Iberische Reitweise

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Iberische Reitweise

Beitrag von Napolde am Fr Dez 14 2012, 08:52

Hat jemand Erfahrungen mit dieser Reitweise? Wer kann sie ein wenig erklären?
Ich weiß bisher so viel, und freue mich über Erweiterungen / Korrekturen (ich habe folgendes nur gelesen, garantiere also eben für keine Richtigkeit):

Die iberische Reitweise kommt aus Spanien und gilt als Vorreiter der Barockreiterei und der klassischen Reitweise. Innerhalb der iberischen Reitweise unterscheidet man noch mal in Doma Clásica (klassisch-iberisch), Alta Escula (Hohe Schule) und Doma Vaquera („Stierkampf-reitweise“ / Arbeitsreitweise der berittenen Hirten).

Zur Doma Clásica kann man sagen, dass weitgehend auf Gewichtshilfen verzichtet wird und die Arbeit an der Hand sehr wichtig ist. Endziel ist das Einswerden mit dem Pferd, das Reiten mit unsichtbaren Hilfen.

Zur Alta Escula gehören Lektionen wie die Kapriole.

Traditionell wird bei der Doma Vaquera mit der Garrocha geritten, ein langer Holzstab der zum Rindertreiben genutzt wurde. Außerdem gilt diese Reitweise als die „Mutter des Westernreitens“, es ist eine Impuls-/Signalreitweise und wird einhändig geritten. Getrabt wird nicht in dieser Reitweise und das Pferd tritt stark mit der Hinterhand unter.

Nun wird es bei mir auch schon etwas schwammig, denn zum einen habe ich gelesen dass der iberischen Reitweise die klassische Dressur zugrunde liegt, zum anderen aber dass sie, vor allem die Doma Vaquera, dem Westernreiten stark ähnelt was in meinem Kopf irgendwie zu einem Knoten führt Schulterzuck

Also, ich würde mich über Meinungen, Erfahrungen und Kenntnisse sehr freuen!
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Re: Iberische Reitweise

Beitrag von Baracuda am Fr Dez 14 2012, 09:06

Am vorherigen Stall wurde ein Pferd in dieser Reitweise geritten. Ich denke das ist so eine Mischung aus beidem. Also Dressur und Western. Das Pferd wird am langen Zügel geritten wie ein Westernpferd, läuft aber im Idealfall in höherer (Barocker) Aufrichtung, die der Dressur im Englischen sehr ähnlich ist. Es wurden keine Spins und Stops geritten sondern eher Dressuraufgaben. Diese aber in der Geschwindigkeit des Walks (schlurfender Trab). Deshalb vermute ich eben das es ein Stück von beidem hat.


rotwerd Ich habe da zwar oft zugesehen, aber wirklich verstanden habe ich es nicht. Das Pferd war zudem erst in der Ausbildung und konnte die korrekte Haltung dementsprechend noch nicht einnehmen. Für mich sah das wie ein Englisch Pferdchen mit anderem Sattel aus. Das eben mal in hoher Aufrichtung und dann in VA läuft.
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Re: Iberische Reitweise

Beitrag von Fellnase am Fr Dez 14 2012, 10:04

Ich reite nach Claus Penquitt, die Reitweise wird so beschrieben:

Ihnen liegt eine Synthese aus altklassischen Lektionen nach Francois Robichon de la Guérinière, Überlegungen der iberischen und südfranzösischen Reitweise
und Elementen des altkalifornischen Westernreitens zugrunde.
Ein logisches Zusammenspiel feiner reiterlicher Hilfen lassen das Pferd zu einem gut gymnastizierten und dadurch kooperativen Partner werden.
So wird Reiten zum Vergnügen – für Pferd und Reiter!

Quelle: Penquitt-Pferdeschule
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