Der Barhuf

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Re: Der Barhuf

Beitrag von blondie am Di Feb 15 2011, 21:50

hm ok dann scheidet die Therorie mit den Hufnägeln aus...

vielleicht weiß Marlene hier ja Rat?

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Re: Der Barhuf

Beitrag von cymberlie am Di Feb 15 2011, 21:57

blondie schrieb:hm ok dann scheidet die Therorie mit den Hufnägeln aus...

vielleicht weiß Marlene hier ja Rat?


Ich hoffe auf Rat Zwinker. In den letzten Jahren haben wir, Hufschmied und ich, ziemlich auf die Hufstellung geachtet und einiges getan, gerade in der Zeit in der er Barhuf war.
Hufnagellöcher sieht man im Moment nicht, der Huf ist gut runter gewachsen.
Liebe Grüße

cymberlie

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Re: Der Barhuf

Beitrag von Marlene am Di Feb 15 2011, 23:22

@ Azgirl
Ich habe die Sohle so bearbeitet, daß der Tragrand 4-5mm Überstand hat, damit Splitt in Korngrößen bis 7mm nicht mehr in die Blättchenschicht (von Schmieden auch weiße Linie genannt, korrekt aber Zona alba also weiße Zone heißt) eindringen kann und diese aufweitet und zermörsert.

@ cymberlie
Du hast geschrieben: ...aufgrund seines "kaputten" Knies, sind vorne die Eisen Mitte August ...
Ich gehe davon aus Du sprichst vom Karpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk). Verwirrt bin

Zum Verständnis: Hufgeschwüre sind durch Kleinstverletzungen von Bakterien mazerierte Teile im toten Hornanteil des Hufes. Die Mazeration ist ein Verflüßigung des Hornes, die als schwarzes, übelrichendes Sekret beim anschneiden ausläuft. Durch die Verflüßigung entsteht ein Druck im Gewebe das zu Lahmheit führen kann. Wird das Hufgeschwür angeschnitten ist der Druck weg und meist auch die Lahmheit. Bei einem Hufgeschwür sind keine durchbluteten Gewebeteile betroffen. Es muß daher nicht unbedingt schmerzhaft sein.
Bei einem Abszess entsteht Eiter, ein Wundsekret das durch das Absterben von weißen Blutkörperchen entsteht, hierbei sind durchblutete Gewebeteile betroffen. Ddurch sind Abszesse immer schmerzhaft.

Eintrittspforten für Hufgeschwür auslösende Fusobakterien können schon Risse in der Sohle sein, die durch ungünstige Druckverhältnisse entstehen. z.B. nicht plan ausgearbeitetes Sohlengewölbe.
Wenn in der Blättchenschicht (von Dir weiße Linie genannt??) schwarze Stellen auftauchen, zeugt das von Aufreißungen dieses Gewebes durch ungesunde Zugkräfte und hebelnden Hornwandanteilen.

Um eine korrekte Diagnose stellen zu können benötige ich Bildmaterial, daß den Huf von vorn und der Seite bodenparallel im Winkel von 90° und die Sohle zeigen. Wink
Ich hoffe Du kannst damit was anfangen. Schulterzuck

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Re: Der Barhuf

Beitrag von rakete am Mi Feb 16 2011, 07:49

@Marlene
Wärst du mal so nett und könntest,falls es das gibt,ein Bild von perfekten gearbeiteten Hufen (von vorne,unten und der Seite) hier einstellen?
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Re: Der Barhuf

Beitrag von fribi am Mi Feb 16 2011, 08:03

Vielleicht sollten wir einen Extra-Thread aufmachen, wo man Huf-Fotos vom eigenen Pferd einstellen kann - und die dann entsprechend beurteilt werden können.

@ Marlene
Würdest Du da mitmachen, was die Beurteilung anbelangt? *lieb guck*
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Gast am Mi Feb 16 2011, 10:08

Marlene schrieb:Ich habe die Sohle so bearbeitet, daß der Tragrand 4-5mm Überstand hat
Und der Überstand hat gehalten, sich also nicht abgenutzt? Interessant!

Ob diese Strategie funktioniert, hängt aber wohl immer von der jeweiligen Hufform ab. Bei meinem Pferd wäre der Tragrand damit schon zu lang, die Wände würden weghebeln, damit die Blättchenschicht auseinanderziehen und Steinchen freien Eintritt gewähren.

Bei meinem Pferd hat es geholfen, den Tragrand kurz zu halten (nur 1-2 mm Überstand) sowie regelmäßiges Berunden. Dadurch wird die Blättchenschicht nicht mehr auseinandergezerrt und sie hat die Idealmaße von 2-3 mm Breite. Steinchen tritt sich mein Pferd seitdem nicht mehr ein.

fribi schrieb:Vielleicht sollten wir einen Extra-Thread aufmachen, wo man Huf-Fotos vom eigenen Pferd einstellen kann - und die dann entsprechend beurteilt werden können.
Tolle Idee, fribi!

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Re: Der Barhuf

Beitrag von blondie am Mi Feb 16 2011, 11:02

Fände ich auch eine super Idee Yes

hm also meiner tritt sich immer noch Steinchen in die Blättchenschicht, was auch tierisch nervt und JA ich fummel die raus weil wir vor 2 Jahren ein wanderndes Steinchen nach oben hatten...


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Re: Der Barhuf

Beitrag von Marlene am Mi Feb 16 2011, 11:04

@ fribi
Natürlich *gebauchpinsel fühl*

@ rakete
den perfekten Huf gibt es eigentlich nicht, es gibt aber funktionale Hufe die auch dementsprechend bearbeitet sind.
Ich schau mal in meinem Archiv. *kruschtel*
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Marlene am Mi Feb 16 2011, 11:13

@ Aura
Den Überstand herzustellen ist auch nur ein Teil der Bearbeitung,es ist jwichtig die Belastung auf den gesamten Tragrand zu bringen.
Deshalb ist eine Hufbefundung für jeden einzelnen Huf durchzuführen scratch; was bei dem einen hilft kann beim nächsten schon nicht mehr funktionieren.
Bei meinem Vollblüter kam erschwerend eine leichte Bockhufigkeit und eine Belastung auf der medialen Hufwand hinzu.
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Re: Der Barhuf

Beitrag von cymberlie am Mi Feb 16 2011, 19:12

Hallo,
Marlene schrieb:@ cymberlie
Du hast geschrieben: ...aufgrund seines "kaputten" Knies, sind vorne die Eisen Mitte August ...
Ich gehe davon aus Du sprichst vom Karpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk). Verwirrt bin
Sorry, das ich verwirrend geschrieben habe. Mein Dicker wurde getreten gegens Knie, darauf hin habe ich beim darauf folgenden Schmiedtermin die Eisen vorne runter nehmen lassen, weil wenn ich nicht reite (überlängeren Zeitraum) und die Bodenverhältnisse es zu lassen, steht er Barhuf.
Marlene schrieb: Zum Verständnis: Hufgeschwüre sind durch Kleinstverletzungen von Bakterien mazerierte Teile im toten Hornanteil des Hufes. Die Mazeration ist ein Verflüßigung des Hornes, die als schwarzes, übelrichendes Sekret beim anschneiden ausläuft. Durch die Verflüßigung entsteht ein Druck im Gewebe das zu Lahmheit führen kann. Wird das Hufgeschwür angeschnitten ist der Druck weg und meist auch die Lahmheit. Bei einem Hufgeschwür sind keine durchbluteten Gewebeteile betroffen. Es muß daher nicht unbedingt schmerzhaft sein.
Bei einem Abszess entsteht Eiter, ein Wundsekret das durch das Absterben von weißen Blutkörperchen entsteht, hierbei sind durchblutete Gewebeteile betroffen. Ddurch sind Abszesse immer schmerzhaft.
Eintrittspforten für Hufgeschwür auslösende Fusobakterien können schon Risse in der Sohle sein, die durch ungünstige Druckverhältnisse entstehen. z.B. nicht plan ausgearbeitetes Sohlengewölbe.
Wenn in der Blättchenschicht (von Dir weiße Linie genannt??) schwarze Stellen auftauchen, zeugt das von Aufreißungen dieses Gewebes durch ungesunde Zugkräfte und hebelnden Hornwandanteilen.
Gute Erklärung, danke. Für mich war alles was im Huf Schmerzen verursacht und aufgeschnitten werden kann ein Hufgeschür. Glaube mein Dicker hatte dann schon beides. Weil das was am Kronrand aufgeht (mit Eiter und stinkend) sind dann Abzesse?! Das was der Hufschmied beim normalen Termin in der Sohle wegschneidet dann Geschwüre, meistens relativ kleine Stellen die ein wenig nässen, obs dunkel ist kann ich gar nicht so direkt sagen.
Mit weißer Linie meine ich das wie man es früher mal so gelernt hat, hab jetzt grad nach einem Bild gegoogelt:
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Quelle: http://www.franz-horn.de/pferdehufe.html
Marlene schrieb:Um eine korrekte Diagnose stellen zu können benötige ich Bildmaterial, daß den Huf von vorn und der Seite bodenparallel im Winkel von 90° und die Sohle zeigen. Wink
Ich hoffe Du kannst damit was anfangen. Schulterzuck
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LG Marlene
Darauf komme ich gerne zurück, muss aber erst Bilder machen, schaffe ich leider nicht vor Freitag oder Samstag da ich mein Tier über die Woche nur im dunklen sehe!
Ich hab seit Jahren den selben Schmied, der auch nahe mit meiner Osteo zusammen arbeitet, aber eine 3. Meinung kann ja nie verkehrt sein, das er nicht die besten Hufe hat weiß ich, aber soweit ich das beurteilen kann geben wir unser bestes. Vllt. finde ich noch Bilder von dem Huf vor 4 Jahren (kurz nach der Huflederhautentzündung) da muss ich aber erst suchen gehen.
Liebe Grüße

cymberlie

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Re: Der Barhuf

Beitrag von Marlene am Mi Feb 16 2011, 20:31

Hi Cymberlie,
schön wenn ich Dir das verständlich rübergebracht habe.
Auch ein Geschwür kann am Kronrand aufbrechen; gerade wenn sich, wie Du schreibst, von der Sohle durch die Blättchenschicht entlang der Hornröhrchen Geschwüre nach oben arbeiten. Eiter ist gelblich, milchig; mazeriertes Horn ist schwarz, beides riecht unangenehm.

Zu meinem Verständnis:
Dein Pferd wurde hinten ans Knie getreten und Du hast darauf vorn die Eisen abnehmen lassen??? Verwirrt bin
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Re: Der Barhuf

Beitrag von cymberlie am Mi Feb 16 2011, 20:48

Marlene schrieb:Hi Cymberlie,
schön wenn ich Dir das verständlich rübergebracht habe.
Auch ein Geschwür kann am Kronrand aufbrechen; gerade wenn sich, wie Du schreibst, von der Sohle durch die Blättchenschicht entlang der Hornröhrchen Geschwüre nach oben arbeiten. Eiter ist gelblich, milchig; mazeriertes Horn ist schwarz, beides riecht unangenehm.

Zu meinem Verständnis:
Dein Pferd wurde hinten ans Knie getreten und Du hast darauf vorn die Eisen abnehmen lassen??? Verwirrt bin

Hallo,
als das was am Kronrand bis jetzt raus kam war immer gelblich eitrig. Unten sowohl als auch. Wobei Elto auch schon mal einen Tag lahm ging, dann wieder klar und ein paar Tage später wieder nur auf 3 Beinen stand, also es wechselnd war von Tag zu Tag, dann es aber trotzdem eitrig war beim Aufschneiden.
Ja, mein Tier wurde gegen die Kniescheibe getreten, die Osteo hat nach ihm geguckt und da sie mir von Anfang an sagte das es eine langwierige Geschichte wird, habe ich die Winterpause eingeleutet und die Eisen abmachen lassen. Über Winter steht er immer ohne Eisen da, die letzten beiden Sommer war er nur vorne Beschlagen, der jetzige Abzess (ist gelblich am Kronrand aufgegangen) ist aber hinten, hatte dann gar nicht mit vorne dem Beschlag zu tun.
Liebe Grüße

cymberlie

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Re: Der Barhuf

Beitrag von amidar am Do Feb 17 2011, 12:00

@ Azi: Das wäre für mich das Wunschgelände, ich versuche immer steinige, harte Strecken zum Spazierengehen zu laufen. Haben wir aber leider nicht.
Stehen deine Beiden auf so einem Untergrund? Das wäre wichtig, denn die Hufe passen sich dem Untergrund an, auf dem sie vorwiegend laufen müssen. Dementsprechend wachsen sie schneller und härter nach.
Und ich achte darauf, möglichst keinen Hufwandüberstand an den Hufen zu haben, seit ca. 6 Monaten habe ich keinen einzigen Stein mehr in der weißen Linie gehabt.
Übrigens ist die Bezeichnung Tragrand irreführend, es gibt diese Bezeichnung nur im Deutschen. Es ist eine Hufwand, die den Huf von außen stabilisiert und die ist nicht alleine fürs Tragen zuständig.
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Marlene am Fr Feb 18 2011, 21:51

@ amidar
Der Tragrand ist der unterste (soleare) Rand der Hufwände, die die auftretenden Kräfte auf den Boden weitergeben. Uns HO ist es daher wichtig den Huf so zu gestalten, daß diese Kräfte gleichmäßig über den Tragrand vom Huf aufgenommen werden, so daß sie nicht einseitig oder entgegengesetzt wirken, und damit den Huf schädigen.
Wenn die Sohle nicht vom Tragrand abgesetzt wird, können sich auf harten Untergründen Steinchen mit der Korngröße unter 1mm , in die weichen Zonen der Sohle eingraben.
Dies ist vorallem die Blättchenschicht.
Wenn dies bei Dir nicht geschieht sind entweder die Wege weicher als diese Teile des Hufes Deines Pferdes oder die Wege sind nicht mit solch scharfem Splitt versehen.

Übrigens gibt es im englischen die Bezeichnung exterior hoof wall was im Deutschen mit dem Wort Tragrand genau das meint. Äusserster Rand der Hufwand. Zwinker LG Marlene
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Re: Der Barhuf

Beitrag von amidar am So Feb 20 2011, 22:11

Ja, äußerster Rand der Hufwand, aber nicht "Tragrand". Die äußerste Schicht ist eben nicht alleine zum Tragen des Pferdes da. Das ist doch auch logisch, sie nutzt sich ja viel zu schnell ab, wenn das Pferd auf härterem Untergrund gehen muss.
Mein Pony geht auf vielen Untergründen Asphalt, Pflaster, Sand, Weide, Schotter, kartoffelgroße Lavasteine usw.
Als sie noch nach Biernat bearbeitet wurde, war sie sehr fühlig auf den schwierigen Untergründen. Die Hufe sahen sehr schön nach den Bearbeitungen aus, aber z. B. die Verbiegungen wurden nicht besser und die Trachten wurden auch zu lang.
Und es lag bestimmt nicht an der Huforthopädin, andere Leute fühlen sich bei ihr sehr gut aufgehoben. Für mich lag die Ursache eben in der seltsamen Bearbeitung nach Biernat.
Seitdem ich konsequent nach NHC bearbeite und bearbeiten ließ, ist die Fühligkeit so gut wie weg. Das bestätigt mich darin, dass man die Sohle und den Strahl in Ruhe lassen muss und die Hufwand schön kurz u. a. mit der Mustang Roll halten sollte.
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Marlene am So Feb 20 2011, 22:46

Schön für Dein Pony. Lächeln
Das HO´s von Biernat etwas viel Sohle ausschneiden ist mir bekannt.
Es sollte generell nur soviel bearbeitet werden wie nötig und so wenig wie möglich, da hast Du Recht. Das die Verbiegung und die Bearbeitung der Trachten nicht in den Griff bekommen worden ist, ist schlecht.
Wo geritten wird, wird der Strahl geknetet und bewegt und es kann und kommt zu Einrissen die bearbeitet werden müssen, sonst drohen Hufgeschwüre und Fäulnis, durch ganz normale Abbauprozesse der Natur.
( "Anschluß ans gesunde Gewebe schaffen" Lehrsatz eines Pferdetierarztes.) Den Strahl in Ruhe zulassen würde bedeuten ihn gar nicht zu bearbeiten, oder lege ich Deine Wortwahl da zu kleinlich aus??
Welche anderen Funktionen hat der äußerste Rand der Hufwand (Tragrand) zusätzlich zur Übertragung der Kräfte auf den Boden??
Dieser Rand ist immer da solange eine Hufwand vorhanden ist, nur der Überstand kann dann abgebaut sein.
Meine 17 Reitpferde laufen mit meiner Bearbeitung auch nicht fühlig über alle Böden und gehen mehr als die meisten Privatpferde. Auch wenn ich zugebe keine Geröllhalden zu begehen. Du siehst es gibt viele Wege die nach Rom führen. Wichtig ist das man sie gesunden Hufes begeht. Wink
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Re: Der Barhuf

Beitrag von amidar am So Feb 20 2011, 23:03

Mit den Strahl in Ruhe lassen meine ich das schicke "in Form schnitzen".
Hm, Einrisse habe ich noch nicht bemerkt, werde ich mal beobachten ( ist aber schwierig bei dunklen Hufen). Denke aber, das kann man vernachlässigen, wenn man eine bestimmte Dicke/ Verdichtung des Strahles erreicht hat und die Haltungsbedingungen stimmen.
Marlene schrieb:Welche anderen Funktionen hat der äußerste Rand der Hufwand (Tragrand) zusätzlich zur Übertragung der Kräfte auf den Boden??
Sehe ich hauptsächlich in dem Zusammenhalten des Hufes.
Joa, und deinem letztem Satz kann ich mich nur anschließen!
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Re: Der Barhuf

Beitrag von fribi am Mo Feb 21 2011, 08:15

Meine HP arbeitet nach NHC. Sie geht häufig auf Fortbildungsveranstaltungen. Dabei hat sie auch gelernt, dass ein HP der gleichen Fachrichtung z.B. in Norddeutschland die Hufe ganz anders bearbeiten wird, als bei uns im Süden. Weil eben die Bodenverhältnisse völlig anders sind.

Das gehört für mich auch zu einem guten HP, dass er nicht stur nach einer Methode arbeitet sondern diese Methode nach den örtlichen Gegebenheiten anpasst.
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Joy am Mi März 09 2011, 11:43

Letzte Woche sind Joy´s und Filou´s Hufe bearbeitet worden.
Für Filou werde ich im Sommer wohl Hufschuhe kaufen. Zusätzlich ist gezeigt worden was ich jede Woche mit den Vorderhufen des Dicken machen muss, da seine Vorderhufe nicht unproblematisch sind.

Joy wird nächste Woche erstmal wieder Eisen bekommen. Dennoch habe ich das Thema barhuf bei ihr noch nicht komplett abgehakt und wir werden einen neuen Versuch starten, wenn sich die Hinterfüße erholt haben. Diesmal mit kompetenterer Hilfe.

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Re: Der Barhuf

Beitrag von fribi am Mi März 09 2011, 12:16

Joy schrieb:Diesmal mit kompetenterer Hilfe.
Ich denke, dies ist das A und O jeder Hufbearbeitung. Da kann man so viel falsch machen..........
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Joy am Mi März 09 2011, 12:23

Das sehe ich auch so.
Ich bin ja schon froh, dass wir bei Filou zuversichtlich sein können. Werde dann wohl irgendwann nach Hufschuhen Ausschau halten Yes

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Re: Der Barhuf

Beitrag von Bláinn am Mi März 09 2011, 18:11

Ist dein Hufpfleger oder ähnliches nicht kompetent? :hä Weil man sich ja eigentlich doch was kompetentes sucht und nicht irgendwen?!
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Joy am Mi März 09 2011, 18:26

Ich habe nicht irgendwen gesucht Zwinker
Dennoch kann es passieren, dass man schließlich jemanden kennenlernt, der einem kompetenter erscheint. So ist es mir eben gegangen.


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Re: Der Barhuf

Beitrag von Bláinn am Mi März 09 2011, 20:22

Ah okay....Wann willst du es dann mit Joy nochmals probieren? Weil wenn die Bearbeitung dann anderst oder besser ist, erübrigt das Problem ja vll von selber und momentan läuft Joy eh nicht so viel, wie sonst oder?
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Re: Der Barhuf

Beitrag von Joy am Mi März 09 2011, 20:36

Joy wird nach meinen Prüfungen wieder mehr tun (müssen). Also ab übernächste Woche. Da sie so leichtfuttrig ist und ich mir Sorgen in Bezug auf EMS oder eine mögliche Rehe habe.
Momentan hat sie schon Probleme ohne Arbeit. Die Hinterhufe sind fürchterlich kurz.

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Re: Der Barhuf

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