Schlechtes Gewissen, weil im Dezember in den Offenstall umgezogen???

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Schlechtes Gewissen, weil im Dezember in den Offenstall umgezogen???

Beitrag von Grille am Mo Dez 19 2011, 10:09

Hallo,

momentan ringe ich etwas mit mir. Ich weiß, mein Pony ist definitiv nicht aus Zucker und man neigt ja dazu, Pferde zu vermenschlichen.

Zum 1. Dezember ist bei uns am Stall der komplette eine Offenstall frei geworden. Damit unser Pferd Nr. 4 in Kürze zu uns umziehen kann (steht im Moment noch am Reitverein), die Deele bei uns am Stall aber nur drei Boxen hat, hatte ich mir gedacht, es wäre für das Pony bestimmt schön, wenn er zusammen mit seiner besten Ponyfreundin und einem Neuzugang in den Offenstall umziehen könnte.

Den ganzen November war das Wetter ja auch echt super. Und am 1. Dezember war es, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Wind und Regen fingen an. Echt blöd. Klar mein Pony hat vorher auch die Tage draußen auf dem Paddock verbracht (der genau neben dem Offenstall liegt), aber abends kam er ja immer rein. Noch ist seine Box auf der Deele ja auch frei, weil Pferd Nr. 4 erst zum 1. März umziehen wird, weil wir keine Halle haben und sie noch recht jung ist und meine Tochter über den Winter mit ihr Arbeiten möchte. Andererseits dachte ich mir aber, es wäre sinnvoller wenn alle drei zeitgleich einziehen...

Gestern hat er nun zwei Mal angehustet. Andererseits ist er am Donnerstag gegen Influenza geimpft worden, manchmal reagiert er auf die Impfen. Irgendwie hat man da ja doch ein schlechtes Gewissen.

Damit das Wetter weniger in den Offenstall schlägt, haben wir mit dem Stallbesitzer abgesprochen, daß wir die eine Wand unter dem Überdach noch zu machen dürfen. Mein Mann hat das als Fertigteil gebaut und wird es noch vor Weihnachten am Unterstand einsetzen. Trotzdem hoffe ich natürlich, daß dieses nasskalte, windige Schmuddelwetter nun endlich einer trockenen Kälte weicht, aber leider ist das ja eine der wenigen Sachen, die man so gar nicht beeinflussen kann...

Ach ja, vorher haben in diesem Offenstall drei Großpferde und zwei 120er-Ponies gestanden. Jetzt ist es ein Großpferd (Rentner), unser 140er-Pony und ein 130er Pony. Mehr sollen da auch nicht rein. Sie verstehen sich alle drei gut und stehen bei schlechtem Wetter auch alle drei zusammen drinne.


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Re: Schlechtes Gewissen, weil im Dezember in den Offenstall umgezogen???

Beitrag von blondie am Mo Dez 19 2011, 12:02

Hm ... warum hast du jetzt ein schlechtes Gewissen Verwirrt bin

Ich dneke das brauchst du nicht haben.

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Re: Schlechtes Gewissen, weil im Dezember in den Offenstall umgezogen???

Beitrag von Grille am Mo Dez 19 2011, 12:17

blondie schrieb:Hm ... warum hast du jetzt ein schlechtes Gewissen Verwirrt bin

Weil ich es in den letzten Tagen (mit Ausnahme von gestern vielleicht) draußen absolut scheußlich fand. So ein Wetter, wo man eben selbst den besagten "Hund nicht vor die Tür jagt" und selbst froh ist, wenn man abends in die behagliche Wärme kommt. Dann habe ich hier abends im Haus gestanden, aus dem Fenster Richtung der Straßenlaternen geblickt und den Regen im Wind (Sturm) beobachtet und gedacht "das arme Pony". Ausgerechnet jetzt pack ich den in den Offenstall.

Wobei wir mittlerweile die Möglichkeit geschaffen haben, im Unterstand Heunetze aufzuhängen, damit sie zum Fressen drin stehen können. Der Unterstand ist dick eingestreut. Ein Drittel des Paddocks ist gepflastert, der Rest im Untergrund befestigt, so daß es zwar etwas matschig ist, der Matsch aber noch nicht mal über die halbe Hufhöhe hinaus reicht. Aber ich komme mir trotzdem wie so eine sprichwörtliche Rabenmutter vor...

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Re: Schlechtes Gewissen, weil im Dezember in den Offenstall umgezogen???

Beitrag von blondie am Mo Dez 19 2011, 12:31

Ich weiß, mein Pony ist definitiv nicht aus Zucker und man neigt ja dazu, Pferde zu vermenschlichen.

Du hast dir die Anwort denk ich schon selbst gegeben Zwinker

So wie du es beschreibst sehe ich keinerlei "schlechten" Gedanken ein Pferd in einen OS zu stellen. Sie können wählen ob sie drin oder draußen stehen möchten.

Meine 2 inkl. Einsteller standen gestern auch bei Graupel draußen Rolling Eyes

Wir sind da doch etwas "anders" und wollen ins mollig warme Wohnzimmer.

meine schlafen sogar draußen im Sand bei dem Wetter Schulterzuck

Wenn dein Pony nicht genug Winterfell hat kannst du dir höchstens überlegen ob du ihm eine Regendecke überschmeißt falls er frieren sollte.

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Re: Schlechtes Gewissen, weil im Dezember in den Offenstall umgezogen???

Beitrag von Grille am Mo Dez 19 2011, 12:38

Also eine am Hals etwas höher geschnittene Regendecke hat er auf, zwei Ersatzdecken liegen in der Sattelkammer im Schrank. Aber bisher hat die dicht gehalten. Bin auch immer am überlegen, ob ich es nächsten Winter ohne Decke versuche, bin da aber noch total unschlüssig.

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Re: Schlechtes Gewissen, weil im Dezember in den Offenstall umgezogen???

Beitrag von Sagrei am Mo Dez 19 2011, 12:49

Ich denke auch, dass du kein schlechtes Gewissen haben musst und, auch wenn du es wahrscheinlich lieber nicht hören magst Zwinker , deine Süßen gerade sehr wohl vermenschlichst! Kitzel

Bei so einem Offenstall würde ich nicht zwei Mal überlegen. Was du schreibst klingt sehr gut. Ich habe erst vor ein paar Tagen noch gelesen, dass die ideale Wohlfühltemperatur bei Pferden sich im Bereich um die 5 Grad einpendelt.

Mach dir mal keinen Kopf und freu dich lieber, dass die Süßen jetzt so schön wählen können, was sie lieber mögen. Und sein wir ehrlich, die Stallgassen sind, wenn nicht gerade geheizt, auch nur wenig wärmer als draußen.
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Re: Schlechtes Gewissen, weil im Dezember in den Offenstall umgezogen???

Beitrag von Grille am Mo Dez 19 2011, 13:11

Sagrei schrieb:Und sein wir ehrlich, die Stallgassen sind, wenn nicht gerade geheizt, auch nur wenig wärmer als draußen.

Yes Stimmt... Wir haben letzten Winter auf der Deele extra eine Tränkenheizung instaliert, damit die Türen auch im Winter aufbleiben können und nicht kaputtfrieren. Und als unsere Pferde (bis vor drei Jahren) noch am Reitverein standen, da hatten sie Paddockboxen und konnten auch selbst entscheiden, ob sie drin oder draußen stehen wollen. Wobei das Pony bei Regen immer drin war, er scheint es nicht zu mögen, wenn die Ohren nass werden.

Aber ich hatte an verschiedenen Stellen gelesen, daß die Umstellung in den Offenstall am besten im Frühjahr oder Sommer stattfinden sollte.

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Re: Schlechtes Gewissen, weil im Dezember in den Offenstall umgezogen???

Beitrag von Sagrei am Mo Dez 19 2011, 13:27

Natürlich ist es im Offenstall am nettesten, wenn man sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen kann. Aber wir reden bei euren Pferden ja nicht von Hochleistungssportlern, die nie eine Weide von nahem gesehen haben und schon bei Temperaturen unter 15 Grad eingedeckt werden(überspitzt gesprochen). Eure Pferde kennen das Wetter vom Paddock und haben zusätzlich die Möglichkeit wind- und regengeschützt zu stehen.

Ist doch alles bestens. Manchmal machen wir uns aber auch einen zu großen Kopf um die lieben kleinen. Zwinker
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Re: Schlechtes Gewissen, weil im Dezember in den Offenstall umgezogen???

Beitrag von Gast am Mo Dez 19 2011, 13:52

Ich finde es gut, dass Du Dir Gedanken machst! Würde ich bestimmt auch! ( Mein Pferd trägt rosa Ohrenschützer! rotwerd )

Ich würde das Pferd in der nächsten Zeit einfach etwas genauer beobachte, was es für einen Eindruck macht: Zufrieden, in sich gekehrt, entspannt, unglücklich, verliert es an Gewicht etc.... Ich denke die Antwort darauf, ob es wirklich richtig war, kann Dir nur Dein Pferd geben! Zwinker Solange es einen zufriedenen Eindruck macht ist alles bestens! Yes

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Re: Schlechtes Gewissen, weil im Dezember in den Offenstall umgezogen???

Beitrag von Grille am Mo Dez 19 2011, 15:16

Javellin schrieb:...verliert es an Gewicht ...

Ich wäre ja gar nicht böse, wenn der ein wenig an Gewicht verlieren würde - so auf Dauer! Er und das andere Pony sind äußert leichtfuttrig. Die haben in der Weidesaison, die bei uns bis weit in den November ging, mächtig zugelegt. Von daher ist der Offenstall auch super. Da können wir nächsten Sommer evtl. die Ponies etwas eher "reinholen". Dann mümmeln sie nicht auf der Wiese, sind aber gleichzeitig draußen und haben "Sozialkontakt". Auf der Deele hätte er alleine gestanden, wenn ich ihn eher reingeholt hätte und da hat er mächtig "Terror" gemacht. Einmal hat er sogar mit der Schulter die Schiebetür aufgehebelt. Also habe ich es immer vermieden, ihn alleine reinzustellen. Auf den Winterpaddock (wo unsere anderen z. Zt. Pferde stehen) ging auch nicht, weil das im Sommer der Verbindunggang zwischen Weiden und Wasserstelle ist. Und der Offenstall war ja bis dato anderweitig belegt. Aber im nächsten Sommer haben wir dann quasi alle Möglichekiten offen. Yes

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Re: Schlechtes Gewissen, weil im Dezember in den Offenstall umgezogen???

Beitrag von Ostfriesenmädel am Mo Dez 19 2011, 15:57

Ich würde kein Pferd im Dezember in einen Offenstall stellen, wenn dieses vorab in der Box gestanden hat.

Da Dein Pferd aber ja bis in den November ganz draußen Stand und daher vor dem Einzug in den Offenstall nur ein paar Tage über Nacht in der Box verbracht hat, sehe ich da kein Problem.

Und zum Thema frieren . . . meine Appistute,welche auch nicht gerade dickes Winterfell bekommt, hat auch keinerlei Probleme im Winter und sie steht jetzt schon das zweite Jahr über im Offenstall.

Beobachte Dein Pferd einfach weiter und dann wirst Du schon erkennen, ob er mit den neuen Gegebenheiten zurecht kommt oder nicht.

LG
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Re: Schlechtes Gewissen, weil im Dezember in den Offenstall umgezogen???

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