Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Baracuda am Di März 13 2012, 21:49

Oh das ist schön... Dann werde ich das hier fleißig verfolgen,,
Ich vermute mal das der Huf deshalb auch anderst bearbeitet wurde. Mein Schmied muss immer darauf achten den Huf absolut Plan zu stellen und die Zehe gut zurück zu nehmen. (laut TA).
Ich hatte am Anfang auch echt Angst wegen dem Beschlag weil er ja angeblich die Durchblutung total stören soll. Mein Schmied konnte mir die Angst aber nehmen und immer wenn ich die Hufe anfasse sind sie deutlich wärmer wie vorher mit normalem Beschlag. Sie fühlen sich genau gleich warm an wie die hinteren unbeschlagenen. Bin da an sich echt begeistert davon
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Di März 13 2012, 21:51

Wenn es so nicht klappt mach ich auch n Beschlag drauf aber ich weiss auch vom TA dass der Beschlaf nicht heilt sondern symptome unterdrückt und eine Heilung wäre mir bei ner 5 jährigen schon lieber
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Baracuda am Di März 13 2012, 21:58

soweit ich den Facharzt für Bein und Bewegung verstanden habe kannst du das nicht heilen. Knorpel der Kaputt und damit weg ist, ist weg und bleibt auch weg. Du kannst nun nur versuchen das Schmerzfrei zu bekommen und die Entzündung weg zu bekommen (damit die weitere Zerstörung verhindert wird).

Durch den Beschlag wird das (soweit ich das verstanden habe) durch das Plane stehen entlastet und dadurch soll es belastbarer sein. Mir wurde von Barhuf absolut abgeraten (vom TA, vom Schmied und vom Stall)
Ich denke das ist ein sehr schweres Thema und jeder sagt da was anderes

Da ich absolut gegen den Nervenschnitt bin klappt es so oder es klappt nicht. Sie muss nicht unbedingt reitbar sein (auch wenn sie erst 10j alt ist)

Wenn du dein Pferd reiten willst währe der Nervenschnitt vil ja eine Option für dich
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Di März 13 2012, 22:21

Nervenscnitt ist momentan keine Option ich glaube mal daran dass wir es so hinkriegen.

Das was du beschreibst ist die Lehrmeinung.
Andere sagen aber dass das nciht 100% stimmt.
Ich versuchs mal mit meinen Worten zu sagen also steinigt mich nciht wenns nicht korrekt ist:
1.Die Veränderungen im Strahlbein können von einer Durchblutungsstörung kommen und wenn die durchblutung wieder ok ist sich teilweise regenerieren.
2. Fast jedes Pferd hat leicht Strahlbeiveränderungen und wenn es lahmt und der Schmerz aus dem Huf kommt werden die gerne als Diagnose herangezogen obwohl die Probleme darin liegen können, dass durch falsche Hufe der Plarz für die tiefe Beugesehne zu gering ist und sie sich deshalb entzündet verschafft man ihr mehr Platz ist das Problem behoben.
3. Wenn wirklich die Veränderungen im Strahlbei das Problem sind kann auch dieser Problematik entgegengewirkt werden indem man der Sehne mehr Raum gibt und sie deshalb ncihtmehr "scheuer"

Das ist absolut gegen die Meinung der TÄ und der Schmiede und deshalb ist es nur logisch, dass sie dir davon abraten.

Ich weiss nicht ob das nur Blödsinn ist oder was dran ist aber ich will dem eine Chance geben! Wie gesagt Beschlag drauf geht dann immernoch und das meine Stute nach der ersten bearbeitung scon ne Veränderung gezeigt hat finde ich positiv !
Allerdings habe ich immer im Hinterkopf, dass es auch Blödsinn sein kann aber mir scheint die Theorie der TÄ schon ziemlich einseitig und mir leuchtet ein was die "anderen" sagen.
Und neu oder alternativ ist ja zum Glück weder immer richtig noch immer falsch !
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Marlene am Mi März 14 2012, 06:00

@ nasowas
Ihr seid gar nicht so "blond", wie Ihr meint. Das Thema ist nur gewaltig und überfordert Schmiede und TÄ zum Teil auch.
Zur Erklärung; der TA hat in seinem mehr jährigen Studium alle möglichen Tiere und deren Krankheiten, davon 1 Woche Pferd und dabei 1 Tag Huf. Erst nach dem Studium spezialisiert sich der TA oder er bleibt allgemein TA. Beim Menschen käme kein Allgemeinmediziner auf den Gedanken den Chirurg oder Augenarzt zu umgehen, oder den Orthopäden zu spielen. Daher gibt der TA Hufprobleme gerne an den Fachmann ab, leider fällt ihnen dann nur der traditionelle Schmied ein.
Bilder zeigen nicht immer alle Details und man kann am Objekt selber viel mehr erklären. Trotzdem ist zu erkennen dass die Sohle und der Tragrand eine Ebene bilden, weshalb sie mitträgt.
Der Ballen selbst ist unverändert aber die Trachten, die ecke an der die Eckstrebe auf die Hufwand trifft ist gekürzt worden (nach Strasser), daher ist der Bodenabstand des Ballens gegen null gegangen. Wink
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Marlene am Mi März 14 2012, 07:06

@ nasowas
Im Thread "Barhuf" ist auch schon einiges erklärt. Bitte dort mal reinschauen. Wink
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Mi März 14 2012, 08:17

Ah ok jetzt hab ich das verstanden.
Ich ache bein nächsten Pferdebesuch auch nochmal drauf und schau es mir genauer an.

So was in die Art meinte die Frau auch: Sie meinte halt sie sei zur Hufspezialistin ausgebildet und viele Schmiede sind eher Metallverarbeiter als Hufleute !
Was sie auch meinte was sie schade findet, ist dass die meisten TAs einfach ihre Ansichten ncihtmal anhören und sie gleich ablehnen aber das ist ja ein verbreitetes Ding in der Schulmedizin!

Was sagst du denn so allgemein zu Hufrolle und Barhuf egal ob nach Strasser "Maier, Müller oder sonst wem"?
Siehst du da einen weg oder hälst das allgemein für nciht heilbar und nur symptomatisch behandelbar wie es mit Beschlag passiert oder würdest du was ganz anderes machen?

Was würdest du denn anders machen als ein Strasser Hufpfleger? Sorry für die dumme Frage aber ich kann mir nicht ganz vorstellen, dass es da so gewaltige Untersdchiede gibt ist ja das selbe "Organ" und es geht ja allgemein da nicht um Welten bei den Unterschieden oder?
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Marlene am So März 18 2012, 20:09

@ nasowas
Habe jetzt erst wieder hier reingeschaut, daher erst jetzt meine Reaktion.
Für mich ist die Diagnose Hufrolle, korrekter Hufrollenentzündung, nicht eindeutig genug. Wie ich vorher schon ausgeführt habe ist diese Diagnose häufig unspezifisch und ungenau. Eine Entzündung kann ich immer irgendwie bekämpfen. Aber eine Entzündung ist auch eine positive Körperreaktion auf einen ungesunden Zustand und hilft über die erhöhte Nährstoff Zufuhr zu einer Besserung der Situation. Bei anderen Ursachen wie Osteolyse = Knochenschwund ist das schon schwieriger. Grundsätzlich muss der Huf in Bezug auf Nutzung und Ernährung sowie allgemein Zustand des Pferdes abgestimmt werden. Vorbeugung ist besser als Heilung.

Was würde ich anders machen?
Soll ich jetzt einfach sagen: alles. lol Nee, so einfach mach ich mir das nicht.
Ich würde den Huf ausbalancieren und auf einen Tragrand stellen um die komplexen inneren vorgänge im Huf zu stärken und zu gesunden. Der Huf ist eben kein Organ. Das hieße nämlich aus einem Gewebe bestehend. Er ist ein hochkomplexes Gebilde das leicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann, durch fehl- oder nicht erfolgte Bearbeitung, durch falsche, auch gut gemeinte Fütterung oder sogar falsche reiterliche Einwirkung. Ein guter Hufarbeiter sollte zumindest auch in Fütterung, Haltung und reiterlich Einblicke haben. Yes
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am So März 18 2012, 20:52

Hallo Marlene
Ich finde aber was du sagst klingt irgendwie genau wie das was meine huftherapeutin gesagt hat für mich als Laie. Sie hat sich die Haltung angeschaut wir haben über Futter geredet aber da hatte sie nichts zu bemängeln ( offenstall mit paddock aus Essenszeiten und ab Frühjahr Koppel, Heu etwas Silage und Gras im
Sommer mit etwas Hafer und muneralfutter wird gefüttert)
Ich denke eigentlich macht sie konkret nichts sehr extremes irgendwie . Sie hat keine
Extremen Trachten geschnitten und sonst nur die Sohle relativ dünn u d die ecjstreben raus und ich fand eben die Reaktion meiner Stute so extrem : von Klamm bis lahm vorher zu schwungvoll und klar nachher und wir waren zu 3 also denke ich war es keine Einbildung. Ich denke ich werde das mal so weiter verfolgen weil mir die Frau einen sehr sehr soliden Eindruck macht und nicht "fanatisch" eine Theorie nachbetet , so war zumindest mein Eindruck!
Ich halte euch aber auf dem
Laufenden !
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Di Apr 10 2012, 11:02

Kurzes Update:

Die Huftherapeutin war ein 2. mal da letzten Freitag und ich wollte kurz berichten:

Viel spektakuläres gibt es nciht zu sagen. Die Hufform hat sich leicht verbessert, d.h. keie so starken Plattfüsse mehr aber die Veränderungen sind nur leicht.
Hinten ist die Sohle extrem gewachsen udn sie musste richtig viel wegschneiden.
An sich kann ich nicht viel zu den Hufen direkt sagen, ausser dass es nix spektakuläres gab.
ABER
Nach dem ausschneiden sind wir wieder einige Schritte gelaufen und auch getrabt und sie ist wunderbar schwungvoll getrabt ohne das kleinste Anzeichen von Lahmheit obwohl sie früher gerade die ersten Trabschritte immer am schlimmsten gelaufen ist. Ich bin dann noch einige engen Wendungen im Schritt gegangen und es war keinerlei Wendeschmerz zu erkennen , was letztes mal noch der Fall war.
Ich glaube, hoffe wir sind auf einem guten Weg!
Ich habe jetzt auch das Buch von Frau Strasser gelesen und verstehe einiges und sehe es ein, halte andere Dinge aber für totalen Blödsinn und ich muss sagen die Art in der sie schreibt sagt mir wenig zu weil sie einem ständig irgendwie ein unterschwelliges schlechtes Gewissen macht. Das sowas nicht ankommt ist mir klar!

Ich werde meine Stute wahrscheinlich in den nächsten Wochen zu mir holen, da bei uns im Stall jetzt die Möglichkeit besteht, dass meine beiden Stuten einen Offenstall zusammen bekommen.
Dann kann ich natürlich auch besser verfolgen wie sie sich entwickelt.
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Trapper am Di Apr 10 2012, 12:50

Hi

Hier hab ich auch noch ein paar Infos:
http://www.arianereaves.de/Teskey_navicular.html

Ansonsten...:
Bei uns war auch so ein Verdacht beim Pferd eines Freundes.
Es wurde geroentgt, CT in Vollnarkose für fast 700 Ohren.
Vorher wohl nach Strasser krumm und schief geschnitten...was Ärger gebracht hat.
Ich halte da gar nichts von aber jedem das seine.

Klink..: Keine Eisen drauf machen, Hufe nachwachsen lassen da schief auffußt, kein Nervenschnitt machen.

Ps. Ein guter Hufschmied ist Gold wert!

LG
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Di Apr 10 2012, 15:11

Hab das jetzt nur überflogen was in dem Bericht steht aber im Grude ist das mehr oder weniger das was Strasser doch auch sagt oder versteh ich das falsch?

Ps. Ein guter Hufschmied ist Gold wert!
LG
Sicherlich absolur richtig aber (immer dieses ABER !!!) : ich halte meinen Hufschmied für sehr gut als Schmied, er macht super therapeutische Beschläge und meien eine Stute läuft super aber ich halte von seiner Barhufbearbeitung nicht viel, nachdem ich mch damit gerade sehr beschäftige. Leider hab ich bisher nie gross auf Hufe geachtet weil es nie Probleme gab. Im Nachhinein könnt ich mcih dafür in den ...... treten..... aber jetzt bessere ich mich!
(ich nerve alle weil ich ALLE Hufe anschauen muss)
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Fellnase am Di Apr 10 2012, 15:41

OT: Es ist doch super, dass du dich jetzt weiterbildest, man (Frau) ist nie zu alt etwas Neues zu lernen !! Yes

Und ich achte auch sehr auf die Hufe der anderen Pferde, z.B. wenn jemand vorbei reitet, versuche ich immer einen Blick auf die Hufe zu werfen.
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Trapper am Di Apr 10 2012, 16:31

Hi

Yepp...das mache ich auch...das achten auf die Hufe oder wie sie sich bewegen.
Trotzdem...die ganze Bewegung von Strasser bis Biernat....schön das man damit Geld verdienen kann.

Pferde haben 4 Hufe.
Ist einer im Eimer...kann es für ein Pferd schlecht ausgehen.
Niemand!!!!! der seinen Job nicht vernünftig erlernt und ebenso ausübt.....kommt an mein Pferd.
Diese ganzen Hobbyschnitzer nerven mich, weil einfach nur Mist dabei raus kommt.
Schlimm ist dabei, das sie vehement ihre Meinung verteidigen.
Sie haben unter allen Umständen Recht......vor knapp einem Monat noch erlebt und wenn es mir da schon nicht so XXXX gegangen wäre, hätte es fürchterlich gekracht.
Ich war schon auf 180 angekommen und Reni hat mich weg gerufen.
Meiner Frau gehorche ich natürlich Pfeiff

Klar ist.....nicht das ganze Rad wird neu erfunden, weil das eben nicht geht!
Aber jeder von diesen Vögeln muss etwas abweichen......sonst hätte er ja keine neue Idee gehabt.
Er könnte sich nicht verkaufen Sad

Wer sich weiterbilden möchte...bitte über die Verbände der Hufpfleger usw aber nicht über die Strasserbande.
Es soll ja Sinn machen!

LG
Trapper

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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Di Apr 10 2012, 18:01

Ich muss mal bisschen gegenhalten ( sonst wird's ja langweilig) aber ich weise darauf hin, dass das mein Eindruck im Moment ist und meine Meinung ist alles andere als gefestigt:
Ich habe mich jetzt viel informiert über die verschiedensten Barhufmethoden und für mich ist die Essenz dahinter ziemlich gleich und auch Strasser finde ich wenig aussergewöhnlich. Allerdings scheint es viele hufpfleger konkret zu geben die zu radikal vorgehen.
Ich habe ein Buch von Frau Strasser gelesen und ich denke, viele von euch würden vieles sofort unterschreiben, wenn wir mal den Namen des Autors weglassen - zum Beispiel, dass Boxen nicht gut sind und Bewegung wichtig, leben im Herdenverband mit Artgenossen, trockener Stallboden, da Urin und Ammoniak die Hufe angreifen und dass es allgemein nicht gut ist, wenn Pferde in ihren Ausscheidungen stehen, fressen vom Boden nicht von etwas erhöhtem, ausgewogenes mineralstoffreiches bzw angepasstes Futter usw.
Das ist auch alles Strasser, nicht nur Hufeschneiden. Was mir zumindest auch einleuchtet ist, dass ein Hufeisen den Hufmechanismus behindert ( wie sehr, sei mal dahingestellt ) und dass ein Pferd an sich keine Eisen tragen würde. Sich an den Hufen von wildlebenden Pferden zu orientieren (!!!!) halte ich auch für nicht blöd!
Zu sagen, jedes Pferd sofort runter von den Eisen, finde ich allerdings auch blöde und jedes Problem auf Hufe zurückzuführen ist auch sehr übertrieben!
Ich hab auf jeden Fall im Moment von meiner Hufpflegerin ein sehr gutes Bild , sie arbeitet nach Strasser aber nicht radikal !
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von fribi am Mi Apr 11 2012, 08:12

Im Prinzip gefällt mir jeder Ansatz, bei dem nicht radikal auf eine "Art und Weise" gehandelt wird (wird sonst sehr dogmatisch!) sondern der eigene Verstand eingesetzt wird. Und vor allem der Ansatz, bei dem das ganze Pferd in die geplanten Maßnahmen mit einbezogen wird (nicht nur der Huf).

Dies gilt jetzt nicht nur für die Hufbearbeitung, das gilt für jeden Umgang mit dem Pferd (Tierärzte, Pfleger, Sattler und nicht zuletzt wir Besitzer und Reiter!).

So gesehen kann natürlich auch ein Hufbearbeiter "nach Straßer" gut arbeiten - aber es gibt halt auch eine ganze Anzahl abschreckender Beispiele.

@nasowas
Wenn Deine HP zu den Ausnahmen gehört, kannst Du Dich glücklich schätzen!
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Mi Apr 11 2012, 08:52

@fribi
Das tue ich!

Ich finde Strasser komisch was das ganzheitliche angeht. Einerseits bezieht sie sehr viele Aspekte mit ein (Haltung Fütterung usw) aber andererseits führt sie jedes Übel auf den Huf zurück (Ohrenentzündung kommt vom Hufeisen ????? lol )

Ich kenne ja jetzt "nur" "meine" HP und die ist nicht radikal und sagt auch selbst, dass man bei Frau Strasser bei gewissen Dingen einfach weghören muss!
Das verbohrte an Frau Strasser stört mich auch. Sie meint ja NUR und EINZIG ihr Weg sei der wahre und richtige und das ist kein gutes Zeichen.
Meine HP, die direkt persönlich bei frau Strasser gelernt hat und sie auch immer wieder trifft sagt aber sie sei nicht immer so gewesen aber wegen vieler Anfeindungen vor allem aus der "klassisch englischen" Richtung sei sie schon etwas verbittert und verbohrt geworden (das sind jetzt meine Worte sie hat es etwas anders ausgedrückt)

Ich versuchs halt wie mit allem zu machen : Ich nehme mir von dieser Lehre den Teil, der mit logisch erscheint und den ich nachvollziehen kann und den Rest ignorier ich!

Sie sagt ja auch Pferde brauchen keinen Hufschutz wenn sie an das Gelände gewöhnt sind auf dem man reitet und auch sonst auf solchem Gelände leben. Das glaube ich ja irgendwie noch, dass ein top gesundes Pferd ohne jegliche Probleme sich so anpassen kann aber bei der kleinsten Fehlstellung oder Schwäche hört mein Glauben daran auf! Und das Argument bei Wildpferden sie das auch so bestätigt mir das nur, da genug Wildpferde ausselektiert werde. Die die Überleben die sind natürlcih offensichtlich fähig sich anzupassen.

Was mir auch sauer aufstösst ist, dass sie das Dressurreiten so abtut und uns hinstellt, als ob wir draufsitzen und in voller Versammlung losreiten! Sie behauptet, dass das Pferd Last hinten aufnehmen muss sein Blödsinn und ungesund und da lehrt mcih meine Erfahrung halt was anderes.
Klar ist hohe Dressur nciht gesund genauso wie Leistungssport nicht gesund ist. Aber "normaler" Sport und "normale" Dressur halte ich eben für gesund!

Und dann noch eine Sache die ich an ihrer Arbeit kritisiere:
Sie "verbietet" das Pferd so zu nutzen wie es ein (englisch)Reiter eben möchte (Lastaufnahme, Versammlung, Springen, Dressuraufgaben) und wenn ich dann mein Pferd garnichtmehr nutzen darf warum hab ichs dann?
Klar möchte ich es meinem Pferd so schön wie möglich und so Gesundheiitsfördern wie möglich machen aber irgendwas möchte ich auch von meinem Pferd haben oder?
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Sandra´s King am Mi Apr 11 2012, 10:04

@nasowas: also das letzte verstehe ich jetzt auch nicht ganz. Worum denkt sie denn, hat sie überhaupt Arbeit? Weil es so viele Menschen gibt, die gerne Reiten und sich deshalb ein Pferd kaufen. Na klar geht es dann nicht nur darum oben drauf zu sitzen - aber es spielt doch ein große Rolle... Klingt gut, dass sie in Bezug auf die Hufe nicht so radikal zu sein scheint. Aber wenn Sie sonst so n "Zeug" erzählt, würde ich wahrscheinlich ordentlich mit ihr diskutieren!!! Yes Oder ist Sie dann nur für Western? Ne stop das ist es ja aber auch nicht anders - mit Lastaufnahme, Versammlung usw.... Und sie selber reitet nicht?
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Mi Apr 11 2012, 10:49

@Sandras King

Ja du das habe ich auch nciht verstanden. Ich glaube Ausreiten und Wanderreiten und evtl Distanz ist ok. Alles vorwärts abwärts (was wir Dressurreiter ja auch garnciht zu anfang jeder Studen machen nene! Janein ).
Alles andere ist glaube ich icht ok und genau darin denke ich liegt auch der Fakt dass sie sehr unbeliebt ist.
Ich halte das einfach für eine dumme Vermarktungsstrategie!
Wenn ich etwas bewirken will muss ich meinen "Kunden" ja einen Weg zeigen wie sie es besser machn können und nicht gleich alles abschaffen wollen.
Wenn ich z.B. die Umwelt schützen will muss ich verwertbare Verpackungen anbieten und nicht die Lebensmittel unverpackt in den Supermarkt schmeissen und mich wundern warum sie keiner kaufen mag! Wenn ich Benzin sparen will sollte ich sparnsame Autoa anbieten und nicht Fahrräder .... aber ich glaube da klemmt es bei ihr und deshalb mag sie kein Sportreiter!

Wir halten Pferde nunmal nicht weil wir das Geld loswerden wollen sondern weil wir auch unseren Nutzen daraus ziehen wollen. Das ist einfach so und wenn ich das nicht darf halte ich kein Pferd!

Na ja ich denke von Hufanatomie hat sie Ahnung von Menschen nicht!
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Di Mai 08 2012, 08:22

So Freitag kommt die Hufpflegerin zum 3. mal.
Pferdchen steht jetzt bei mir am Hof in einer Art Offenstall (2 Boxen mit Türen zu einem kleinen Paddock und später Weidezugang) und kommt jeden Tag ein paar Stunden auf die Koppel. Dort rennt und springt sie und man kann nichts erkennen aber ich habe immer Angst ihr zuzuschauen weil ich Angst habe zu entdecken dass sie doch wieder lahm geht.
Am Stall sind ein paar Leute, die sehr sehr skeptisch sind aber sie lassen mich mein Ding machen. Sie meinen nur in 4 Wochen auf dem Paddock (Stein bzw Asphaltboden oder wie man das nennen soll) würde sie nichtmehr laufen weil die hufe runter sind aber sie stand schon im alten Offenstall suf so nem Boden den ganzen Winter und jetzt auch mit der neuen Hufpflegerin also glaub ich das nciht.
Zum Reiten werde ich aber Barhuf, egal wie, bei unseren Wegen Schuhe brauchen zumindest an dern Vorderhufen.
Bin gespannt was die Hufpflegerin am freitag sagt.

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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von fribi am Di Mai 08 2012, 12:22

@nasowas schrieb:
Zum Reiten werde ich aber Barhuf, egal wie, bei unseren Wegen Schuhe brauchen zumindest an dern Vorderhufen.
Es gibt inzwischen so tolle Hufschuhe, die wirklich einfach an- und auszuziehen sind, dass dies eine tolle Alternative darstellt. Yes
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Di Mai 08 2012, 12:40

Ja ich hoffe es sind passende für uns dabei. Ich hab gerade die Renegades im Auge. Hab da einen super Testbericht gelesen und von der Hufform müssten sie geeignet sein aber das bespreche ich mit der Hufpflegerin
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Sandra´s King am Di Mai 08 2012, 12:50

Also grundlegend finde ich die Renegades auch richtig klasse. Ich glaub druch die Bearbeitung wäre eine Nummer kleiner für uns jetzt ganz gut... also für euch kommt nicht zufällig die Größe 2 in Frage???
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von fribi am Di Mai 08 2012, 13:24

OT
Bitte die Hufschuhfragen - vor allem bei evtl. Kauf-/Verkaufangeboten - nicht hier im Thread erörtern. Für Tauschgeschäfte empfielt sich die PN....... Zwinker Hier geht es um Hufbearbeitung nach Strasser
OT Ende
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Di Jan 22 2013, 10:59

So kurzes Update auch hierzu:
Ich lasse nun seit einem Jahr die Hufe meiner mit Hufrolle diagnostizierten Stute nach Strasser bearbeiten.
Schon nach dem ersten Ausschneiden waren ihre Bewegungen wieder schwunghafter.
Anfangs war sie sehr fühling auf Kies und Steinchen.
Nach einem Jahr Behandlung läuft sie auch direkt nach dem Ausschneiden nicht fühlig. (Natürlich fühlt sie mehr als mit Eisen und wenn sie auf einen Stein tritt merkt sie das) Für längere Ausritte über steiniges Gelände nehme ich Hufschuhe.
Von der Lahmheit wegen der Hufrollenentzündung ist bisher nichts mehr zu sehen gewesen.
Ich kann also keine der Strasser-Horror-Geschichten bestätigen. Meine Huftherapeutin ist sehr empfehlenswert und ich werde auch mit ihr weitermachen.
Preislich ist es teurer als einfach Ausschneiden beim Schmied (aber vor allem wegen der Anfahrt) . Behandlung alle 6 Wochen, ist relativ viel und hängt wohl auch stark vom Pferd ab aber ich lass lieber schon die kleinsten Dinge korrigieren bevor es wieder weh tut wegen einer falschen Stellung.
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