Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

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Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Fellnase am Di Sep 20 2011, 10:13

Mein Pferd war bis vo 2 Jahren in einem OS, danach sind wir zu einem Stall mit Boxenhaltung umgezogen, weil die Haltungsbedingungen in den OS nicht optimal waren. Ich wäre bereit jederzeit wieder umzuziehen, aber

- ich will keine windschiefe zusammengehämmerte Hütte auf einer Matschwiese haben
- ich will ausreichend Unterstellmöglichkeiten für alle Pferde haben
- ich will nicht ohne Strom sein
- ich will Wasser haben (nicht mit Eimern aus dem Feldgraben unter Eis Wasser rausbuddeln oder von Zuhause mitschleppen)
- ich will keine Mistpampe auf dem Paddock haben, sondern evtl. teibefestigt und gepflegt
- die Zäune dürfen nicht beim Sturm wegfliegen und es muss genug Strom drauf sein
- ich will eine Reitmöglichkeit haben (einen Platz auf jeden Fall, evtl eine Halle in der Nähe)
- ich kann mithelfen, aber es muss möglich sein,dass man nicht jeden Tag da sein muss um sein Pferd zu versorgen
- ich möchte meine wenigen pferdigen Sachen sicher lagern können und sie nicht dauernd von A nach B und zurück mitschleppen

Warum bauen Stallbetreiber nicht solche OS-Gruppen ? Ich denke es wären genug Einsteller, die Interesse hätten und bereit wären auch zu bezahlen, wenn alles stimmen würden.

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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von fribi am Di Sep 20 2011, 10:45

Diese Bedingungen wären auch für mich optimal. Dazu müsste noch kommen, dass die Pferde so viel Platz haben, damit es auch für rangniedrige Tiere immer stressfrei bleibt (Futter, Liegebereich etc.).

Ich vermute mal, dass dies z.B. in Ballungsräumen auch am Platzangebot scheitert. Wenn ich mir unseren Stall anschaue (60 - 70 Pferde) wäre daraus mit dem vorhandenen Platz kein vernünftiger OS zu realisieren, denke ich mal.
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Bláinn am Di Sep 20 2011, 10:48

Fellnase, genau DAS frage ich mich SOOOO oft!

Hier bei uns in der Nähe gibt es auch einige OS, zwar nicht ganz so schlimm wie von dir beschrieben, aber erstens zu viele Pferde auf einem Raum, zu wenig Weide, wo nichts mehr wächst, außer Unkraut.

Heu ist oft von schlechter Qualität, eingestreut wird oft gar nicht.
Dann oftmals eine Wiese die eingezäunt ist und als REitplatz betitelt wird vz

Ich bräuchte für nächstes jahr einen Stall mit Halle. Denn wenn ich dann zum arbeiten anfangen bin ich nicht vor halb 7 Zuhause. Und ich hab mir kein Pferd gekauft bzw habe es, dass ich nur am WE zum Reiten komme. Geschweige denn von der dressurlichen Ausbildung, davon kann man dann bei 2 mal die Woche im Gelände rumreiten (weil der Platz ja im Winter meistens nicht wirklich benutzbar ist) nicht sprechen!

Aber was ist: Es gibt einen einzigen OS (naja, Holzhütte mit Matschpaddock vorne dran) der eine Halle hat - aber da zahlt man 350 Euro und die Leute sind sowas von arrogant. Nein danke.
Zumindest hab ich bis jetzt keinen weiteren OS gefunden.

Auch das Prinzip vom LAG ist bei uns in der Gegend 1!mal vertreten, aber auch nur in einer abgemilderten Form.

Ich bin auch echt bereit mehr zu zahlen, aber wenn nicht mal das Angebot da ist, dann sieht es halt echt schlecht aus.

@ Fribi: Ja gut in Ballungsgebieten, aber hier bei uns auf dem "Land" (mittelgroße Städtchen sind ja in der Nähe) wäre der Platz. Viele Bauern haben ja unmengen an Land.
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von fribi am Di Sep 20 2011, 10:55

Ich denke, es dauert einfach seine Zeit, bis das Angebot auf die Nachfragen reagiert. So hat es ja auch recht lange gedauert, bis die Ständerhaltung abgeschafft wurde und bei Neubauten sind (hoffentlich) reine Boxenställe auch in der Minderheit. Wenigstens Paddockboxen sollten es schon sein.

In den Fachzeitschriften wird ja auch immer öfters von gut durchdachten Stallkonzeptionen berichtet. Vielleicht bringt das den einen oder anderen SB zum Nachdenken und er ändert was.

Und vielleicht sollten wir selbst bei unseren SBs anklopfen und nach OS-Möglichkeiten nachfragen? Allerdings weiß ich es von meinem, dass er das nicht haben möchte......... Rolling Eyes
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Bláinn am Di Sep 20 2011, 10:59

Naja unser Stall ist wirklich super. Da kann ich mich jetzt so überhaupt nicht beschweren, wenn nicht das Hallen Problem wäre Sad

Die Sb machen auch wirklich total viel für uns Einsteller. Aber eine Halle können sie sich eben nicht leisten.
Es ist auch einfach so: Viele Leute haben gar nicht die Ambitionen mit ihren Pferden regelmäßig was zu machen. Denen reicht es mit ihren Pferden im Gelände rumzujuckeln. Und im Winter reiten die eh nicht gern, da steht das Pferd eben - also für was brauchen die ne Halle?
So argumentiert eben unser SB - da versteh ich ihn auch irgendwie Neinja

Und Hallenbenutzung ist auch schwierig, denn wenn man keinen Verein hat, lassen die meisten SB´s keine Fremdreiter in die Halle
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von blondie am Di Sep 20 2011, 11:18

Wir haben jetzt auch schon hin und her überlegt... wir haben nur ein kleines "Platzproblem" ... auf eine Wiese von mir will ich keine Halle stellen weil ich die Weidefläche brauche... und Grundstück zukaufen geht im Moment nicht.

Mittlerweile sind Reithallen gar nicht mehr soooo teuer... vorallem gibt es die Projekte da kann man sich Hallen hinstellen lassen, die werden dann aber für Solaranlagen (DAchfläche) verwendet aber das kann uns ja im Prinzip egal sein, was man drinnen macht oder wie man die verkleidet ist egal Yes

Ich habe auch selbst gebaut aus dem Grund... hier stehen auch nur windschiefe Hütten im "Matsch"...


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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Bláinn am Di Sep 20 2011, 11:20

Klar selber bauen ist da das Beste, aber SElbstversorger wollte ich nie sein und will ich auch nach wie vor nicht. Denn man ist einfach zu gebunden.

Da könnte ich nicht mal eben am WE zu meinen Eltern oder zu meiner Oma die nicht hier wohnen, oder auch Urlaub...

Ne das wär nichts für mich Pfeiff
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Gast am Di Sep 20 2011, 11:29

Also ich denke das liegt an der Zeit, Platzangebot und vorallem Geld.

Wie Blainn schon sagt, sehr viele Freizeitreiter trainieren nicht regelmäßig, sondern gehen ins Gelände, zum entspannen. Ist ja auch gut so.
Diejenigen die aber regelmäßig trainieren wollen dann auch auf Tuniere, haben dementsprechend gute oder bessere Pferde. Haben daher viel Angst vor Verletzungen und ziehen daher denke ich Boxenhaltung vor. Zumindest ist das hier in unserer Gegen so erkennbar.
Diese Reiter sind dann auch in Vereinen und stehen meistens dann auch dort im jeweiligen Stall.
Bei uns in den wenigen Offenställen die es gibt, findet man meist Ponys, "ausrangierte" Traber, reine Geländepferde und Rentner.

Zudem muss man mal schauen wer denn einen Offenstall aufmacht. Hier in der Gegend sind das Bauern, bzw. Nachkommen von Bauern, die das Land geerbt haben aber eben keine Kuhwirtschaft mehr betreiben wollen. Die machen die Wiesen auf und lass laufen.
Aber da muss man eben auch noch einiges reinstecken. Paddockuntergrund... Punkt 1. ist mit das teuerste am Offenstall. Gerade wenn man mehrere Pferde aufnehmen will. Und wer kann sich dann noch leisten ne Halle zu bauen??? Und wenn in der Gegend eh nur die weniger ambintionierten Reiter ihre Pferde in OS stellen, warum sollte man dann noch soooo viel investieren???
Schließlich will der Einstaller ja auch keine horrenden Summen jeden Monat bezahlen, was aber wenn man einen tip top OS baut unvermeidlich ist.
Heutzutage gehts viel ums Geld... und ich denke dann stellen doch einige ihre teuren Pferde lieber über nacht in ne Box, zahlen genausi viel wie im OS, haben aber weniger Verletzungsrisiko weils das Futter immer alleine bekommt.


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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Nedserd am Di Sep 20 2011, 12:51

Ich glaube die Stallbesis brauchen noch so ein bisschen zum umdenken:-)
Es ist so Schematisch unterteilt:
Turnierreiter: Box, will meist sein Pferd nicht dauerhaft oder überhaupt raus lassen, brauch Halle und Platz zum trainieren.

Freizeitreiter: Gibt kein Grund sein pferd nichtd auerhaft raus zu lassen, reitet im Gelände

Meistens wird leider noch so gedacht. Ein OS mit Halle und Platz würde mir auch gefallen.
Wenn ich mal selber baue, dann allerdings Box mit großem Paddock. Ist irgend wie eher mein Fall....
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von make my day am Di Sep 20 2011, 12:54

Ich glaube, ich muss mich mal unbeliebt machen!
Ich hab nämlich alles, was ihr euch wünscht. zrs

Fellnase schrieb:
- ich will keine windschiefe zusammengehämmerte Hütte auf einer Matschwiese haben
Haben wir. Stabile Offenställe aus Holz oder aus einer Stahlkonstruktion mit Holz ummmantelt.

- ich will ausreichend Unterstellmöglichkeiten für alle Pferde haben
An unseren ausreichend großen OS wurde vor einigen Wochen noch ein Dach vom etwa 15Quadratmetern anebaut, als bekannt wurde, dass ein weiteres Pferd einziehen wird.

- ich will nicht ohne Strom sein
Wir haben Licht am anliegenden Anbindeplatz, im Stall und drumherum.
Strom funktioniert immer, sowie am Zaun als auch im Stall.


- ich will Wasser haben (nicht mit Eimern aus dem Feldgraben unter Eis Wasser rausbuddeln oder von Zuhause mitschleppen)
Gibts bei uns ebenfalls...fließend.
Im Winter läufts im Stalltrakt.


- ich will keine Mistpampe auf dem Paddock haben, sondern evtl. teibefestigt und gepflegt
Unser Paddock ist im vorderen Teil befestigt mit Platten und Holz.
Dann kommt eine Großfläche Paddockmatten. Die eigentliche Weide ist nicht befestigt, weil ja sonst kein Gras wachsen kann. Aber die wird bei Matschwetter sowieso größtenteils zugemacht.


- die Zäune dürfen nicht beim Sturm wegfliegen und es muss genug Strom drauf sein
durchgehend mindestens 7000V

- ich will eine Reitmöglichkeit haben (einen Platz auf jeden Fall, evtl eine Halle in der Nähe)
Wir haben eine Halle 20x50 circa, einen Reitplatz in der selben Größe und ein Round Pen. Alles beleuchtet und in wunderbarem zustand, wird regelmäßig bewässert und gepflegt.

- ich kann mithelfen, aber es muss möglich sein,dass man nicht jeden Tag da sein muss um sein Pferd zu versorgen

Im Prinzip sind wir Selbstversorger.
An meinem Hof kann man aber auch in Vollpension stehen.
Da wir aber immer Offenstallgruppen von 2- 6 Pferden haben, lässt sich die Stallarbeit aufteilen.
In unserer Gruppe muss lediglich jeder 2 mal abäppeln (wir sind 4 Pferdebesitzer) und eine nur einmal.
Dafür füttert sie jeden abend die Pferde und ihr Freund ist unser Decken-, Fliegenmasken- und Medikamentedienst.
Ich kann also durchaus mal 2 Tage nicht kommen und weiß mein Pony ist bestens versorgt. Er wird sogar bewegt, wenn ich das möchte und die RB Zeit hat.

- ich möchte meine wenigen pferdigen Sachen sicher lagern können und sie nicht dauernd von A nach B und zurück mitschleppen

Geht bei uns ebenfalls.
Wir sind ein sehr familiärer Stall, bei uns kann man Tag und Nacht seinen Spind offen lassen und es wird nix geklaut.
Zu meinem Spind lauf ich nicht besonders weit...2 Spinde stehen sogar direkt vorm OS bzw im Futterkämmerchen im OS.

Für den ganzen Spaß bezahle ich 250€ im Monat.
Erst fand ich es ziemlich teuer, aber mittlerweile halte ich den Preis für gerechtfertigt.
Ich hab schließlich alles, was ich will.
Und wo bitte findet man sonst Offenstallhaltung mit einer Reithalle?
Bei uns sicherlich im Umkreis von 30km nur einmal.
(Ich fahre zu meinem Hof 10 Minuten.)
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von fribi am Di Sep 20 2011, 13:09

@make my day
Da kommt wirklich Neid auf...........
Toll, dass Du Dein Pferd auf so einer schönen Anlage hast Yes
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Ostfriesenmädel am Di Sep 20 2011, 13:33

Wow, @ Make my Day, da hast Du wirklich sehr viel Glück gehabt [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Bei uns im ganzen Umkreis gibt es KEINEN einzigen richtigen OS und auch die schlechten "Hütten" sind sehr spärlich.

Im Reitstall war ich von ca. 30 Einstellern die EINZIGE, welche Ihr Pferd das ganze Jahr draußen halten wollte und ich hatte das Glück, dass ich den "OS" dort im Winter benutzen durfte, musste den aber selber aufwerten, hatte die ganze Arbeit nebst der Jungpferde der Stallbesitzer, die ich mitgemistet und bei Kälte mitgetränkt habe.

Hier ist der Bedarf anscheinend nicht so groß, sonst würde es doch OS geben, die vernünftig durchdacht sind.

Jetzt habe ich die Pferde selber am Haus, wir sind eh durch die Landwirtschaft an Haus und Hof gebunden.

Sicher ist auch das kein Luxusstall, aber den Pferden wird es an nichts fehlen, sie haben genügend Auslauf auf verschiedenen Untergründen, gutes Futter und auch wenn ich aufgrund der Witterung dann eben oft nichts mit ihnen machen kann, ist das für mich und ich denke auch für die Pferde die beste Lösung.
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Fellnase am Di Sep 20 2011, 13:38

@make ma day, da würde ich auch gleich hinziehen !

Ich denke es gäbe genug Einsteller für solche Offenställe, sie müßten nur vorhanden sein und ein vernüftiges Konzept für die Kunden vorliegen.
In meinen Bekanntenkreis wüßte ich auf anhieb mind. 5 Pferde, die sofort in so einem Stall einziehen würden.

Aber leider gibt es immer noch genug Einsteller für Ställe, wo Pferde im Winter gar nicht rauskommen und im Sommer auch beim guten Wetter für ein paar Stündchen vz

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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Ósk am Di Sep 20 2011, 17:48

Muss auch mal angeben zrs

Die Pferdchen stehen in einer soliden Scheune mit Fress- (uneingestreut+Fressgitter) & Liegebereich (Stroheinstreu);
draussen hat es Paddocks mit Sand (darunter Paddockgitter) & Beton;
Weiden direkt im Anschluss, mehrere Selbsttränken & Eingänge vorhanden. Für den Reiter gibt es einen soliden Sattelschrank, Trockenraum, Anbindemöglichkeiten draussen & drinnen (beides beleuchtet, Abspritzmöglichkeit, fliessendes Wasser (auch warm), Sitzecke, beleuchteter & drainierter Reitplatz & Roundpen, beleuchtete O-Bahn (Funi würde sagen O-Bähnchen), unbeleuchtete Grasbahn. Zum Service gehört das Sauberhalten der Ställe, Paddocks & Weiden, Verabreichung der Wurmkur + Anlagennutzung & Sattelschrank.
Halle könnte man vom Nachbarn gegen Gebühr benutzen, kosten tut der Spass 155 Euro im Monat. Was fehlt noch? Wer zieht her?
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Bláinn am Di Sep 20 2011, 18:06

Dass Schatz und ich pferdetechnisch nicht gerade gut wohnen, weiß ich (leider) Sad

Aber bei uns jetzt ist die Situation immer noch besser als in der Gegend in der meine Eltern wohnen. Da bist pferdetechnisch echt am A*** der Welt
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Ósk am Di Sep 20 2011, 18:15

Ne Stallbekannte sucht jetzt auch was in Süddeutschland, da sie wegen der Arbeit wegziehen muss. Und auch dort ist das Problem von OS = Windschiefe Hütte + Matschkoppel oder Box = Pferd kommt nur bei gutem Wetter raus ganz immens. ganz schön schwierig.

Hier ist der Wettbewerbsdruck einfach sehr gross, da es sehr viele Ställe hat, die quasi um die Einsteller buhlen müssen. Inzwischen bekommt man hier fast keine Genehmigung mehr für eine Reithalle -> gibt zu viele.

Leider halten sich ja auch noch viele alte Klischees von Warmblut = Boxenpferd; Fjordi, Hafi, Isi & Co. = Brauchen keinen vernünftigen Stall, Besis juckeln eh nur rum. Leider!
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Bláinn am Di Sep 20 2011, 18:25

Stimmt schon, dass es bei uns wirklich schwierig ist.

Es gibt schon Ställe mit Halle, so ist es nicht. Aber dann halt wirklich nur schickimicki Ställe, wo die Pferde nur ne Box haben und nur rauskommen (auch dann nur im Sommer) wenn der Besi es selbst rausstellt. Ansonsten kommt es halt täglich für eine Std in die Führanlage!

Außer der STall von meinem RL, da ist es wirklich super. Aber der macht das Selbstversorger mäßig, weil es sein HOf ist. Und nimmt eigentlich keine Einsteller
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von regina68 am Di Sep 20 2011, 19:34

Ich habe meine Pferde bei mir daheim, in Offenstallhaltung. Der Auslauf ist teilweise befestigt und ich kann ihn, je nach Wetter, teilweise absperren. Neben dem Stall, haben sie auch einen überdachten Bereich. Im Moment bauen wir für die Pferde einen neuen Stall dazu, der Alte ist dann nur für meine zwei Ziegen, damit sie Ruhe haben, wenn sie im frühling Junge bekommen. Der neue Anbau für die Pferde wird auch grösser und ich kann, bei Bedarf, einen Teil abtrennen, falls ein Pferd einmal krank ist. Strom und Licht ist ausreichend vorhanden, mein Mann ist Elektriker :-). Wasser habe ich auch, im Winter schließe ich den Schlauch in der Waschküche im Keller an, das funktioniert ganz gut. Unser Haus ist direkt neben dem Stall.
Füttern und ausmisten usw, mache ich, ausser ich bin krank. Aber es macht mir Spass, und man ist dauernd mit seinen Lieben zusammen. Wenn ich ausmiste, kommt immer einer vorbei, meistens Jimmy, und leistet mir Gesellschaft.
Halle habe ich nicht, aber wir legen gerade einen kleinen Reitplatz für uns an. Bagger hat schon alles schöne eben gemacht und für den neuen Stall planiert und Drainage gegraben.
Ich bin eigentlich froh, dass sie bei mir sind, auch wenn es mehr Arbeit ist.
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von azgirl am Di Sep 20 2011, 20:04

Bei uns giebt es nur Offenstaelle, naja, wohnen ja in der Wueste.

Aber : wir haben keine Weiden und auch keine Hallen.

O.k da giebt es ein paar kleine Privatstaelle die fuer ein paar Pferde Gras als Weide anbauen aber durch den Luxus kannst du den Stall fast gar nicht bezahlen.

Ich kenn nur eine neue Anlage hier bei uns die eine Riesen Tunierhalle haben.
Die hatten das auch nicht richtig durchdacht. Die kann man im Sommer naehmlich gar nicht mehr benutzen weil es zu viel kostet dort die A/C anzuhaben.
Also die Einstaller zahlen auch kraeftig dafuer wenn die A/C im Winter an sein muss zum kuehlen.

Bei uns sehen die Mietstaelle normalerweisse so aus.
Stall mit run = Box mit Paddock zum rausgehen.
Outdoor-stall = jedes Pferd hat einen groesseren ueberdachten pen.

RP's , Roping Arena, Dressage Arena, Jumping Arena.

Also sowas in Minigroesse hab ich ja dann hier zu Hause und das macht genug Arbeit .

Da es hier keine Weiden giebt ( ausser jemand hat ne grosse Wuenstensandflaeche ) kannst du aber mal dein Pferdchen ( auch mit anderen Pferden ) mal in der Arena herumrennen lassen damit sie Bewegung bekommen.

Also da haben es die Ranchpferde schon besser ,In den Gegenden wo wilde Graesser wachsen .
Arbeitspferde stehen in pens nahe beim Haus, der Rest der Pferde ist mit dem Cattle das ganze Jahr ueber draussen irgentwo durch die Pampa streifen und man sieht halt ab und zu nach ob alles o.k. ist.


Also ich glaube bei euch waeren schon gute OS machbar aber man muss ja auch bedenken dass es dann auch teurer wird besonders wenn ihr Herdenhaltung auf grossen Weiden wollt.
Kaufpreis der Landflaeche , Gras saehen, das ganze Jahr ueber richtig bewirtschaften, Arbeitskraefte usw.

Wie haben die Rolling Stones mal gesagt:
" You can't always get what you wan't, but if you try sometimes, you'll get what you need ". Zwinker

hier mal 2 unserer Mietstaelle wo ich frueher immer viel war.

www.tanqueverdestables.com/HorseHotel.html

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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Nedserd am Di Sep 20 2011, 20:30

@make my day
7000 V?????
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von make my day am Di Sep 20 2011, 21:33

jaaa..V wie Volt Zwinker
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Baracuda am Di Sep 20 2011, 22:26

Naja, der Stall in dem meine Luci steht ist genauso wie @ Fellnase ihn haben möchte. Die Boxen kosten allerdings genau gleich viel wie der Offenstall. 268 Euro.

Es ist eine gut befestigte Halle mit 3 Eingängen. Der komplette Boden hat Drainage. Es gibt neben der Liegehalle noch außerhalb eine Sandfläche wo die Pferde sich hinlegen können. 3 Verschiedene Böden zum optimalen Hufabrieb. Für Rangniedere Tiere ist ein seperater Teil abgetrennt so das sie auch zum fressen kommen (Computer gesteuert mit Erkennungschip)Stroh ist ständig zur freien Verfügung Heu gibt es angepasst per Computersteuerung. Ebenso das Kraftfutter.
Es ist nie Matschig und wird 2 mal an Tag abgemistet. Die Tränke ist beheizt.
Futterinterval ist bis 20 x am Tag. Wenn die Pferde nicht abrufen und sich die Zeit daher ansammelt ist die Maximalfressdauer auf 1 Stunde beschrängt.

Der Putzplatz innen, sowie das Reiterstübchen sind im Winter immer beheizt.
Reiterstübchen hat warmes Wasser, in den Sattelkammern und am Putzplatz kaltes Wasser. Toilette hat nur kaltes Wasser. Ein Wasserkocher ist vorhanden. Jeder hat einen riesen Schrank.

Reitplatz hat Flutlicht. Halle des Reitverein ist 300m weg.
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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Fellnase am Mi Sep 21 2011, 08:48

Ich habe eine Anzeige von einem OS gefunden und dort eine Mail geschickt.

Es würde bei mir schon daran scheitern, dass für ca 8 Pferde 35 m² Unterstand zur Verfügung steht...das sind doch nur drei Boxengrößen !!!

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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von blondie am Mi Sep 21 2011, 11:55

@Fellnase
rein tierschutzrechtlich gesehen darf das auch nicht sein! Es MUSS in der Gruppenhaltung genausoviel überdachte Fläche da sein wie wenn es eine Box wäre pro Pferd

@make my day
7000V? Von was?
Nicht sehr viel wenn das die Leerlaufspannung ist ... wichtig ist die Impulsenergie und der Widerstand Zwinker

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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

Beitrag von Fellnase am Mi Sep 21 2011, 15:16

Etwas OT, aber der Stallbetreiber meinte, dass die Fläche von dem Unterstand völlig ausreichend wäre. Es wäre ein eingetragener FN-Betrieb mit ständiger Kotrolle und alles wäre bestens Verwirrt bin Verwirrt bin

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Re: Warum gibt es so wenig gute Offenställe ?

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