Der Barhuf

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Re: Der Barhuf

Beitrag von blondie am Mo Feb 14 2011, 15:40

@Kira
ich weiß schon was du sagen willst... aber z. B. in dem Fall von dem Pferd was sich gar nicht bewegt hatte... da war doch was faul Suspect
Sowas gibt es eigentlich gar nicht... AUSSER der Huf wird falsch bearbeitet und absichtlich kurz und die Sohle dünn gehalten damit auch wieder beschlagen werden muss... (will ich nicht jeden unterstellen gibt es aber)

Unser WB hatte nachdem er die Eisen abgenommen bekam im Winter auf dem gefrohrenen Boden auch eine Huflederhautprellung, da sollte er eine Woche lang weich stehen (auf genügend Spähnen z.B.) danach war es gut, der bewegte sich keinen mm Rolling Eyes ... die Sohle war da einfach noch zu dünn.

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Re: Der Barhuf

Beitrag von fribi am Mo Feb 14 2011, 15:40

Richtig - die Hufbearbeitung ist natürlich auch sehr wichtig. Ich habe das Glück, eine wirklich kompetente Fachfrau gefunden zu haben. Sie sagte mir auch, dass ich möglicherweise immer Hufschuhe brauchen werde, weil eben der Boden, auf dem Nick läuft (Stall, Paddock, Halle, Koppel etc.) nicht so ist wie unsere Reitwege hier sind. Der Huf passt sich halt dem Boden an, auf dem er ständig läuft.

Dennoch haben sich die Hufe sehr gut entwickelt und ich bin zuversichtlich, dass sie sich noch ein Stück weit in die richtige Richtung verändern werden.

Und aus den vielen genannten Gründen glaube ich noch immer, dass die meisten Pferde ohne Eisen klarkommen würden Yes
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Re: Der Barhuf

Beitrag von amidar am Mo Feb 14 2011, 15:52

Dito!
Ich beobachte ja so gerne die Hufe meiner Stute, nun hat sie wieder ein bißchen mehr Hufgewölbe aufgebaut, nachdem eine Schicht altes Sohlenhorn sich gestern ablöste! Und das ist faszinierend, so gut wie kein Hufwandüberstand, aber trotzdem sehr tiefe Sohlenwölbung.
Bin ja gespoannt, wie es wird, wenn wir dann mal regelmäßig reiten, wie der Hornabrieb dann aussieht und ob wir Hufschuhe brauchen.
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Marlene am Mo Feb 14 2011, 16:46

Oje, da hab ich wohl einen wunden Punkt getroffen. Tüte
Ich stehe auf dem Standpunkt Pferde brauchen keinen Hufeisen; es werden heute ca 80% der Pferde beschlagen, überwiegend mit Eisen. Meines Erachtens benötigen 80% der Pferde KEINEN Beschlag, beim Rest kann man sich über Hufschutz verständigen.
Plakativ sage ich gern: Wir fliegen mit Kunststoffen zum Mond aber unseren Pferden schlagen wir immer noch Eisen unter die Hufe wie vor 2000 Jahren. Ich?
Aber ernst, natürlich ist jedes Pferd, jeder Huf in seiner Situation einzigartig, und ja es gibt überall gute und sehr gute Dienstleister.
Wenn ich Zahnschmerzen habe werde ich aber auch nicht zum Allgemeinmediziner gehen.
Wird auf Barhuf umgestellt, ist der von der Hitze des Eisen aufbrennens ausgetrockneter Huf spröder und durch fehlende Impulse an der Huflederhaut im Zusammenhang schlechterer Huf, so zu bearbeiten, daß der wiederkehrende Tastsinn des Organes Huf nicht zu einem schlechteren Laufverhalten führt. Es kann aber trotz aller Sorgfalt zu einem anfänglichen vorsichtigerem abfussen kommen. Wenn das Pferd über einen längeren Zeitraum schont, sind nach meinen Erfahrungswerten (11 Jahre Barhufpflege) andere Ursachen ausschlaggebend die unter dem Eisen (Schmerztabletteneffekt)nur verdeckt waren.
Zum Thema Eisen werde ich im März im Thema des Monats ausführlicher berichten. Wink
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Joy am Mo Feb 14 2011, 19:52

Es kommt matürlich auch auf die Nutzung des Pferdes an. Je nachdem was ich mit meinem Pferd mache, bin ich eben auf Eisen angewiesen.


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Re: Der Barhuf

Beitrag von fribi am Mo Feb 14 2011, 20:07

@Joy schrieb:Es kommt matürlich auch auf die Nutzung des Pferdes an. Je nachdem was ich mit meinem Pferd mache, bin ich eben auf Eisen angewiesen.
Auch das sehe ich inzwischen kritischer. Es hieß immer, ein Kutschpferd brauche Eisen - Punkt. Okay, ich spreche jetzt nicht für ein Pferd, das tagaus, tagein vor dem Wagen läuft. Aber für eine Ausfahrt hin und wieder reichen Hufschuhe völlig aus. Mein Fahrlehrer hat die Easyboot Glove bei Nick gesehen - und eines seiner Pferde auch von Eisen befreit und mit Hufschuhen bestückt Zwinker

Aber ich möchte jetzt den Barhuf nicht dogmatisch über alles andere stellen. Es ist nur so, dass ich inzwischen am eigenen Pferd sehe, wie ein Huf aussieht, der "lebt". Und bevor ich Nick jemals wieder ein Eisen auf die Hufe nageln lasse werde ich mit Sicherheit nach Schuhen für alle Hufe schauen, falls es nicht ohne Schutz gehen sollte.
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Joy am Mo Feb 14 2011, 20:10

Ich rede jetzt zum Beispiel von einem Reiningpferd. Denen wird kein Gefallen getan, wenn auf Eisen verzichtet wird.
Wobei einige zum Beispiel nur hinten beschlagen werden.


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Re: Der Barhuf

Beitrag von fribi am Mo Feb 14 2011, 20:14

Okay, das ist sicher was anderes, Joy. Da geht es ja sicher um diese Sliding-Stops - oder?
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Gast am Mo Feb 14 2011, 20:14

@aura:Na ja Umwelt kann man bei Hauspferden jetzt auch mal beiseite lassen, denn wir haben keine Wildpferde von früher im Stall. Pfeiff

also ich sage ganz ehrlich: Ich muss ein
Pferd nicht auf teufel komm raus Barhufer sein lassen, es muss eben stimmen, wenn nicht quäle ich mein Pferd nicht dann kommt eben was drauf, das halte ich so und das werde ich auch immer so handhaben.
Ich gehe von jedem einzelnen Pferd aus, meine Stute trägt Eisen mein Wallach nicht, aber deshalb bekommt meine Stute nicht die Eisen runter, dann geht nämlich nichts mehr! Zwinker


Zuletzt von Kira82 am Mo Feb 14 2011, 20:18 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Der Barhuf

Beitrag von fribi am Mo Feb 14 2011, 20:16

Kira, was meinst Du mit Umwelt?
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Re: Der Barhuf

Beitrag von rakete am Mo Feb 14 2011, 21:50

@Kira
Du meinst doch bestimmt Little Girl oder?
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Marlene am Mo Feb 14 2011, 22:11

@Kira82 schrieb:
also ich sage ganz ehrlich: Ich muss ein
Pferd nicht auf teufel komm raus Barhufer sein lassen, es muss eben stimmen, wenn nicht quäle ich mein Pferd nicht dann kommt eben was drauf, das halte ich so und das werde ich auch immer so handhaben.
Ich gehe von jedem einzelnen Pferd aus, meine Stute trägt Eisen mein Wallach nicht, aber deshalb bekommt meine Stute nicht die Eisen runter, dann geht nämlich nichts mehr! Zwinker

Vorausschickend möchte ich erklären das ich kein militanter Barhufverfechter bin.
Ich frage mich nur immer, ist hier ein Beschlag notwendig und wenn ja, welcher Hufschutz ist für Pferd, Nutzung und Besitzer am besten geeignet.
Wir haben heute wesentlich modernere Werkstoffe als Eisen.
Leider werden diese weniger verwendet, weil Schmiede aus dem Metallhandwerk kommen und häufig (nicht immer) nicht mit anderen Werkstoffen arbeiten können oder wollen. No
Der Eisenbeschlag war eine logische Entwicklung resultierend aus der Nutzung und der technischen Möglichkeiten vor 2000-3000 Jahren. Es war eine rein militärische Erfindung um Pferde auf unebenen Böden möglichst lange marschieren zu lassen.
Welches Pferd geht heute noch mehrere Wochen lang pro Tag 50-70km???
(Meine in den Sommerferien 2-4 Wochen, maximal 6; Wochenleistung 6x50km=300km/Woche vz)
Selbst Asphalt ist heute eben und elastisch und nicht mit der Situation von damals zu vergleichen.
Wenn ich Kutschpferde an Steigungen rutschen sehe, auf Kopfsteinpflaster ausgleiten sehe und beschlagenen Pferde auf Schnee und Eis oder Matsch stürzen sehe; frage ich mich, ob der Hufschutz nicht größere Risiken birgt, die mit anderen Mitteln oder Barhuf zu vermeiden wären.
Dazu kommen noch die Probleme des Erhöhten Abriebes der Trachten auf Eisen, der erhöhte Arthrosefaktor durch den Klirrfaktor von Eisenbeschlag, die Überdehnung der Gelenkspalten durch Gewicht und Fliehkraft und der Eintrag von Kältebrücken in den Kapillarbereich der Lederhäute.
Wenn ich hier eine Nutzen-Risiko-Analyse mache, komme ich zu dem Schluß, daß bei Eisenbeschlägen die Risiken zu hoch sind, um ihn zu rechtfertigen.
Wie gesagt, ich gehe von mir aus.
Doch sehe ich bei meinen 14 Reitpferden keine bessere Alternative und meine aushäusigen Kunden sind ebenso glücklich diese Entscheidung getroffen zu haben.
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Re: Der Barhuf

Beitrag von amidar am Di Feb 15 2011, 08:36

Hier sind zwei anschauliche Videos, auf denen man sehr gut sehen kann, was Beschlag bei jedem Schritt ausmacht.
Beschlagen
http://www.youtube.com/watch?v=fql-xsofeg0&feature=related
Barhuf
http://www.youtube.com/watch?v=_6yLEdr2EOM&feature=related
Ich empfinde es eher als Quälerei, das Pferd jahrelang mit Eisen gehen zu lassen, inkl. der ganzen Beschädigungen, die daraus entstehen, als vielleicht ein Jahr Umstellung mit fühligem Laufen ( welches ja sehr gut mit passenden Hufschuhen beseitigt werden könnte!).
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Gast am Di Feb 15 2011, 09:37

Also ich denke das ich meinen Schmieden sehr vertrauen kann!
Sie sind ja reel am Pferd und Sie üben den Beruf nicht erst seit 10 Jahren aus. Außerdem bin ich ein Mensch der nicht nur einen Hufpfleger hat sondern 2, diese arbeiten mit meiner Physio und meinem TA zusammen, ich denke die Kompetens der Leute sollte man nicht hinter den Scheffel stellen.
Es gibt auch nicht nur schwarz oder weiß, meine Pferde haben für sich genau das was Sie brauchen. Ich finde es halt immer nur schade das grade bei dem Thema Hufe so ein engstirniges Denken herrscht, wie bei jedem anderen Pferd ist nicht jedes Gleich, ob Hufe oder sonstiges!

@Kete: Ja meine Lilly, aber nicht nur, Sie ist ja nicht das einzige Pferd auf der Welt welche Eisen brauch, kennst dich da ja aus Kete! Zwinker

@amidar: also lässt du dann dein Pferd lieber einschläfern als was zu tun wenn es nicht anders geht?

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Re: Der Barhuf

Beitrag von fribi am Di Feb 15 2011, 09:40

Mir geht es inzwischen auch so, dass ich einen Huf, der auf Eisen "gezwängt" wird, als schlimm empfinde. Aber ich muss gestehen, dass ich mir da früher gar keine Gedanken gemacht hatte. Die Pferde wurden allgemein beschlagen, die Hufschmiede sagten, die Pferde bräuchten Eisen. Punkt.

Wie gut, dass ich es heute besser weiß und mein Pferd mit "lebendigen" Hufen durch's Leben laufen lassen kann.

Letztlich muss natürlich jeder Pferdebesitzer selbst entscheiden, ob er sein Pferd beschlagen lässt. Ich möchte da auch niemanden verurteilen, der nicht meiner Meinung ist.


Zuletzt von fribi am Di Feb 15 2011, 10:42 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Der Barhuf

Beitrag von blondie am Di Feb 15 2011, 10:39

@Kira
ich denke nicht dass das jetzt auf Little gemünzt ist Zwinker da ist es ja wieder eine andere Sache sie braucht den Beschlag Gesundheitsbedingt... (lassen wir den Aspekt mal ausser acht und reden rein über normale gesunde Hufe Yes)

Meinen hatte ich ja wegen eines Hornrisses auch 4 Beschlagsperioden vornen Eisen verpasst weil ich Angst hatte dass daraus ein Spalt werden könnte und man nicht sicher war von wo der Riss her rührt (Belastung von unten oder von oben heraus).

Er lief richtig "kacke" mit den Eisen... schlappte und schlurfte vornen rum No wenn es nicht muss dann nicht, suche ja auch noch nach passenden Hufschuhen Pfeiff warte noch immer auf die Renegad 3

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Re: Der Barhuf

Beitrag von Gast am Di Feb 15 2011, 10:46

@blondie: Hast du dich von deinem Hufpfleger beraten lassen wegen den Renegades? Denn die passen nicht auf jede Hufform, wollte diese auch mal für Antrax, aber der macht keinerlei Probleme egal bei welchen Bodenbeschaffenheiten. Mein Hufpfleger meinte mein Pferd (also die Hufe) kämen für Renegades nicht in Frage. Fand die nämlich auch am besten!

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Re: Der Barhuf

Beitrag von Gast am Di Feb 15 2011, 11:08

@Kira82 schrieb:@blondie: Hast du dich von deinem Hufpfleger beraten lassen wegen den Renegades? Denn die passen nicht auf jede Hufform,
Stimmt, die Renegades wurden speziell für Hufe mit niedrigen Trachten entwickelt. Steht übrigens auch auf der Renegade HP. Zwinker

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Re: Der Barhuf

Beitrag von blondie am Di Feb 15 2011, 11:15

OT
Japp... hab mit meinen Hufpfleger ja schon etliche versucht, die Glove´s passten gar nicht die Easy flogen meterweit Schulterzuck meiner hat extrem niedriege Trachten und passt von der länge her nicht in die größten Renegades bis jetzt ... aber Hufschuhe sind ein anderes Thema Zwinker OT OFF

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Re: Der Barhuf

Beitrag von amidar am Di Feb 15 2011, 13:15

@Kira82 schrieb:
@amidar: also lässt du dann dein Pferd lieber einschläfern als was zu tun wenn es nicht anders geht?
Mit dem Wissen, was ich heute habe, sehe ich keinen Grund, mein Pony bei Hufproblemen beschlagen zu lassen.
Da gibts so viele Möglichkeiten.
Klar, man muss voll und ganz dahinterstehen, das Pferd dann auch nicht mehr so "nutzen" zu können, wie es evtl. noch mit Krücken ginge. Man muss mitarbeiten am Huf, regelmäßig für Bewegung auf passendem Untergrund sorgen, Haltungsbedingungen optimieren, einen guten Barhufpfleger finden.
Unter den Bedingungen glaube ich fest daran, dass Barhuflaufen bei fast allen Pferden möglich wäre.
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Marlene am Di Feb 15 2011, 19:27

@ fribi
Vielen Dank für Deinen Beitrag. Happy
Der Satz
-Wie gut, dass ich es heute besser weiß und mein Pferd mit "lebendigen" Hufen durch's Leben laufen lassen kann.-
hat mir sehr gut gefallen.
Den Begriff "lebendige Hufe" werde ich wohl auch in meinen Sprachgebrauch übernehmen. Zwinker
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Re: Der Barhuf

Beitrag von cymberlie am Di Feb 15 2011, 19:56

Hallo,
mein Dicker wurde Jahrelang über die Sommermonate ganz beschlagen, nachdem er in einem Jahr nach einem 3tägigen Ritt ohne Eisen eine Huflederhautentzündung hatte (wahr wohl grenzwertig im Übergang zur Rehe).
In den letzten beiden Jahren habe ich ihn nur vorne Beschlagen lassen und über die Sommermonate von Mai - Oktober!

Letzten Sommer aufgrund seines "kaputten" Knies, sind vorne die Eisen Mitte August abgekommen. Jetzt dürfte ich wieder anfangen, die Hinterhufe haben letztes Jahr unter der Schonhaltung ziemlich gelitten, auf Anraten meiner Osteo soll ich ihn dieses Jahr rund um beschlagen lassen, sobald ich mit ihm Anfange zu Arbeiten.
Letzte Woche Dienstag war ich (verbotener Weise) mit ihm eine gute 3/4 Stunde ausreiten, auf überwiegend weichen Wegen, hin und wieder mal eine Straße überquert. Der Herr ist super gelaufen, aus einem geplanten Schrittausritt wurde ein Ritt in allen 3 Gangarten Ups . Seit Freitag hatte er wieder Mal ein Hufgeschwür Rolling Eyes .
Vor 1,5 Wochen war unser Hufschmied da und wir hatten noch die Rede das der Herr mehrere dunkle Stellen an der weißen Linie hat und die sich in den Huf hochziehen -> Anfälligkeit für Hufgeschwüre.
Jetzt weiß ich nicht was ich machen soll. Was würdet ihr tun?
Hufschuhe hab ich für vorne die Dallmar Clogs, die fliegen aber im Trab und Galopp. Überlegung war neue Hufschuhe für Rund um zu kaufen, aber ist dann die Gefahr der Hufgeschwüre gabannt? Über das letzte halbe Jahr stand er ja nur auf der Koppel und hat jetzt trotzdem wieder eins.
Liebe Grüße

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Re: Der Barhuf

Beitrag von azgirl am Di Feb 15 2011, 20:24

@Marlene schrieb: Ich habe daraufhin die Hufbearbeitung so umgestellt, daß Splitt und kleine Schottersteine dem Tragrand keine größeren Schäden mehr zufügen.Yes



Darf ich mal fragen was du da machst ??


Kurze Erklaerung:
Ich hab 2 QH.
(Stute wird nun wieder vorne beschlagen , sie hat sehr flache Hufe mit duenner Sohle).
Mein Wallach ist noch auf allen 4 ren barhuf. Schmied sagte wenn ich mal anfange mit ihm regelmaessig draussen in der Pampa zu reiten wird er auch Eisen brauchen, zumindest vorne.

Unser Terrain draussen : Zement harter Vulkan Boden, ueberall sehr scharfe Steine in allen Groessen, Sandige Strassen , keine geteerte Strassen , Felsenboden, tiefe Sandstellen, tiefe sandige ausgetrocknete Flussbette .
Die Steine sind ueberall !!!
Hufschuhe kannst du hier nach etwa 6 Monaten wegwerfen und dir neue kaufen . Ziehmlich $$$$ auf die Dauer.
Ausserdem kommt da auch meistens der Sand mit rein, wenn man durch tiefen Sand stapfen muss.

Mein Hufschmied kommt alle 6 Wochen zum Wallach ausschneiden ( Stute beschlagen ) .
Nehm ich den Wallach auch nur mal fuer eine Std. raus zum spazieren gehen and der Hand sind seine Hufe sofort wieder gechipped und ausgebrochen . Er hat sehr harte Hufe !!!!!

Also wenn ich den dann mal zum Reiten rausnehme, hier reitet man viele Std. sonnst kommst du ja nirgends hin , dann sehen seine Hufe ja noch schlimmer aus.

Wegen mangelndem Training geht der Wallach noch nicht zum reiten raus.
Beschlagen wird er nun auch noch nicht wegen Schmiede-phobia.

Also ich raspel zwischendurch mal nach, werden abgerundet, wegen den Chips vom spazieren gehen , mich wurede aber mal interessieren welche Hufbearbeitung du dafuer machst.

Wenn du bei meinem Geschriebenen noch durchblickst.... rotwerd




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Re: Der Barhuf

Beitrag von blondie am Di Feb 15 2011, 21:13

@cymberlie
hm hatte er denn Hufgeschwüre auch schon ohne Eisen?

@Azi
da bin ich auch mal gespannt Yes
Ich glaube aber euer Terrain ist wirklich "schweres Gelände" was den Hufen der Pferde schon sehr zusetzt... gibt es bei Euch Barhufer die regelmäßig in der Pampa laufen?

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Re: Der Barhuf

Beitrag von cymberlie am Di Feb 15 2011, 21:35

@blondie schrieb:@cymberlie
hm hatte er denn Hufgeschwüre auch schon ohne Eisen?

Hi,
ja... Elto war bis 6jährig ganz Barhufer. Während der Ausbildung (4jährig) gab es Phasen da hatte er alle paar Wochen ein Hufgeschwür, wechselnd auf allen vier Hufen. Sobald es aufgeschnitten wurde, war er lahmfrei.
Dann gabs eine Zeit da hatte er 3 - 4 Hufgeschwüre im Jahr, meistens gingen sie am Kronrand auf auch wenn sie ein oder zwei Tage vorher unten aufgeschnitten wurden und der Eiter unten raus lief!
Bis letztes Frühjahr hatte er seit dem er Beschlagen war (soweit ich es noch weiß) kein Hufgeschwür mehr! Letztes Jahr hatte er 2 Hufgeschwüre, wobei ich das im Sommer auf eine Überbelastung wegen der Kniesache schiebe.
Dieses Jahr ist er schon das 2.Mal lahm wegen nem Hufgeschwür, wobei ich glaube das das Alte einfach noch nicht ausgeheilt war oder nicht ganz eröffnet wurde, ist am selben Huf an der selben Stelle wieder.

Liebe Grüße

cymberlie

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Re: Der Barhuf

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