Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

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Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Sa März 03 2012, 20:22

Hallo Leute, der Titel sagt schon alles und ich möchte bewusst mal nciht mehr dazu sagen warum ich das wissen will sondern ganz "unbefangen" Meinungen hören.

Ich wäre über jede Erfahrung dankbar.

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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von fribi am Sa März 03 2012, 20:54

Ich habe keine persönlichen Erfahrungen, nur indirekte über meine Hufpflegerin (die inzwischen nach NHC-Prinzip arbeitet). Und diese Erfahrungen sind wohl nicht besonders positiv............
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Sa März 03 2012, 21:01

was sagt sie denn?
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Trapper am So März 04 2012, 01:15

Ohhh

Hab da am Freitag noch ein Gespräch gehabt.

"Man kann Pferde mit Fehlstellung egal in welchem Alter wieder gerade stellen"

Jau....wurde schon langsam laut, bin dann aber mit Reni nach Happy gefahren.
Kann ich überhaupt nicht drauf!

In jungen Jahren werden die Hufe gestellt..wenn was sein sollte.
Verpennt man es und das Pferd ist sagen wir mal 5....dann hat man ein Problem.
Ist das Pferd 10 usw.... dann sagt einem doch die Logik schon, das der Schuss nach Hinten los geht.
Wir haben es bei Murani erlebt...da wollte ein Freak den Bockhuf abändern.
Sehnenschaden...Gallen.....nur Mist.
Die Geschichte ist über 10 Jahre her und ich hab eins gelernt:
Ein Gelenk was sich eingeschliffen hat, das kannst du nicht mehr in eine andere Lage bringen.

Ist es jung...lass die Stellung in kurzen Intervallen korrigieren.
Ist es älter...achte auf die Zehenrichtung und das plane auffußen.

LG
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von sisi am So März 04 2012, 12:38

Zu dem Thema hatte doch auch schon Marlene was gesagt. Das geht nur bis das Pferd 3 ist danach kann man Fehlstellungen nicht mehr korrigieren.

Mir hatte unsere SB vor einiger Zeit erzählt, dass die Methode eine zeitlang in England in Mode war. Alle Pferde waren 8 Wochen lahm und die haben noch gesagt, dass das normal ist vz Sorry, aber so krasse Veränderungen können nicht gut sein. Die Sehnen sind bei ausgewachsenen Pferden nicht mehr flexibel genug und das führt zwangsläufig zur Schädigung.
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Teami am So März 04 2012, 13:47

Ich hatte von der Strasser Methode noch nie was gehört und deswegen vorhin mal gegoogelt.
So ganz schlau bin ich da aber auch nicht geworden.
Aber mir drängt sich da eine Frage auf, die sich mir wegen des Googelns der Halbinformationen aufzwängt:
Was würdet ihr machen, wenn euer Pferd Hufrollenenzündung hat (chronisch....ist es , glaub ich, immer....) und ihr schon alles probiert habt (TA ect. pp) und da kommt dann eine Frau Strasser und sagt: "Ich schneide ganz anders und alles wird wieder gut." ?????????????? Verwirrt bin

Vielleicht könnt ihr mir da mal mehr Informationen geben. Ich habe jetzt kein Pferd mit Hufrollenentzündung, aber mich würde es mal interessieren. Irgendwie weiß ich immer noch zu wenig über die Strasser Huf-Bearbeitung .
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Fellnase am So März 04 2012, 14:28

Ich habe mit meiner HO darüber geredet und sie sagte, dass Frau Dr Strasser nicht mehr so vehement ihre "radikale" Methoden befürwortet, sondern sie wäre auch etwas "humaner" geworden.

Persönlich habe ich mit der Methode keine Erfahrungen.
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am So März 04 2012, 18:18

Danke für die ersten Meinungen.
Folgende Geschichte:
Wie einige evtl wissen ist meine mitlerweile fast 5 jährige Stute nach einem Jahr reiten (wenig Belastung , ganz sanft angeritten) lahm gegangen und es kam die Diagnose Hufrolle.
Damals war der Rat des TA sie erstmal auf die Koppel zu stellen für min 6 Monate und dann weitersehen aber zuerst soll sich alles vollkommen beruhigen. Das halbe Jahr ist nun vorbei und ich muss irgendwie mal weiter entscheiden!
1. Möglichkeit:
Eiereisen oder Ähnluches aber auf jeden Fall steiler stellen.
2. Möglichkeit:
auf der Koppel lassen und nciht reiten
3. Möglichkeit Nervenschnitt
4. Möglichkeit Therapie nach Strasser

(gib bestimmt noch mehr aber das steht bei mir gerade an)

3. ist die letzte Möglichkeit und momentan nicht Thema
2. möchte ich eigentlich nicht ohne etwas versucht zu habe
also stehen die konservative Methode die Hufe zu stellen also steil gegen die Strasser Methode flach.

ich denke wenn die Eisen mal drauf sind ist kein zurück mehr möglich also wollte ich mich zuerst über die Strasser Methode informieren aber ich möchte natürlich auch ncihts falsch machen!

Am Freitag kommt eine Huftherapeutin zur Beratung aber ich habe halt Angst, dass ich mich von was blöden überzeugen lasse!
Mir gefällt an Strasser halt, dass es nicht eifach ein Symptome ausschalten sondern eine Bekämpfung der Ursache sein soll aber ob das auch so ist ???
Ausserdem erscheint mir einiges was sie sagt logisch (z.b. Eisen verhindern die natürliche Bewegung des Hufs weil sie starr sind und das verschlechtert die Duchblutung und natürlich dass Box nicht das Beste ist ) andererseits bin ich mir nciht ganz klar darüber was die Risiken sind. Verstanden habe ich, dass einflacherer Huf die Sehne mehr belastet aber was sonst passieren kann verstehe ich noch ncht ganz wenn man es richtig macht und nciht verpfuscht!

Was denkt ihr wäre es mal einen Versuch wert wenn die Beratung gut läuft oder würdet ihr sagen dass ihr das auf keinen Fall machen würdet und konservativ Eisen drauf?
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Bláinn am So März 04 2012, 18:33

Warum nach Strasser?? Eine gute HO könnte da genauso helfen bzw erstmal beraten.

In dem ersten Stall in dem ich war wurde nach Strasser behandelt und es war grausig.
Die Pferde liefen Tagelang lahm, anschließend auf härterem und kiesigem Boden so fühlig dass ein richtiges reiten nicht möglich war...
Ob das alle so machen weiß ich nicht aber seitdem ist diese Methode ein absolutes No Go
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am So März 04 2012, 19:04

Ok schlecht formuliert:

allgemein ne Hufpflege z.B. nach Strasser obwohl die anderen Hufpflegestile, die ich jetzt so mal im Netz gefunden habe meiner ansicht nach nichts zum Zustand jetzt verändern (sie läuft schon immer ohne Eisen) und ich somit keinen Sinn darin sehe weil es ncihts ändern würde aber evtl sehe ich das auch falsch und verstehe die Unterschiede zu Barhuf wie sie jetzt vom Schmied gestellt ist und Barhuf nach Hufpfleger XYZ nicht.
Ich steh auch dazu, dass ich von Beschlaf, Huf, Barhuf usw momentan keine Ahnung habe! ich bin gerade dabei anzufangen mich mit dem Thema zu beschäftigen also lasse ich mich da gerne "infomieren" oder auch eines besseren belehren .

Ich lehne halt so "absolute" Ansichten an sich ab aber ich denke es kommt nciht nur auf die Methode sondern auch auf die konkete Person an, die die Methode auch ausführt!

An sich bin ich nciht toal gegen oder für Beschlag z.B. aber meine 16 jährige würde ich NIE wenn es keinen akuten Grund gibt von den Eisen auf irgendwasumstellen weil sie einfach seit 13 Jahren so läuft und gut läuft und ich denke, dass ich mehr kaputt als besser machen würde!
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Bláinn am So März 04 2012, 19:28

Naja, aber wie Trapper schon gesagt hat: Man kann keine Hufstellung nur durch Strasser (oder auch andere Maßnahmen) so ändern, dass z.b eine Hufrolle weggeht, weil die Gelenke, Sehnen, Bänder, sprich der gesamte Bewegungsapparat bereits so gewachsen ist und man eben nur in sehr jungen Jahren da was ändern kann.

Und mir wäre das Risiko persönlich zu groß, dass eine Person die seeehr stark nach Strasser arbeitet mehr kaputt macht.

Aber wie gesagt, schlussendlich musst du es wissen, auch auf die Person bezogen, die deine Junge dann ausschneiden soll.
Denn hier sind es nur Meinungen die man selber mal erlebt oder gehört hat.

Ich kann eben nur von der krassen Art berichten und deswegen halte ich nicht sehr viel davon.
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Trapper am So März 04 2012, 19:58

Hi

Diagnose Hufrolle.

Wir haben gerade diesen "unklaren Fall" gehabt ( Nachbar ) und daraus war das Gespräch mit dem Stellen gekommen.
Der Nachbar hat folgendes getan:
Pferd in den Hänger und ab in die Klink, wo ein CT gemacht wurde.
Hat ihm was um die 500Ohren gekostet.

Diagnose ( ich weiß nicht welcher Huf ):
An einem Hufbein scheuert ne Sehne und hat dort einen Knorpel beschädigt.

Wie jetzt genau vorgegangen wird, kann ich nicht sagen.
Ich hatte Freitag nicht die Zeit um mit ihm zu reden, da er gerade mit Miss Strasser dran war.
Was auf jeden Fall festgestellt wurde war, das sein Pferd schräg aufgefußt ist.
Bedeutet...der Huf setzte von Außen nach Innen auf.
Das muss jetzt wachsen, bevor man was korrigieren kann.

Das Pferd hatte vor einiger Zeit bereits die Diagnose "Hufrolle" bekommen.
Erst nach dem Roentgen konnte man sagen was los war.
Wir sind nicht Superman und schauen durch den Huf durch.
Ohne vernünftige Untersuchung, würde ich mit nix anfangen.

Ach ja...versuch mal einen TA zu finden, der mit einem Strasserspezi zusammenarbeitet.
In der Regel wird sich ein TA wohl eher mit einem Hufschmied zusammenarbeiten, da der umsetzten und verstehen kann, was ihm der TA dort erzählt.
Böhmische Dörfer haben nichts mit der Behandlung eines Pferdes zu tun und ....hmmm...soll jetzt gut sein Zwinker


LG
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am So März 04 2012, 20:02

Ich denke halt wenn der Beschlag drauf ist ist es rum dann muss ich den Weg gehen PUNKT
Die Stute ist ja ncihtmal 5 und wächst noch also ich denke da kann man , langsam und vorsichtig , schon was an der Stellung ändern ob mit Beschlag sTrasser oder sonst was auch immer.

Ich habe ja bereits sehr lange mit der Frau telefoniert und sie schien mir sehr bodenständig und wenig extrem oder verbohrt aber ... na ja das kann täuschen.

Ich bin mir halt so unsicher was die Krankheit an sich angeht da ist ja sooo viel unklar.
Manche sagen es sei genetisch, andere sagen es kommt duch ne falsche durchblutung im strahlbein und es sei möglich, dass sich die erweiteten Gefässe da wieder bessern. Was stimmt da? Die Fachwelt weiss es ja selber nciht.
Wenn es der erste Fall ist, macht ja nur Besclag und Symptome behandeln Sinn, wäre aber eine Besserung möglich dann wäre dieser weg genau falsch! Ich bin so verunsichert und hab das Gefühl, dass ichs egal wie falsch mache!
Na ja ich schau mir die Frau auf jeden Fall an und spreche nochmal mim TA....
Man so ein Scheiss!
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am So März 04 2012, 20:06

@ Trapper
da waren wir grad gleichzeitig!
Also ich war in der Klinik und Bilder wurden gemacht und es gibt Unebenheiten im Strahlbein.

Klar hast du recht, dass ein TA eher mit nem Schmied arbeitet aber ich lehne nciht generell alles neue ab. Wie sehr wurde der Arzt Semmelweis (glaube so heisst der) belächelt, als er sich die Hände anch jeder Entbindung gewaschen hat weil seine Kollegen es nciht verstanden haben und jetzt verstehen wir warum das Sinn macht.

Ich will nicht Strasser verteidigen (sonst wäre der Thread ja sinnlos) und ich bin extrem skeptisch!
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Trapper am So März 04 2012, 20:21

Hi

Nee.....dafür ist doch solch ein Fred da, damit man Erfahrung und Meinungen sammelt.
Ich kenne mich selbst mit Hufrolle nicht aus, bin aber bei allem am Huf sehr vorsichtig, auch wenn ich sie teilweise selber bearbeite.

Jetzt hatte ich gerade was nachlesen wollen über die Hufrolle und komm am Ende des Textes an....Strasser.
Die ganze Zeit wundere ich mich, warum man über die Schulmedizin mault und dann das.

Was haben die aus der Klinik denn angeraten?
Naja, und ich würde mir ehrlich gesagt jemanden holen, der nicht nach irgendwas arbeitet, sondern seinen Job gelernt hat.

LG
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Bláinn am So März 04 2012, 20:25

Wie gesagt, ich kenn (auch von unserer HO) einfach die Tatsache bzw Aussage, dass man in dem Alter keine großartigen Veränderungen mehr an Gelenken und Co erzielen kann bzw sollte, da das auch nach hinten losgehen kann!

Und das finde ich auch logisch, deswegen bin ich dem ganzen, unabhängig ob Strasser oder nicht, kritisch gegenüber.
Sprich wenn das jetzt ein TA oder ein nicht Strasser Mensch sagen würde, wäre ich genauso skeptisch und würde mir überlegen ob ich den Menschen an die Hufe lasse.
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am So März 04 2012, 20:30

TA meinte eben erstmal Pause dann weitersehen ggf. Spezialbeschlag!
Ich denke kurzfristig höre ich mir das Beratungsgespräch an, eine Bekannte die sich relativ gut auskennt kommt mit und dann werde ich erst irgendwas entscheiden und mich nochmal mit dem TA in Verbindung setzen.
Kommt auch sehr auf das Beratungsgespräch an.
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am So März 04 2012, 20:34

Also das mit dem Umstellen "in diesem Alter" kenne ich anders mit nichtmal 5 sollte da noch was amchbar sein weil ich ja nicht von was extremem umstelle also nciht von extremem Bockhuf normal oder so.
Je jünger das Pferd ist desto besser geht es aber ein Schmied, der einen Rollebeschlag machen würde würde das Pferd ja auch anders Stellen oder?
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Marlene am So März 04 2012, 23:07

Da mein Name schon gefallen ist, melde ich mich auch mal zu Wort.
Ich bin nach DHG ausgebildet und arbeite eng mit einer TÄ zusammen, die lange Jahre in der Uniklinik gearbeitet hat . Sie meint, daß die Diagnose "Hufrolle" zu über 75% unkorrekt diagnostiziert wird.
Was bedeutet den Hufrolle? Eine Entzündung der Hufrolle? Oder eine Osteolyse (Knochenabbau)? Was ist überhaupt die Hufrolle? Die Hufrolle besteht aus den Gelenksanteilen des Hufbeins, Kronbeins, Strahlbeins und dem Schleimbeutel der TiefenBeugeSehne(TBS) direkt im Huf.
Ohne die Ursache der Veränderung oder Entzündung zu kennen, stochert man wie der berühmte Blinde im Nebel.
Hat man nicht mehrere Röntgenbilder über eine Zeitraum verteilt gemacht, kann man nur schwer eine Veränderung am Strahlbein erkennen.
Häufig sind Probleme am Strahlbein durch einen zu engen Huf hervorgerufen. Das Strahlbein sitzt unter dem Hufbein an der breitesten Stelle des Hufes. Wird der Huf durch ein Verkümmern des Strahles zu eng, drückt die seitlichen Hufwände das Strahlbein. Es kommt zu Quetschungen des Hufrollenbereichs mit entzündungsähnlichen Symptomen und/oder zur Osteolyse des Strahlbeins. Daher greift auch Frau Strassers-Methode hier, da diese durch das Wegschneiden oder Schwächen der Trachten den Huf weiten soll. In wieweit man das gut heissen kann sei dahingestellt.
Zum Alter sei gesagt das sich bis drei die Epiphysen (die Wachstumszonen der Knochen) weitestgehend geschlossen haben und daher sich an der Knochensäule nur noch schwer etwas ändern lässt. Der Huf kommt aber mit dem Beritt noch einmal in eine andere Belastungssituation und kann sich dabei noch einmal gravierend verändern.
Im speziellen Fall kann man ohne eine ordentliche Befundung nichts sagen. Ich biete mich aber gerne an Dir eine Befundung zu machen
wenn ich Fotos bekomme. Gerne auch über PN wenn Dir das lieber ist.
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Teami am Mo März 05 2012, 00:04

Hab jetzt nochmal wegen Hufrolle nachgelesen, zusammen mit Marlenes Aussage ist das, was als Hufrolle bezeichnet wird sehr schwammig, wenn es um eine Diagnose geht. So, wie ich verstanden habe, scheint die Diagnose "Hufrolle" im Prinzip ein Oberbeggriff zu sein, für eine Erkrankung/ Veränderung im hinteren Hufabschnitt, Sprich Strahlbein, Schleimbeutel und was da sonst noch so im Huf vorzufinden ist. (ich finde, als Laie ist das sehr viel Input und kaum auseinander zu halten, wenn man nicht unendlich viele Präparate gesehen hat im Vergleich zu gesund und krank /verändert)

Mich macht stutzig, dass das Pferd ja Schmerzen hat bei Belastung des hinteren Hufes, sogar manchmal soweit gehend, dass ein erkranktes Pferd auf den Hufzehen aufsetzt um den hinteren Huf zu schonen.
Wenn ich das richtig verstanden habe (ich lass mich gern eines besseren belehren), setzt Frau Strasser den Huf flacher, so dass die Belastung weiter auch mit auf den hinteren Huf gesetzt wird. Von den Sehnen , die dadurch natürlich anders belastet werden, gedehnt werden, klingt das für mich aber wenig plausibel, durchblutungsfördernd für den Strahl und das Strahlbein hin oder her.
Ich kann mir einfach nur vorstellen, dass das schweineweh tut. Wenn ich eine Druckstelle und dadurch eine Entzündung unter der Ferse habe, wodurch der Knochen schon in Mitleidenschaft gezogen ist und ein Arzt verpasst mir eine Einlage unter meinem Fußballen, würde ich das für wenig angenehm empfinden. Und wenn er mir tausendmal sagen würde, das ist durchblutungsfördernd.
In dem Fall würde ich einen Arzt vorziehen, der die Ferse entlastet, damit es abheilen kann.

Vielleicht habe ich ja auch alles verkehrt verstanden, ich finde , Hufrolle ist ein sehr komplexes Thema und mitunter schwer zu verstehen. Ich versuche nur, mir das vorzustellen und zu sehen, welche Lösung die richtigere ist.
Wie gesagt, wenn ich es falsch verstanden habe, dann lass ich mich gern belehren.
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Marlene am Mo März 05 2012, 06:38

Teami Du hast es genau richtig erkannt. Die Hufrolle wird immer hergenommen wenn man nicht mehr weiter weiss.
Bei dem Aufrschrei "Mein Pferd hat Hufrolle!" ist meine Antwort: "Hoffentlich 4."
Ein Entlasten der Trachten ist mit Eisen praktisch nicht zu machen. Durch das Scheuern des Trachtenbereiches auf dem Eisen kommt es faktische zu einem Kürzen der Trachten. Damit wird die TBS weiter gestresst. Ausserdem muss man erst die Ursache kennen bevor man Nachhaltig die Symptome angeht. Häufig sind es dauerhaft ungesunde Druckverhältnisse im Huf die zu Entzündungen oder einer Osteolyse führen. Der Huf ist ein sehr spezielles Organ und muss immer als ganzes Funktionieren. Wir Menschen können unser gewicht auf die Zehen stellen um die Ferse zu entlasten und können so die Druckverhältnisse in den Knochen etwas steuern. Ein Pferd steht schon auf der Zehenspitze und nur das Hufbein kann die Kräfte auf die Knochensäule übertragen.
Der gesamte Hufrand sollte diese Kräfte aufnehmen, um keine Überlastung in anderen Bereichen zu provozieren.
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Mo März 05 2012, 18:53

Hallo
Danke für die ausführliche Antwort!
@Marlene
Ich bin etwas verwirrt einerseits scheinst du pro Hufrolle durch eine andere Methode als steil stellen mit Eisen zu sein aber contra Strasser?

Ich hab erstmal ne allgemeine Frage:
Hälst du "Hufrolle", genauer eine Entzündung hervorgerufen durch Veränderungen am Strahlbein für heilbar oder nur die Symptome für behandelbar?
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Marlene am Mo März 05 2012, 19:47

@Nasowas
Wenn ich durch ein Eisen den Huf steil stelle, ändert sich die Stellung im Huf im Verhältnis zum Eisen nicht. Der Huf trifft im selben Winkel auf das Eisen wie vorher auf den Boden.
Strasser versucht durch die Schwächung der Trachten den Huf zu weiten und kann damit sogar Erfolg haben, wenn der Huf nur zu eng gewesen sein sollte. Aber, und hier setzt meine Kritik an der ursprünglichen Strasser Methode an, aber so einfach ist es meist nicht. Und es gibt in der Natur keine ganz gleichen Hufwinkelungen, jeder Huf ist ein Unikat und muss als solches behandelt werden.
Das zu Strasser. Hoffe ich konnte mich verständlich machen. Puh

Meines erachtens kann im frühen Stadium ein gesunder Körper eine Veränderung heilen. Durch gezielte Fütterung und Medikation kann dies unterstüzt werden. Masive Veränderungen in den Knochen sind mit zunehmendem Alter immer schwerer zu beheben. Man geht in der Medizin davon aus, dass der Körper nach ca.10 Jahren jeden Knochen komplett erneuert hat.
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von nasowas am Mo März 05 2012, 19:58

@Marlene schrieb:@Nasowas
Wenn ich durch ein Eisen den Huf steil stelle, ändert sich die Stellung im Huf im Verhältnis zum Eisen nicht. Der Huf trifft im selben Winkel auf das Eisen wie vorher auf den Boden.
Strasser versucht durch die Schwächung der Trachten den Huf zu weiten ...

Ich versteh nicht ganz warum die Stllung zum Eisen gleich bleibt so wie ich das kenne werden Keile unterlegt?

"Trachten schwächen" klingt nicht gut was sind die Gefahren?

Ganz überspitzt gesagt:
Kann ich diese Methode testen und wenn kein ERfolg kommt zurück zum klassischen Rollebeschlag?
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Re: Hufpflege nach Dr Strasser, wer hat Erfahrungen?

Beitrag von Marlene am Mo März 05 2012, 21:25

Beim Schwächen der Trachten kann es leicht zu Verletzungen kommen, da die Lederhäute im Ballenbereich sehr weit an die Epidermis heranreichen. Daher war es früher üblich dass sich Strasserleute eine Verletzungsklausel unterschreiben liesen.
Das war auch mit ein Grund für die Verschärfung des Hufbeschlagsgesetzes von 2006.

Kann ich diese Methode testen?
Prinzipiell ja.
Man kann jede Methode testen und später zu einer anderen wechseln.
Der Huf befindet sich immer im Aufbau und Abnutzung. Die Kunst ist es diese beiden Gegensätze so zu steuern, dass es zu keinen Schädigungen kommt. Dabei spielet die Nutzung und Fütterung genauso eine Rolle wie die Haltung und Hufbearbeitung.
Die Frage ist für mich nicht kann man das, sondern will man das und soll man das. Aber dass muss jeder für sich ausmachen, diese Entscheidung trifft der Halter bzw der Besitzer. Wir Hufbearbeiter können nur beraten.
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