Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

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Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von Gast am Do Dez 27 2012, 09:41

Hier mal etwas zum Schmökern:

http://www.dressur-studien.de/index.php/philippe-karl-die-rolle-der-balance-in-der-lret.html

(Den Link: "Viel Spaß bei der Lektüre" anklicken Zwinker )


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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von Avaris am Fr Dez 28 2012, 17:42

Super interessant, vielen Dank! Reitest du nach Philippe Karl?

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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von Gast am Fr Dez 28 2012, 20:01

@ avaris: Nein, ich bin "normaler FNler"! Zwinker Aber Phillipp Karl ist mir als Reiter, Trainer und Mensch sehr sympathisch. (Kenne ihn aber nicht persönlich!) Yes

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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von Plüschpony am Fr Dez 28 2012, 20:23

Ich habe die DVD "Klassisch contra Classique" mir vor einiger Zeit mal gekauft und finde sie ziemlich sehenswert. Lächeln
Ich bin zwar weder ein richtiger "FNler" noch arbeite ich nach Phillipp Karl. Aber ich finde seine Ansichten und sein Training auch sehr gut. Lächeln
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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von Jumper am Fr Dez 28 2012, 20:23

Die Dressur Studien sind eine feine Sache!
Danke für den Link
Gruß
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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von meabee am Do Feb 21 2013, 17:35

Ich mag PK nicht so sehr. Habe ihn und seine Folgschaft persönlich mehrfach getroffen, halte auch nach, wie vor freundschaftlichen Kontakt zu einer seiner Schülerinnen.
Ich mag zum Einen die Kommerzialisierung nicht, zum Anderen gefallen mir seine Interpretationen Baucher's nicht so gut.
Er war ja auch in Saumur, aber ich bleibe bei den Studien von J-C. Racinet. Er hat das wunderbar analysiert und auch hoch interessant angewandt.
Schade, dass ihm nicht mehr Zeit in Deutschland vergönnt war. Der Baucherismus ist spannend, natürlich hochgrad "altbacken" und muß in jedem Fall mit modernen Erkenntnissen und Wissensstand vereint werden, aber dann lernt man einen "Sinn" für das Pferd und seine Bewegungen, wie man es sich nie erträumen konnte...

Beim PK gefallen mir weder die sehr hohe Hand ( seine Rechtfertigung ist hinfällig ), noch das hohe Tempo. Richtig schlimm finde ich das peinliche Hin&Her mit der FN. Zwei völlig unterschiedliche Ansätze derart zu vergleichen...
Reine PR seine öffentlichen Briefe, so ist er nun mal...

vlg

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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von Mokka am Do Feb 21 2013, 20:01

@meabee schrieb:.
Beim PK gefallen mir weder die sehr hohe Hand ( seine Rechtfertigung ist hinfällig ), noch das hohe Tempo. Richtig schlimm finde ich das peinliche Hin&Her mit der FN. Zwei völlig unterschiedliche Ansätze derart zu vergleichen...
Fragen dazu:
1. In wie weit ist die Rechtfertigung der hohen Hand hinfällig? Ab wann ist "sehr hoch"?
2. Hohe Tempo? Hast du ein Beispiel (z.b. Internetvideo)? Ich kenne von PK eher ruhiges Tempo (Balance vor Bewegung halt).

3. Meiner Meinung nach sind die Ansätze gar nicht so unterschiedlich ;-) Aber darüber kann man jahrelang streiten, das müssen wir nicht Zwinker

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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von PICO2001 am Do Feb 21 2013, 20:42

Manchmal muss man erst alle Techniken lernen, um anschließend zu den Wurzeln zurück zu kommen. Zwinker ..meine Meinung!
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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von meabee am Do Feb 21 2013, 20:52

Laut zweiter Manier sind die UK Flexionen seitlich und das "Hochzupfen" ist nicht notwendig.
Vor allen Dingen nicht unter der Aussage: man schone damit die Laden *klopf klopf*
Das ist seit Nevzorov und eigentlich auch schon davor völlig überholt gewesen.
Wann warst Du das letzte Mal bei einem seiner Kurse?
Er lässt die Pferde so unversammelt traben, das einem schwindelig werden kann.
Da fehlt wirklich die Balance vor Bewegung.
Warst Du schon mal bei Racinet? Oder bei Pascalé?
Carré-Arbeit, Gezählter Schritt, Timing, alles Außerirdische auf seinem Parkett. Mit ihm und mit der Bea werde ich nie auf einen Nenner kommen können, da ich wahrlich Dinge vor Ort erlebte, die ich nicht erwartet hätte. Selten so viele Unterhälse in einer Stallgasse entdeckt.
Das ist keine Hetze, das hat mich wirklich stark verblüfft.
Seine beste Schülerin (allein dieses System ist so dogmatisch, dass es schon beremfend anmutet) antwortete auf das konkav bemuskelte Pferd: "Es besäße einfach mehr Halsmuskulatur, als andere". Sicher, leider nur an der falschen Stelle...

Leider polarisiert Karl mit seiner Auffassung der Légèreté und somit nehmen viele Interessierte schon zu früh Abstand, ohne den wahren Baucherismus kennenzulernen.

Wirklich schade, da steckt so viel Gutes drin.
Nicht alles, wie gesagt, Einiges ist antiquiert, sollte unbedingt modern gesehen werden, aber die Grundlagen sind grandios.
Ich bin 1 Jahr nicht geritten; es gab nur Handarbeit, danach folgten Monate im Schritt, später 3-4 Trabtritte an besonders guten Tagen, bis wir einen halben Zirkel traben konnten.
Das war Balance vor Bewegung Zwinker Es war die lehrreichste Zeit meines Lebens...

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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von Gast am Do Feb 21 2013, 20:56

hast du konkrete Literatur über Baucher und die anderen über die du schriebst?

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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von Mokka am Do Feb 21 2013, 21:23

Pico: Seh ich auch so ;-) Heißt du für mich: Ich halte mich im Großen und Ganzen an die Richtlinien der FN, sehe aber die Organisation in ihrer Außerdarstellung und die Umsetzung der Richtlinien für kritisch.

Bin zwar nicht meabee, aber es gibt ein Buch über Baucher von Racinet: Enfant terrible oder genie.

meabee: Ich würd wirklich gern wissen, in wie weit die Rechtfertigung der hohen Hand hinfällig ist??? Und nun auch, wie Nevzorov da rein passt?

Leider habe ich weder die zeitlichen noch die finanziellen Möglichkeiten (und bin auch noch bissl jung ;-)) und kenne weder PK noch Racinet (von dem ich für mich noch nichts überzeugendes gesehen habe) persönlich. Hinsichtlich PKs immerhin Schüler, die auch unterrichten, allerdings nicht streng nach seiner Lehre.

Ich bin auch kein PKler, habe aber, auch durch meine RL, einige "seiner" Ideen für mich übernommen und für nützlich befunden. Nebenbei beschäftige ich mich recht viel mit der Theorie. Weshalb meine Fragen nicht provokativ gemeint sind, ich würds gern wissen.

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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von blondie am Fr Feb 22 2013, 08:39

Mich würde dasselbe wie Mokka interessieren (hohe Hand)...

Wir reiten auch klassisch-barock suchen uns von jedem das was passt raus Yes wobei es vermehrt Richtung O´Brien geht.

Bei PK war es die hohe Hand die mir und meinem Pferd gut geholfen haben Yes von daher kann ich deine Aussage nicht verstehen No

Persönlich kenne ich auch keinen von den genannten Personen.


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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von meabee am Fr Feb 22 2013, 10:16

Huhu...ich würde keinerlei Literatur empfehlen können, da der Baucherismus sehr geradlinig ist und man als Neuankömmling schlecht dort abgeholt wird, wo man steht.
Obwohl ich ausgesporchen solide Praxiserfahrung besitze und mein Wissen auch gern weitergebe, mag ich mich auch kaum durch all die alten Texte wühlen.
Es gibt sehr schöne Racinetbücher, aber wenn man ihn nicht live erlebt hat, wird man Schwierigkeiten mit der Umsetzung und dem Verständnis haben.
Da muß man sich wirklich anleiten lassen. Wie ich finde, ein sehr großer Nachteil dieser Reiterei.

Racient ist für Außenstehende sehr schwer zu verstehen und ich mag nicht, dass er oft mit Pferden gezeigt wurde, die einen hängenden Rücken besaßen.
Egal, wie schön gekippt das Becken war, egal, wie hoch der Widerrist.
Die Ansätze hier sind, wie auch bei PK sehr gut. Aber PK vermittelt es schlecht und stellt sein Ansehen und seine Finanzen derart in den Vordergrund, dass ich deswegen schon Abstand nahm.- inhaltlich sind da Dinge, die ich nicht gutheiße.

Die "hohe Hand" ist nicht vergleichbar mit dem UK flexionieren oder mit Baucher'chen Abkauübungen. Hochzupfzen ist wundervoll. Das ideale Instrument. Ein Pferd blind nach oben strecken und völlig unsensibel auf einen Moment der Flexion zu warten, nunja. Ich habe sehr gute Schüler von ihm gesehen, die nicht eine leises Gespür für den "richtigen Moment" besaßen, die waren immer drüber, bis das Pferd sich wieder verspannte. PK korrigierte dies nicht. Das fand ich schlimm.

Er meint, wenn man die Zügel hoch genug führt, würde man die Lade vom Pferd nicht berühren. Aber ich kann das wirklich nur sehr schlecht hier beschreiben. Er sagt, man würde mit jeder normalen Parade (Handhaltung normal / unten) dem Pferd starke Schmerzen auf den Laden verursachen. Der Druck des Gebisses sei viel zu hoch.
Und nur darum hebt er seine Hände sehr hoch und zupft nach oben, damit das Pferd das Maul öffnet, kaut und abschluckt ( UK Flexion im weitesten Sinne ).
Er sagt, man würde so dem Weg der Maulspalte folgen und stöße auf keinerlei Widerstand. Er hat dabei einfach mal gemogelt. Gäbe es nämlich einen durchsichtigen Pferdekopf, würde man sehen, dass es unmöglich ist, sitzend aus dem Sattel einem Pferd die Zügelhilfe so zu geben, dass man weder Lade, Zähne, Zunge, noch Gaumen berührt. Viele Pferde besitzen eine unterschiedliche Gaumenform und früher wurden Gebisse, so wie Sättel, immer direkt maßangefertigt. Damit eben nichts drückt und ziept. Das lässt er außer Acht. hier kommt Nevzorov ins Spiel, der mit seinen Mitteln Videos verbreitete, die einen "durchsichtigen" Pferdekopf zeigen und deutlich machen, dass die Zunge des Pferdes noch wesentlich empfindsamer ist, als die Lade.

PK zieht mit seiner hohen Hand die Pferdezunge nach oben und übt dort Druck aus. Das ist demnach mindestens genauso "schmerzhaft", ich würde es einfach mal als unangenehm bezeichnen, wie eine normale Flexion oder Parade, bei dem der Zug/Druck auf der Lade mündet.

Ich hatte einmal Gelegenheit bei einem gemeinsame Frühstück PK selbst dazu zu interviewen. Mein damaliger Lebensgefährte ist gebürtiger Franzose und konnte detaillierte, baucheristise Fragen ( es gibt unzählige, noch nicht übersetzte Literatur aus diesem Gebiet, die für uns dann ja noch im Dunkeln liegt ) hierzu klären. Die Gespräche waren interessant und zum Teil aufschlussreich. Ich finde, man solte, wenn man kann, sich stets ein eigenes Bild machen.

Soweit Lächeln

Ich würde immer empfehlen genau zu schauen, mehr kann man nicht machen. Hört auf Eure Bauchgefühl und schult Euch, weniger ist und bleibt beim Pferd mehr.
Wie gesagt, ich habe mühsam lernen dürfen, was echte Geduld bedeutet, wenngleich ich zuvor auf guten Niveau Dressur ritt ( seit meinem 6. Lebensjahr ). Ich hatte das große Glück Racinet noch persönlich kennenzulernen, ich habe mehrere Clinics bei ihm genommen, unser Arbeitskreis organisierte Deutschlandaufenthalte. Ich war dabei, als Bea Schulte-Wien bei ihm ritt und sich von ihm "gerittene Osteopathie" zeigen ließ, auf einem ihrer eigenen Pferde ( das ist bemerkenswert, ist sioe doch die Königin der deutschen Pferdeosteopathie ). Ich habe gesehen, wie er mit seiner Diagonalisierung Isänderreitern eine riesige Hilfe für das Tölten in Selbsthaltung war. Racient war weitaus mehr, als ein alter Mann, der mit merkwürdigem Grinsen seltsam auf einem Pferd saß und komisch anmutende Bewegungen ausführte.
Wenn man den Hintergrund, also den Sinn der Übung kannte, war es schlüssig.
Alle Sequenzen sind und waren individuell. Manchmal auch sehr ungewöhnlich, aber heilsam.
Man darf es aber eben nicht "nachmachen", einfach, weil man es so gesehen hat oder es so im Buch steht, man muß diesen "Sinn" dafür erst Mal erlernen. das geht nur über's "Fühlen".
Wann man wie und was einsetzen darf, kann und soll.

Ich würde, wie erwähnt, niemanden einfach ein Buch an die Hand geben. Grad Racient ist hoch wissenschaftlich und nicht sehr begabt, dies literarisch umzusetzen. Selbst wenn man viel Praxiserfahrung in dieser Richtung besitzt, ist das Lesen dennoch sehr anstrengend.
Es gibt in D ein paar ganz gute Baucheristen. Im Norden, in Berlin und in NRW.
Da müsstet Ihr vll mal auf diverse Workshops fahren. Die sind auch nicht soooo teuer.

Ich kann noch den Kontakt zum Christian empfehlen. Er hat einmal für meinen damaligen Arbeitskreis ein Buch übersetzt...er ist ein wirklicher Freund von Racinet gewesen (im Übrigen so, wie auch Giniaux) - riding and reading ist die Homepage.


Es ist bloß, dass ich mich seit vielen Jahren intensiv damit befasse und es ärgert mich, dass PK seinen Begriff der Légèreté so mißformt hat. Ich kann heute nur sagen, dass ich nach biomechanischen Aspekten arbeite. Denn den Begriff Légèreté mag ich nicht mehr in den Mund nehmen... zu groß ist die Verwirrung, zu weitreichend die natürliche Skepsis.
Zumal seine Popularität erst viel später Einzug hielt, da gab es in D schon dutzende Baucheristen, die sich alle ein wenig darüber ärgern, wie er das in der Öffentlichkeit propagiert...als habe er das Rad gleich neu erfunden Zwinker

Die Légèreté gab es viele Jahre vor PK und sie dient einfach eines sanften Umgangs mit dem Pferd.
Die L. ist eine Lebenseinstellung. Wenn Du es festhalten musst, hast Du es bereits verloren.
Freiheit auf Ehrenwort. Das sind Begriffe aus der L. - wer das arbeitet, der wird es irgendwann auch leben. Sogar in zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Leichtheit, das Vertrauen, das Loslassen lernen, Geduld erfahren, sich selbst zurücknehmen. Alles wundervolle Dinge...

PK nimmt sich selbst nicht zurück. Dabei ist das einer der Grundfesten der Légèreté.
Er kommerzialisiert die L und bereichert sich. Kennt Ihr denn das System dahinter? Wisst Ihr, was das kostet, sein Schüler sein zu dürfen? Und auch zu bleiben? Dass die Bea sogar einen 4 Jahreskurs zu gleichen Konditionen anbietet? *kopfschüttel* Das kann gar keine echte Légèreté sein...denn die dient dem Pferd, einzig und allein. Nicht dem Geldbeutel Zwinker

(ich weiß, ich bin radikal, aber ich hab eben meine Erfahrungen damit gemacht...) Lächeln



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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von blondie am Fr Feb 22 2013, 10:55

Nunja... du verfolgst nur eine Richtung ob das gut ist oder nicht bleibt jedem selbst überlassen.

ICh reite seit mittlerweile 10 Jahren nach klassisch barocker Art - damals hat man nicht mal gewusst was das eigentlich ist Rolling Eyes

Wie kommst du eigentlich darauf das PK die Legerete erfunden hat?
Auch die Röntgenbilder von Nerz. waren schon lange bevor er mit seiner Propaganda anfing schon online.

PK zieht mit seiner hohen Hand die Pferdezunge nach oben und übt dort Druck aus.

Verwirrt bin ich weiß ja nicht wo bei dir das Gebiss liegt aber normal liegt das über der Zunge - so kann man die gar nicht nach oben ziehen.

Ich will hier niemanden verteitigen noch setzte ich mir für irgendeinen Reitmeister ein - jeder hat seine Pro und Contras.

Ich schaue über den Tellerrand und suche mir das heraus was ich für gut empfinde und auch für sinnvoll für mich und meine Pferde.

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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von fribi am Fr Feb 22 2013, 11:02

@ meabee
Vielen Dank für diese ausführliche Stellungnahme. Da ich mich in dieser Reitweise nicht so gut auskenne, finde ich das sehr interessant und informativ.

Gerade bei "Gurus" denke ich, dass sich genaueres hinschauen lohnt. Oftmals hatten diese "Gurus" sehr gute Ansätze, die sich mit zunehmender Kommerzialisierung ändern (oder verwaschen) - wie auch immer.

Deshalb versuche ich, mir von den Leuten, die mir gefallen, das für mich Wichtige rauszupicken und auch anzuwenden. Also dieses typische "über den Tellerrand schauen".
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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von meabee am Fr Feb 22 2013, 11:38

Blondie...woher weißt Du, dass ich nur nach einer Manier arbeite?
Ich habe ja mehrfach betont, dass man es modern sehen muß. Damit verbindet man eben das, was gut ist. Ich arbeite garantiert nicht ausschließlich nach Baucher oder Racinet.
Im Gegenteil, ich arbeite mein Pferd gebisslos ( hatte ich an anderer Stelle bereits erwähnt ), was im Baucherismus gar nicht denkbar ist, eigentlich.
Aber machbar. UK Flexion sind auch ohne Gebiss im Maul machbar, gewusst wie. Per Konditionierung ganz leicht durchführbar. Ich finde viele Dinge auch nicht gut, wie erwähnt, der hängende Rücken stößt mir immer wieder arg auf. Aber dennoch mag ich die Becken und Kiefermobilisation sehr.

Vielleicht setzt Du jemanden auf's Pferd und bleibst daneben stehen. Ein Pferdemaul ist mit wenig Platz gesegnet. Die Zunge und der Gaumen umschließen idR das Gebiss gänzlich, der Zungengrund eines Pferdes ist weitaus fleischiger und tiefer angesetzt, als man von außen meint.
Man schiebt mit dem Gebiss die Zunge nach oben.
Das Gebiss liegt nicht über, sondern auf, und damit quasi "in der Zunge", oder von ihr eingebettet, vom Gaumen darüber fixiert.
Versuch es einfach mal. Forder einen Reiter auf, die hohe Flexion zu fordern und versuche mit einem Finger nachzufühlen. Aber bevor das Pferd das Maul aufsperrt und leckt und schiebt Zwinker

Nevzorov geht seinen Feldzug ganz allein. Aber es ist angenehm, dass er mit seinen finanziellen Mitteln und Forschungsinstrumenten konkrete Parameter vorweisen kann, die beweisen, dass es Druckspitzen bei Gebissnutzung gibt. Das ist prima, wenn man es auf das Muster von PK UK Flexion anwendet Yes

Soweit dazu. Ich habe mich aus reinem Interesse zur Pferdeosteopathin ausbilden lassen.
Mich interessieren alle biomechanischen Abläufe und Zusammenhänge in der Arbeit mit dem Pferd sehr. Am Liebsten hätte ich so ein C&A Palominopferd, wo man 10 Groschen reinwirft und es losgallo-hoppelt. Das dann mit einem "Gläsernen" Kopf, mit einem 1:1 nachgebauten PFerdemaul, aus entsrechenden Materialien. Mit Drucksensoren und eben mit einer Zunge, die von der Beschaffenheit der eines Pferdes gleicht. Da würde ich gern die verschiedenen flexionen vorführen...dann würde man das letztlich erkennen. Ein Pferd muß eine Gegenreaktion erbringen, um dem "zunge nach oben drücken/schieben" dabei entgegen zu wirken.

Es stört mich eben, dass diese Aussage PKs von allen als richtig angenommen wird.
Es bräuchte eine kleine Kamera im Pferdemaul, das Gegenteil zu beweisen... *kicher*

Ach, das ist einfach mein Tick. Das stört mich schon seit Jahren...ich hab sogar mal überlegt, ob ich Nevzorov nicht mal schreibe und ihn bitte, genau das für mich zu untersuchen *lach*

Wie Ihr seht, muß ich ein wundervolles Leben haben, wenn mir die Zeit bleibt, über so etwas solch intensive Gedanken zu machen Kitzel *lach* Entschuldigt...

ist ja auch nur so meine eigene Ansicht...
ich bin defintiv dafür, sich das Beste von allem herauszusuchen, manchmal muß man etwas länger hinsehen, um etwas Schönes zu entdecken.

Karl macht viele gute Dinge, er ist eben Baucherist.


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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von blondie am Fr Feb 22 2013, 12:03

Blondie...woher weißt Du, dass ich nur nach einer Manier arbeite?

das hab ich jetzt einfach mal rausgelesen Zwinker wenn nicht dann gut Yes die Gebisslose Variante hat ja jetzt nix mit dem Reitstil zu tun Zwinker

Richtig ein PFerdemaul hat nicht viel Platz ... daher verwende ich z.b. auch relativ dünne (14mm maximal)
Gruselig wenn man manchmal die Ponymäuler mit 20er Gebissen sieht ...

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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von PICO2001 am Fr Feb 22 2013, 12:16

Ich verstehe irgendwie bestimmte Wörter einfach nicht Zwinker ..liegt eher daran, das ich mich nicht mit anderen Reitweisen großartig beschäftige, wenn ich nicht mal viel Zeit hab dann schon! Ich lese immer nur das, wo ich Änderung bzw. Anstöße brauche...alles andere geht an mir vorbei Zwinker

Baucherismus?? UK Flexion??

Ähm aber wenn man via Kamera das Gegenteil nicht beweisen kann, dann kann man das Gegenstück zum Gegenteil doch auch nicht beweisen..es steht somit Aussage gegen Aussage!

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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von meabee am Fr Feb 22 2013, 12:26

Blondie, doch doch. Gerade im Baucherismus ( das ist die Reitweise, von der wir hier sprechen ) besitzt das Gebiss und seine Wirkung die zentrale Wirkung. Es dreht sich alles um die Unterkiefer-Felxion, das lockern des Unterkiefer (UK Flexion).

Aber man erhält die Ergebnisse, die durch die Flexionen erzielt werden sollen auch ohne Gebiss. Das ist eine Frage, die schon eine ganze Weile durch die Reihen der Baucheristen / Légèreté-Freunde geistert.

@ Pico. probier es einfach mal aus. Nutze einen Finger im Maul und Du wirst es sehen.
Es gibt Passagen aus den Nevzorov-Videos, in denen das dann zu sehen ist. aber leider sind viele nicht öffentlich...

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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von PICO2001 am Fr Feb 22 2013, 12:31

Ja ok..jetzt hab ich zumindest die Worte erklärt bekommen lol !

Und was genau erkenne bzw. erfühle ich da? Also wenn ich eine hohe Hand hab und eine nicht so hohe? Das ich schon mal ne Richtung hab auf was ich achten muss...kann meinem ni zu oft am Maulrumfingern, ohne das er denkt er kann spielen Rolling Eyes !

Dann wären auch Vergleichsbilder nicht schlecht, was denn unter einer hohen Hand gewertet wird, ich denke die wenigsten haben genau diese hohe Hand hier Zwinker
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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von meabee am Fr Feb 22 2013, 12:45

Ich spreche von der hohen Hand, wenn flexioniert wird. Also wirkliches aufheben der Zügel, halten und warten, bis das Pferd den UK lockert. Im Sinner der Abkauübung. Ich finde das nach PK's Machart viel zu grob. Ein leichtes Zügelklingeln muß eigentlich reichen, finde ich. Ich meine, es geht ja sogar gebisslos. Und Légèreté ist nun mal sanft bis unsichtbar, eigentlich.
Ich rede nicht von der normalen Zügelführung, Handhaltung.
Das erhabene Tragen der Zügelhände ist da ja gar nicht relevant, da der Kontakt zum Maul ja eigentlich nur aus dem Gewicht der Zügel bestehen soll. Eine Anlehnung in Form von Gewicht durch Zug soll ja gar nicht stattfinden...

Leider finde ich grad kein passendes Bild...


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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von PICO2001 am Fr Feb 22 2013, 12:53

Ja ok da stimm ich zu das ist wahr!

Ich denke du meinst nicht die Handbreit übern Widerrist Hand sondern eher die 5 Handbreit übern Wiederrist! Ja da sanft zu sein ist aber auch teilweise schwer, denn es wirkt ja eine andere Hebelwirkung! (Aber *hust* ich bin von der etwas alten Schule...was von vorne kommt, muss ebenso von hinten kommen!)

Aber zu der Sache mir der Anlehnung..ohne Zug von wem?!
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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von meabee am Fr Feb 22 2013, 12:55

Aber schaut mal hier...hier gibt es viel Interessantes zu sehen...
www lieblingspferdchen de
Gebt in die Suche Widerrist, Hals und Rücken ein (zum Beispiel).

Zug von beiden Seiten.
Hast Du eine opposition seitens des Pferdes kannst Du darauf reagieren.
Es lösen und wieder leicht werden / sein. Das ist ein stetes sein und werden.
Irgendwann werden die Abstände zwischen dem "Leichtmachen" des Pferdes immer länger, bis man später fast alle Einheiten so durcharbeiten kann...

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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von Mokka am Fr Feb 22 2013, 15:35

Vielleicht noch ergänzend:

Namensgeber des "Baucherismus": Francois Baucher (Franzose), ich finde das Racinet- Buch über ihn ganz interessant, wenn man sich damit befassen will. Baucher hat 2 (?) Bücher geschrieben/ Schriften verfasst, die erste und die zweite Manier. Hab sie beide nicht gelesen, sind wohl auch recht schwer zu bekommen und zu lesen. Nachdem, was ich gehört habe, unterscheiden sich beider Werke hinsichtlich des für Baucher idealen Reitens, er hat sich sozusagen weiterentwickelt.

UK ist vereinfacht, dass das Pferd auf Zügelsignal kaut und leckt, also Unterkiefer und Zunge bewegt.

Ich finde es schwierig zu sagen, was für das Pferd angenehmer ist, Hand hoch oder nicht. Das wird wohl auch keiner 100% sicher beantworten können.
Nach meiner Erfahrung ist es ein gutes Werkzeug, gerade bei bisher weniger gut gerittenen Pferden. Gerade Dinge, die ich früher mit Hand nach hinten "gelöst" hätte (bsp: Pferd nimmt Stellung nicht an, geht gegen die Hand, pariert nicht durch), löse ich durch Hand LANGSAM nach VORNE- oben, bei gleich bleibendem Kontakt. Und sobald Reaktion: Hand wieder runter.

Und auch PKs Endziel ist ja nun nicht eine dauerhaft hohe Hand, sondern nur eine Korrekturmaßnahme. Nicht mehr und nicht weniger. Das viele das völlig falsch umsetzen, sehe ich auch.
Dass man eine Wirkung auf Zunge und Laden auch mit Hand hoch nicht vermeiden kann, ist klar- so wie der Reiter auf dem Pferd sitzt, müsste das Pferd den Kopf waagrecht halten, damit das ginge ;-)

Ich werd in diesem Leben auch nicht mehr mit PK warm und es gibt vieles, was mir nicht gefällt- aber ich denke, er ist deutlich präsenter als z. B. ein Racinet es war, und auch durch seine provokante Art eher in der Lage, Dinge zu ändern, die in der FN und FEI schieflaufen.

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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

Beitrag von Sandra´s King am Fr Feb 22 2013, 16:15

Es ist schön, dass hier wieder eine so spannende Diskussionen stattfindet - mit "Verfechtern" und "Gegnern" (also das klingt jetzt so schwarz - weiß. So meine ich es nicht)!

Ich kenne mich mit den ganzen Lehren leider nicht so aus, aber denke ich werde mir hier einiges mal genauer ansehen und mich mehr damit beschäftigen.
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Re: Philippe Karl: De Rolle der Balance in der Légèreté

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