Neurologische Untersuchung

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Neurologische Untersuchung

Beitrag von Baracuda am Di Nov 06 2012, 08:28

Halli Hallo
Heute also mal wieder ein Beitrag von mir
Wie vermutlich jeder hier weiß ist mein Pferdchen Lucia nicht ganz fit.
Vor etwa 2 Jahren fing es plötzlich an das sie am Körper immer wieder Verletzungen durch Stürze hatte. Durch Zufall wurde beobachtet wie sie ohne Grund auf die Seite umgefallen ist, dann aber sofort wieder aufgestanden ist.
Mich hat das sehr beunruhigt und ich habe angefangen das Pferdchen auseinander bauen zu lassen. (Es muss ja schließlich einen Grund haben wenn sie umfällt)

Untersucht wurde
Rücken:
- Ataxie durch Bewegung
- Röntgen auf KS
- Chiro/ Ostheo
Herzkreislauf
- Herz durch hören und Belastungstest eines Herzspezialisten
- Lunge durch Belastungstest
Blut
- Großes Blutbild
- Borna
- Herpes
- Borreliose
Hirn
- Röntgen um Verdrängungen von Hirnmasse durch Tumor zu sehen
Sattler
Und sonstiges wie TK, Reiki, Energieausgleich, THP…….

Ergebnis das Pferd ist vollkommen gesund.

Zu der Zeit war Lucia Offenstallpferd, Vermutung nun Schlafenzug. Das Pferd wurde sofort aus dem Offenstall entfern. Es wurde daraufhin besser die Stürze weniger. Längere Zeit dachte ich es wäre ganz weg…

Doch gestern,,,
Es war kalt und hat geregnet schon beim reinholen wies mein Pferd deutliche Bewegungsstörungen in der HH auf. Sie lief wie ein Storch im Salat. Kaum war sie in der Box ist sie gestürzt.
Nun habe ich vor Lucia in eine Neurologie zu bringen und ein EEG durchführen zu lassen. Leider ist es sehr schwer da was übers Internet zu finden,,

Deshalb nun meine Frage an euch
Hat zufällig einer von euch eine Idee was es noch sein könnte
Weiß einer eine gute Klinik mit angeschlossener Neurologie die ein EEG durchführen kann

Vielen Dank Lächeln
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von pusteblume62 am Di Nov 06 2012, 08:37

Hallo Baracuda,
Dir gehts ähnlich wie mir. Pferdchen nicht fit. Zig Untersuchungen.
Bislang ist die Ursache nicht gefunden. Letztlich kann man nur bestimmte Dinge ausschließen, wie bei Dir.

Aber nu zu Deinem Problem. Ist eine athrotische Veränderung der Halswirbelsäule ausgeschlossen?

VIele Grüße,Pustebluemchen
PS: wenn es so ist, das die Beschwerden bei Kälte/Nässe schlimmer werden und solange man nicht weiß, was es ist, würde ich sie eindecken.
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von Baracuda am Di Nov 06 2012, 08:46

Freunde1 Das mit deinem Pferd tut mir sehr leid

Danke für den Tip. Ich habe hin und her überlegt. Ich glaube ich habe nur Bilder Widerrist nach hinten. Werde das heute mit dem TA besprechen
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von Pensiero am Di Nov 06 2012, 09:05

Ich weiß nicht, ob wir schon mal darüber gesprochen hatten - aber hast Du schon mal an einen Kreislaufkollaps (Kreislaufdepression) gedacht, welche evtl. durch einen Wetterumschwung (Tiefdruckgebiet) verursacht wird?

Meiner hatte das als er zu mir kam sehr oft. Der wurde in einer Klinik auch auseinander genommen, ohne dass etwas festgestellt wurde. Offizielle Diagnose war dann Herzfehler, was er definitiv nicht hat!

Ich persönlich sage, dass er die Kreislaufdepressionen hatte, weil der Sattel der Vorbesitzerin schlecht passte und er somit irgendwie neurologisch anfälliger war.

Seit meiner einen gut angepassten Sattel hat, hat er diese Kreislaufstörungen vielleicht noch zwei Mal pro Jahr - und dann immer nach extremen Wetterumschwüngen bzw. bei ganz großen Gewittern.

Symptome äußern sich dann so wie Du es beschrieben hast: Umfallen. Okay, zudem noch kolikähnliche Symptome. Aber eigentlich liegt er dann dran wie tot und wenn es ihm dann wieder etwas besser geht sieht es aus wie eine Kolik.

Das wäre jetzt noch mein Gedankengang.

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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von gipsyking am Di Nov 06 2012, 09:10

Das Einzige, was mir noch einfallen würde, wäre Narkolepsie.

...
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von Baracuda am Di Nov 06 2012, 09:12

Danke für den Tip, Lucia hat hin und wieder Kreislauf (z.B wenn sie mit Decke bei 20 Grad draußen steht) dann schwankt sie eher, ist unsicherer im Gang. Aktuell bleibt sie nicht liegen. Sie fällt um, steht auf und macht weiter. Danach siehst du auch nichts mehr am Pferd (vom Verhalten) Ich vermute eher Richtung Epilepsie. Deshalb das EEG. Sattel kann ich ausschließen. Sie trägt seit etwas über 1 Jahr keinen mehr Sad

Narkolepsie kann ich ausschließen laut TA, da sie nicht müde ist wenn sie umfällt (ist getrabt) und keine Anzeichen bei Gabe von Beruhigungsmitteln zeigt
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von PICO2001 am Di Nov 06 2012, 09:22

Ja also Kreislauf..hmm..da wäre mein Gedanke zuerst Gehverweigung und vorallem Schwitzen, schnelle Atmung und eingezogene Rippen! Aber gut auch das äußert sich nicht immer gleich!

Was bezüglich Ataxie habt ihr denn getestet??Meiner hat die Ataxie ja auch in der HWS! Gibt es denn Auffälligkeiten wie verlangsamtes Geben der Hinterbeine, oder Zicken beim Seitwärtsgehen oder Rückwärtsgehen, schwankender Gang, nehmen der Hinterbeine wie beim Hahnentritt, felhendes oder nur unzureichendes Erreichen von Überkreuzung, schleifen der Hinterbeine und damit Abnutung des unteren vordern Teils der Hufe, oder sonst noch was auffälliges??? Zeigt sie ab und zu wie ein Zittern?
Ich muss vermerken, das meiner das alles kann, allerdings zum Glück nun nur noch in leichtem Ausmaß, deswegen nur weil die Pferde das machen, bedeutet das Nix.
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von Kira82 am Di Nov 06 2012, 09:40

Meine Stute ist damals auch immer wieder einfach hingeknallt und hat sich sofort wieder aufgerappelt! Sie war auch in etlichen Kliniken und zum Schluß war Sie in einer renomierten Vollblüterklinik welche dann Narkolepsie festgestellt haben, dies zu testen ist aber sehr schwierig, 3 Kliniken kamen nicht dahinter und meinten es wäre Ataxie, war eben einfach zu sagen Ataxie, denn kommt von dem Bewegungsapparat her, aber es hatte null damit zu tun ich war Jahrelang im Glauben ich hätte ein Pferd mit Ataxie!
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von pusteblume62 am Di Nov 06 2012, 09:49

HWS röntgen ist extrem schwierig. Meistens reicht die Leistung der die Röntgengeräte nicht aus, gute Bilder zu machen.
In der KLinik haben sie andere Möglichkeiten, die HWS sichtbar zu machen. Ist allerdings auch teuer.
Wenn Du schon einiges durch hast, haben sie doch bestimmt auch ein Mobilitätstest der HWS gemacht? Nur wenn der Test Einschränkungen in der Bewegung ergibt, würde es m.E. Sinn machen, die HWS näher zu untersuchen.
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von Brina am Di Nov 06 2012, 10:01

Oh Bara, das ist echt Scheibe Sad Freunde1

Ich finde den Ansatz Narkolepsie gar nicht verkehrt. Habe eben ein bisschen gelesen... ein Teil der Narkolepsie ist die Kataplexie. Diese wird wie folgt beschrieben:
Die häufigste Art, welche bei Pferden vorkommt, ist ein plötzlicher Zusammenbruch
Bei der Kataplexie kommt es zum Kontrollverlust des Muskeltonus. Das heißt, dass Pferd knickt vorne ein und oder verliert das Gleichgewicht. Dies geschieht in vollem Bewusstseinszustand.

- Dieser Zustand birgt ein hohes Verletzungsrisiko vor allem von Fesselgelenken, Vorderfusswurzelgelenken, Schulter und Halswirbel, Unterkiefer und Incisivi.
Quelle: http://www.vet-tcm.de/allgemeine-themen/13-pferde/66-narkolepsie-bei-pferden-akupunktur-kann-helfen

Diesen Link hier fand ich beim Überfliegen auch interessant: Klick

Solche Symptome können wohl auch durch Stoffwechselkrankheiten ausgelöst werden... Schulterzuck

Ansonsten zum Thema neurologische Untersuchung fällt mir bisher nur die TiHo Hannover ein, aber das ist wohl ne ganz schön weite Reise für euch Neinja
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von PICO2001 am Di Nov 06 2012, 10:10

Ja in der Klinik die können das besser, gerade was den 7. Halswirbel betrifft in ichtung Schulter, dieser ist meistens der am schwierigsten zu treffende und wenn man so ein knochenstarkes Pferd wie Pico hat wirds echt schwer, aber geht! Die mobilen geräte der TÄe können nur effektiv bis Halswirbel 5 in etwa ein halbwegs klares Bild bekommen, das sagen sie aber auch alle selber!
Naja teuer..gut..ich hab für HWS udn Rücken mit Sedierung und Vorführung und Diagnosestellung und CD und so damals 180 Euro gezahlt! Das geht für ca. 8 Röntgenbilder! Das war allerdings in Leipzig. Jetzt ist es weniger, weil Rücken ja wegfällt..glaub umn die 83 habe ich das letzte mal gezahlt, mit Bilder von den Hufen.
Naja bei meinem wollten wir ja ne Szintigraphie machen, weil die HWs frei beweglich war, es war nur in den Hinterbeinen zu erkennen, weil eben der 7. Wirbelkörper auf den Rückenmarkskanal "drückt", was auch das größte Problem logischerweise ist! Also es gibt ataktische Veränderungen in der HWS, die manche Pferde nicht mal in irgendeiner Weise einschränkt und diese nur Zufallsbefunde sind. Gerade wenn die Ataxie vorne liegt, ist sie kaum auffällig und die Pferde haben volle Bewegungsfreiheit..meistens!

Ich denke aber wenn schon so viel gemacht wurde, wäre es aber wenigstens eine Ausschlussdiagnose. Es reicht wenn weiter vorne ein nerv eingeklemmt ist und dieser bei bestimmten Bewegungen oder Kopfhalte eben spürbar wird!
Und mal eine Szintigraphie? Hast das mal in Erwägung gezogen? Gerade bezüglich Einklemmungen oder sowas könnte das mit Aufschluss geben.

Hast du denn das gefühl das sie Schmerzen dabei bzw. so zwischendrinnen hat?
Aber auch in die Richtung Narkolepsie würde ich schauen, ob das mit den Symptomen eventuell passt!
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von Baracuda am Di Nov 06 2012, 19:32

Freunde1 Vielen Dank

@ Pico
Wir haben auf Ataxie getestet indem das Pferd vorwärts, rückwärts, seitwärts, Vorhandwendung, Rückhandwendung und Volten gehen musste. Links herum ist das überhaupt kein Problem. Rechts herum zeigt sie deutliche Unlust. Übertreten oder kreuzen der Beine ist nicht ihre Lieblingsbeschäftigung aber sie kann es ausführen. Rückwärts geht sie flüssig und recht gerne

Hinterbeine und Vorderbeine gehen gleich schnell, der Gang ist gleichmäßig, also nicht schwankend. Dieses Hahnentritt laufen zeigt sie rechts seit der Ausbildung (vermutliche Überforderung). Gestern bei dem kalten Wetter hob sie beide Hinterbeine Hahnentrittig an. Hufe schleift sie nicht. Zittern kommt auch nie vor.
Also einziges Auffälligkeit ist das komische hochziehen der Hinterbeine und eben das rechts ihre schlechte Seite ist

Szintigraphie: Das wurde mir bisher noch von keinem meiner vielen TA empfohlen, von daher habe ich das noch nicht gemacht.

Schmerzen sind beim Pferd sehr schwer zu erkennen. Ich würde sagen das sie keine hat. 100% schwören würde ich aber nicht drauf. Sie wirkt zufrieden und meist gut gelaunt. Als sie noch die Schmerzen wegen der Hufrolle hatte war sie ständig schlecht drauf. Von daher eher, nein, keine akuten Schmerzen

@ Kira
Ich kenne 2 Pferde mit Narkolepsie von daher kann ich das absolut sicher ausschließen. Die Schlafkrankheit tritt nur in Ruhe auf. Also die Pferde sind entspannt oder dösen sogar, dann fallen sie plötzlich um. Bei meinem Pferd kommt das in der vollen Bewegung vor, also sie trabt zB. und fällt dabei um

@ Pusteblume
Das ist mir klar, also das man das Röntgen nur in der Klinik machen kann. Sie wird wegen ihrer Hufgeschichte ja eh von einer Klinik betreut, da würde ich sie einfach wieder hinbringen. So Bildchen kosten nun wahrlich nicht die Welt. Hänger und Auto stehen da…
HWS zeigt keine Auffälligkeiten. Ich kann sie zu beiden Seiten biegen und Stellen.
Ich habe Bilder vom Wiederrist bis zum Schweif. Da ist alles vollkommen ok.
Ich habe heute noch mal angerufen und nachgefragt. Die Bilder wurden noch mal vom Arzt gesichtet. Der Rücken ist erstklassig…. Ich habe das mit der HWS angesprochen, da sah der Arzt aktuell keinen Bedarf das zu röntgen da sie absolut ok ist in der Bewegung..

@ Brina
Vielen Dank für den Tip mit Hannover, ich werde da mal anrufen und einen Arzt um Rat fragen.
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von Kira82 am Di Nov 06 2012, 20:33

Ja so war es bei meiner auch, beim spazierengehen ist sie hingeknallt, beim Hufpfleger während er einen Huf bearbeitete, sogar später beim Schrittreiten im Gelände, dann wurde sie mir komplett lahm gelegt, weil es eine tickende Zeitbombe wurde!!! Es hat nicht nur mit "nicht zur Ruhe kommen" zu tun, leider!
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von pusteblume62 am Di Nov 06 2012, 21:04

Hallo Baracuda.
Wenn der Arzt keinen Hinweis auf eine Halswirbelgeschichte sieht, wird man das ausschließen können. Ohne Verdacht macht Röntgen keinen Sinn.
Wegen Narkolepsie. Eine Bekannte hat ein Pferd, welches unter Narkolepsie leidet. Er sackt allerdings auch nur weg, im Ruhezustand. In der Bewegung ist es nie vorgekommen.
Aber das hat der Doc ja wohl auch ausgeschlossen.

War der Selenwert ok?
Ist eine schwierige Kiste. Man denkt, die Ärzte haben auf alles eine Antwort. Wenn das nicht der Fall ist, fühlt man sich so hilflos.
Konntest Du sie mal -wenn sie fällt- genau beobachten? Ist es eher ein Zusammensacken oder ein wegknicken, als würde ein starker Schmerz durchs Pferd gehen, wie ein Stromschlag?
Wie sehen danach ihre Augen/Gesicht aus?
Ich drücke Dir auf alle Fälle die Daumen, das bald festgestellt wird, was Dein Mädchen hat und das es therapierbar ist. Denn es gibt kaum etwas schlimmeres, als Ungewissheit.

Liebe Grüße,Pusteblume
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von Baracuda am Di Nov 06 2012, 21:13

@ Kira
dass es das auch in Bewegung gibt wusste ich gar nicht.

@ Pusteblume
Ihr Selenwert war mal sehr nieder, ist nun aber seit etwa 2-2,5 Jahren im grünen Bereich (sie bekommt 3-4 große Blutbilder im Jahr um das zu prüfen)
Ich selber habe sie dabei nie gesehen, da es immer zu schnell geht. Mir wurde aber erzählt, dass sie beim Traben einfach zur Seite umgekippt sei. Also wie ein Baum der gefällt wird. Nach den Spuren am Pferd gestern, vermute ich, dass ihr Hinterbein weg gesackt ist. Danach versucht sie, panisch wieder aufzustehen, ist aber sonst vollkommen ok. Gestern war sie danach eher hitzig, wollte steigen und spielen..
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von pusteblume62 am Di Nov 06 2012, 21:21

Hmmh, wichtig bei den Blutbildern ist, das sie kein Mineralfutter zu fressen bekommen hat. Weil es die Blutwerte verfälschen würde.
Aber das habt ihr dabei ja sicher beachtet.
Abgesehen davon, kann ich mir auch nicht vorstellen, das so krasse
Ausfälle von Mineraldefiziten herrühren können.
Ich habe auch gutes von der Tierärztlichen Hochschule Hannover gehört. Weiß ja nicht, wo Du wohnst und ob es bei Dir in der Nähe wäre.
Du schreibst, das Du schon 1 Jahr keinen Sattel mehr drauf hattest. Wird Hüss denn überhaupt noch gearbeitet?

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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von cymberlie am Di Nov 06 2012, 22:24

Oh, Mist! Freunde1 da hatte man die Umfallerei fast vergessen weils so lange nicht mehr vorkam (oder zu mindest nicht gesehen wurde / Pferd keinerlei Verletzungen aufwies).

Ich finde es so merkwürdig, hat sich ja die letzte Zeit weder etwas an der Haltung noch am Pferd verändert. Da du sie noch nie Fallen sehen hast weißt du auch nicht wie sie den Kopf hält, hatten heute die Rede auf der Arbeit wenn man die Halsschlagader abdrückt das man dann auch kurz das Bewusstsein verliert (daher kommt jetzt mein Gedanke ob etwas mit den Blutgefäßen vllt nicht in Ordnung ist) und hinterher wieder vollkommen da ist. Wurde bei schonmal nach den Blutgefäßen geguckt?

Neurologisch habe ich meine Pferde noch nie testen lassen, weiß auch nicht ob es für Pferde Nervendehntest gibt, wahrscheinlich schon. Wenn sie eine Nervschädigung hätte müsste man es im Alltag auch merken, meiner Meinung nach. Seitden es läuft Richtung Epilepsie, hat man da nicht auch veränderte Werte im Blut?
Umfall und danach wieder aufstehen (manchmal mit kurzem Schütteln) und dann wieder weiterfressen, hatte meine Pony-Stute keine Woche nachdem sie am Kopf getreten wurde. Bei ihr lag die Vermutung nahe das sie Hirnbluten hatte, wurde bei ihr damals nicht weiter getestet da sie immer öfters viel, Koliksymptome vorher hatte und ich sie nach einer durchkämpften Nacht erlösen lies.

Daumendrück das Luci nicht wieder öfters fällt!
Liebe Grüße

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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von Baracuda am Di Nov 06 2012, 23:45


@ Pusteblume
Nein, Lucia macht nicht mehr viel… Die Neurologischen Störungen sind nicht alle ihre Baustellen. Echt schade wenn man bedenkt dass sie erst 11 Jahre alt ist. An guten Tagen läuft sie bisschen an der Longe oder wir spielen auf dem Platz, machen Bodenarbeit im Schritt. An sehr guten Tagen mag sie dann auch mal traben oder galoppieren. An wirklich sehr sehr sehr guten Tagen setzte ich mich auch mal im Schritt (ohne Sattel) für 5-10 Minuten drauf und lasse sie dann eben so schnell laufen (im Schritt) wie sie mag. Traben mit Reiter ist nicht möglich. Sie hat immer wieder schmerzen im Bein. Ihre Hufrolle ist defekt. So alle paar Tage wenn wir beide gut gelaunt sind frage ich sie ob sie was machen mag. Will sie mitmachen toll, mag sie nicht dann eben nicht, dann hören wir wieder auf. Sie hatte leider einige Jahre schmerzen und zum Schluss auch sehr starke , weil mir keiner sagen konnte was sie hat. Wir sind dann an eine gute Klinik gekommen mit Orthopädischen Fachpersonal da war die Sache dann schnell geklärt und ihr konnte geholfen werden. Das letzte ¾ Jahr war sie auf der Alb zur Erholung….

Ich füttere das Mineralfutter auch vor den BB normal weiter denn ich will ja wissen ob sie gut eingestellt ist. Ein absetzten würde mir da ja keine Werte dafür geben. Lucia hat ein Selen und Zink Aufnahmeproblem und bekommt daher hochdosierte Menge dazu.
Wenn die Mineralwerte komplett falsch liegen hast du auch immer Abweichungen im Leberwert bis zu Chronischen Leberschäden.. Also solange ihre Leberwerte im Rahmen sind ist denke ich alles damit ok. (Das ging etwa 1,5 Jahre die Leber zu reparieren)

@ Cymberlie
Freunde1 Danke
*gg* ja, das hatte ich bei dem ganzen anderen Zeug das sie so hat auch fast vergessen. Haltung habe ich nicht umgestellt. Also immer noch Tags raus und Nachts Box

Blutgefäße und Neurologisch habe ich bisher noch nichts klären lassen, da es hier keine Fachleute für so was gibt. Hannover ist etwa 500km weg von hier.

Epilepsie ist auch meine Vermutung, der TA schließt es aber aus da ihm die Symptome nicht passend erscheinen,, Ich bin auf der Suche nach einem Fachmann mit EEG dann dürften wir mehr wissen. Blutbild ist immer echt gut (Laut TA: So tolle Bilder sehe ich echt sehr sehr selten)
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von fribi am Mi Nov 07 2012, 08:20

Um es gleich vorweg zu nehmen, ich habe keinerlei Ahnung, was Dein Pferd haben könnte. Aber irgendwie denke ich an eine Art epileptischen Anfall, wenn ich die Beschreibung von Dir lese. Können das Pferde auch bekommen?

Ich drücke die Daumen, dass es endlich mal besser wird mit ihr! Daumendrück
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von *Isafold* am Mi Nov 07 2012, 10:41

Epilepsie? Ich weiß nicht. Ich finde, ihr verhalten danach nicht typisch dafür. ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wie sich das bei Pferden auswirkt, aber mein Hund ist nach einem Anfall extremst verstört und die nächsten 3 Tage so K.o, das er nur am schlafen ist. Ich kann mir aber irgendwie nicht vorstellen, das es an einem Fluchttier so spurlos vorrüber geht.

Wir hatten an der DIPO ein ganz spannendes Pferd. Eben auch verdacht auf Ataxie (ist ja immer nur eine Symptombeschreibung und keine Krankheit an sich). Der wurde in jungen Jahren völlig über die Uhr geritten und hat seit dem teilweise schlimme motorische aussetzer. Auch hinten Hahnentritt. Mal läuft er ganz ordentlich und in der nächsten Runde fällt der in der Kurve fast um. Bei dem haben wurde erstmal eine Thermografie gemacht (das sieht spannend aus :D ) um evtl. Entzündungsherde nachweisen zu können. Dabei kamen massive Störungen im HWS-BWS Bereich zum Vorschein. Darauf sollte er erstmal behandelt werden und falls sich überhaupt nix tut ab zur Szintigrafie (schreibt man das so?)
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von fribi am Mi Nov 07 2012, 11:00

Epilepsie war nur so ein Gedanke von mir. Wenn die Symptome absolut nicht zutreffen, dann umso besser!
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von Kira82 am Mi Nov 07 2012, 12:08

Also meine Stute hatte zum Schluss einen epileptischen Anfall, hingefallen, Augen vertrehen, strampeln mit allen vier Beinen in der Luft und danach kam sie nicht mehr hoch. Haben mit 5 Mann dem Pferd geholfen, danach war Sie orientierungslos. Ich denke, das passt weniger. Aber auch Pferde können das haben, leider!
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von Ósk am Mi Nov 07 2012, 15:29

Also die Epileptischen Anfälle wo ihr beschreibt, sind die Extremformen, so genannte "Grand Mal" Anfälle. Ein epileptischer Anfall kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem welche Teile des Gehirns betroffen sind. Die generalisierten Anfälle, bei denen das ganze Gehirn betroffen ist wie eben beim "Grand Mal" durchlaufen mehrere Phasen, wie z.b. der Anfall bei Isafolds Hund. In der Tonischen Phase versteifen sich die Muskeln (dadurch das Umfallen) und der Betroffene wird bewusstlos. Meist dauert die Phase nur Sekunden. In der klonischen Phase ziehen sich die Muskeln abwechselnd zusammen, das berühmte "Zucken". Je nach Anfallsart kann das wenige Sekunden bis mehrere Minuten dauern. Auch die beschriebene Müdigkeit ist typisch für die Erholungsphase nach einem Grand Mal Anfall. Andere Formen von generalisierten Anfällen sind so genannte Absencen, wo eine kurzzeitige Unterbrechung des Bewusstseinszustandes eintritt. Häufig wird diese noch nicht einmal wahrgenommen, zumindest nicht bei Tieren, da automatisierte Handlungen oft weiter ausgeführt werden.
Fokale Anfälle, bei denen nur ein Teil des Gehirns betroffen ist, sind bei Tieren weitaus schwieriger festzustellen. Bei solchen Anfällen ist der Betroffene bei Bewusstsein, lediglich einzelne Bereiche "spielen verrückt", zum Beispiel aus dem motorischen oder sensorischen Bereich. Ein Mensch mit solchen Anfällen zupft sich beispielsweise Fusseln von der Hose, obwohl da gar keine sind.
Wichtig zu nennen ist auch noch, dass man bei einem einmaligen oder seltenen Anfall nicht unbedingt von einer Epilepsie sprechen kann, viele "Gelegenheitsanfälle" haben meist einen konkreten Anlass wie Stress o.ä. Aufklärung verschafft meist ein EEG, Therapie ist medikamentös möglich.
Auf jeden Fall ist es ein so differenziertes Krankheitsbild, dass man es nicht von vornherein ausschliessen sollte. Leider ist die Neurologie in der Tiermedizin noch nicht besonders weit fortgeschritten, obwohl Säugetiergehirne sich einander sehr ähneln.

Daumendrück dass ihr bald findet, was sie hat @Bara Freunde1
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von *Isafold* am Mi Nov 07 2012, 21:06

Òsk... du bist zu schlau für uns Yes
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Re: Neurologische Untersuchung

Beitrag von PICO2001 am Mi Nov 07 2012, 22:09

Da muss ich Òsk beipflichten..das ist wie beim Menschen!
Es gibt sogar Epileptiker (vorallem bei Kindern) wo man denkt die sind unaufmerksam und träumen, dabei sind das Zustände eines epileptischen Anfalls. ISt ma bei nem Patienten bei uns so gewesen und das ist nur rausgekommen, weil der kleine Bruder "richtige sichtbare" Anfälle gehabt hat und daraufhin hat man den großen Bruder auch getestet!

Die Neurologie beinhaltet einfach unheimlich vieles und Pferde können uns nicht viel sagen!

Was willst denn bzw. TA diesbezüglich nun tun??
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