermute ich, die Ursachen liegen zum einen im natürlichen Gleichgewicht des Pferdes (auf der Vorhand) und in der natürlichen Schiefe (rechts hohl?).

Was für Eisen hat denn dein Pferd? Es kann helfen, an den Vordereisen eine Zehenrichtung anzufeilen, damit er besser abrollen kann und mit dem Vorderhuf somit schneller weg kommt. Je nach dem, wie die Hufe aussehen, kann man das Eisen manchmal auch noch ein Stück nach hinten versetzt aufnageln und somit ein früheres Abrollen ermöglichen.

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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Pensiero am Di Feb 19 2013, 15:25

Hmmm, interessante Ansicht @mohirah. Aber rechts hohl würde bedeuten, dass er z. B. bei einer Hilfe mit dem rechten Schenkel schnell ausweicht, oder habe ich hier einen Denkfehler?
Er ist eher so, dass der rechte Schenkel intensiver eingesetzt werden muss als der linke, damit die Hilfen ankommen. Okay, je mehr er geritten wird desto weniger ist dieses "Problem" da. In den letzten Wochen wurde er leider nicht geritten aus Zeitmangel...

Mein Schmied machte das schon mit dem Eisen, damit er "schneller" weggkommt. Ich weiß nicht ob es was damit zu tun haben könnte: Aber beim Hufschmied selbst ist es auch der linke Vorderhuf, den er "schlecht" aufhebt. Also, ich nörgle hier auf hohem Niveau, weil er für sein Alter doch super-brav ist. Aber links vorne legt er sich teilweise sehr stark drauf oder er ist auf dem Bock vorne recht unruhig. Ich schrieb das bisher immer der Langeweile zu...

Mein Schmied wollte sich nun nochmal mit einem anderen Kollegen austauschen, ob der noch eine Möglichkeit sieht.

Ich lass den Kleinen jedenfalls ohne Hufglocken nirgends mehr hin!

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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von mohirah am Di Feb 19 2013, 16:54

Inwiefern sich die Schiefe beim Reiten auswirkt, kann ich dir nicht mit Sicherheit sagen. Denn da kommt ja dann auch noch die Händigkeit des Reiters dazu... Zwinker

Aber beim Hufschmied selbst ist es auch der linke Vorderhuf, den er "schlecht" aufhebt. Also, ich nörgle hier auf hohem Niveau, weil er für sein Alter doch super-brav ist. Aber links vorne legt er sich teilweise sehr stark drauf oder er ist auf dem Bock vorne recht unruhig. Ich schrieb das bisher immer der Langeweile zu...
Auch das dürfte mit der Schiefe zusammenhängen. Bei meinen Pferden kann ich jedenfalls auch beobachten, dass das Vorderbein auf der händigen Seite nicht so gern gegeben bzw. so lange gehalten werden kann, wie das auf der hohlen. Ist natürlich abhängig von der Gymnastizierung. Je besser ein Pferd gymnastiziert ist, desto weniger fällt das auf. Was machst du denn außer Reiten noch mit dem Kerlchen, um ihn zu gymnastizieren?

Und frag deinen Schmied mal nach NBS-Beschlag für vorne. Zwinker

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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von Pensiero am Do Feb 21 2013, 21:05

@mohira: Könntest Du mir bitte erklären was Du mit der "händigen Seite" meinst? Meinst Du das so wie verglich wir z. B. Links- oder Rechtshänder sind?

Momentan mach ich nichts mit dem Jüngling, bzw. allgemein mit beiden Pferde nichts, weil ich privat sehr eingespannt bin. Aber wenn es wieder so weit ist wird er ca. 3x die Woche geritten und 1-2x longiert. Täglicher Auslauf (Weide) ist über mindestens 6 Stunden im Winter gesichert.


Über den NBS-Beschlag hab ich mich kurz informiert und ich muss sagen, mein Hufschmied nennt es zwar nicht so, praktiziert aber ziemlich nach diesem Prinzip. Also was ich anhand der Bilder von der Seite
http://www.besw.de/pdf/Vortrag_Rau_NBS.pdf
sagen kann ist, dass mein Schmied auf diese Punkte achtet.

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Re: Ballentrittschutz

Beitrag von mohirah am Fr Feb 22 2013, 09:49

@Pensiero schrieb:@mohira: Könntest Du mir bitte erklären was Du mit der "händigen Seite" meinst? Meinst Du das so wie verglich wir z. B. Links- oder Rechtshänder sind?
Yes Auf der händigen Seite ist das Vorderbein stützstark. Wenn man es nun aufnehmen möchte, muss sich das Pferd auf dem schwächeren hohlseitigen Vorderbein abstützen. Das fällt natürlich schwerer als umgekehrt, und deswegen wird dieses Bein nicht so gern gegeben bzw. kann nicht so lange hochgehalten werden, einfach weil die Kraft fehlt.

Also du reitest und longierst. Handarbeit machst du bisher nicht? Zum Geraderichten am Boden (und natürlich auch unterm Sattel) ist Schulterherein nämlich einfach Gold wert. Da sich das Pferd unter dem Reiter aber doch anders ausbalancieren muss als ohne Reiter, ist es auf alle Fälle sinnvoll SH sowohl vom Boden als auch unterm Reiter zu erarbeiten.

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Re: Ballentrittschutz

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