Was Pferde WIRKLICH wollen...

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Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Gast am Mo Aug 29 2011, 12:27

Hallo zusammen!

Nach dem gestrigen Ausritt mit meinem Traber Adham grüble ich ein wenig über diese Frage nach:

"Was wollen Pferde eigentlich wirklich!?"

Also, mein Pferd ist ja ein überdurchschnittlich motiviertes "Arbeitstier". Egal, was ich von ihm verlange, er gibt immer sein Bestes und ist mit Feuereifer bei der Sache. Das sagt auch mein RL!

Nun ist es aber natürlich so, dass jedes Pferd ( und jeder Mensch ) irgendwo seine besonderen "Neigungen und Fähigkeiten" hat. Das ist mir auf dem gestrigen Ausritt ( Länge: ca. 40 km ) mal wieder so richtig bewusst geworden.

Mein Traber zB ist eine absolute "Laufmaschine"! Da geht ihm förmlich "das Herz auf" und er kriegt sich gar nicht mehr ein vor lauter "Schnauben und Prusten"! Den könnte man - rein theoretisch - nachts um 2 Uhr aus seiner Box holen und mit ihm nach "Honululu reiten"! Zwinker

Kurz gesagt: Er hat mir gestern mal wieder überdeutlich gezeigt, wo sein größtes Talent liegt!

Jetzt habe ich fast schon ein wenig ein schlechtes Gewissen, weil ich es mir ja in den Kopf gesetzt habe mit ihm schwerpunktmäßig Vielseitigkeit zu reiten. Wie gesagt, er gibt sich auch in der Dressur und beim Springen sehr viel Mühe und gerade im Gelände habe ich schon den Eindruck, dass ihm die "festen Sprünge" sehr zusagen- er springt da auch viel engagierter als im Parcour mit den bunten Stangen! Yes

Dennoch: Er ist ein Läufer- und zwar durch und durch! Und deshalb frage ich mich, ob es wirklich so fair ist auf "Teufel komm raus" eine andere Disziplin mit ihm zu gehen! Schulterzuck

Okay, andererseits bin ich ja "nur" Freizeitreiter und in den niedrigen Klassen, in denen ich starte ( über A werden wir mit Sicherheit nie hinaus kommen! Zwinker ) kann man VS- und Distanzreiten ja auch ohne weiteres miteinander in Einklang bringen. Aber so ein klein wenig nachdenklich hat mich der Ritt gestern doch gemacht.... Zumal ich auf der Distanzreiterseite auch über den Ritt für die "Offenen Baden-Württembergischen Meisterschaften über 120 km" gestoßen bin und mir bewusst ist, dass mein Pferd diese, mit 1-2 Jahren ordentlich Vorbereitung und Ritterfahrung ohne weiteres mitlaufen könnte! Yes

Darum würde ich mit Euch hier gerne eine kleine Diskussion starten, die mir vielleicht auch ein wenig beim Gedanken-Sortieren hilft, ob ihr ähnliche Überlegungen im Bezug auf Eure Pferde auch schon mal gehabt habt und wie ihr letztendlich entschieden habt!?

LG, Nicole! ( Der heute immer noch der Hintern weh tut! lol )

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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Mailo am Mo Aug 29 2011, 13:05

Interessante Hinterfragung.
Ich war super eingefleischter Kringelreiter und erfolgreich
bis Klasse M.Genau mit dem Pferd klappte das aber auch,
denn er hatte Lust sich zu präsentieren. Ok, ich bin nicht
so ganz das Talent dazu gewesen, aber es hatte mir auch
Spass gemacht. Hier mal ein Video aus sehr alten Tagen:
http://www.youtube.com/watch?v=cezom97B4xY

Bei meinem jetzigen Pferd weiss ich sehr genau, dass er
nicht so im Rampenlicht stehen will. Mein Traum weiter
Sport zu reiten war damit begraben.
Soll heissen, rein horchen, was ihnen Spass macht, man
wird es sehr schnell merken.
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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Gast am Mo Aug 29 2011, 13:10

@ mailo: Wow! Tolles Video! Yes ja, Dein Hafi scheint in der Tat ein "kleiner Angeber" gewesen zu sein! Zwinker

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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von blondie am Mo Aug 29 2011, 13:19

hm kann mir das Vid jetzt nicht ansehen ... später Yes

Ja ... was macht einem Pferd Spass... gute Frage... also mein Haffi ist absolut kein Springer... so kleine Hupfer mal zur Abwechslung ok aber alles andere hat er mir auch verdeutlich "nein" er verweigerte, brach aus usw.

Bin ja dann auf den Westernreitsport gekommen DAS hat ihm denke ich schon Spass gemacht Yes wobei ich jetzt sagen will das klassisch Barocke ist zwar auch für ihn sehr anstrengend aber ihm macht das Spass Yes wenn meine RL da ist und wir eigentlich gerade von ihm nix wollen kreist er im Schulterherein um sie rum *g* er tut alles damit wir "zufrieden" mit ihm sind Love

Ich denke das wirst du am besten wissen @Jav Yes

Aber mal was anderes ist denn das Distanzreiten so viel anders als VS? (bis auf die Sprünge?)

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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Gast am Mo Aug 29 2011, 13:29

@ Blondie: Habe Deine Frage im Thread "Distanzreiten" beantwortet! Zwinker

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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Fellnase am Mo Aug 29 2011, 13:46

Ich weiß, was mein Pferd 100 % wirklich will: fressen !! lol
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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von LopeOver am Mo Aug 29 2011, 13:49

@Fellnase schrieb:Ich weiß, was mein Pferd 100 % wirklich will: fressen !! lol

Das kann ich für meine beiden zu 100% bestätigen.
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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von fribi am Mo Aug 29 2011, 14:15

@Fellnase schrieb:Ich weiß, was mein Pferd 100 % wirklich will: fressen !! lol
Genau das ist mir für meinen Fribi auch als erstes eingefallen. Und ich wollte schon mal fragen, was man tun soll, wenn das Pferd am liebsten auf der Weide stehen möchte?

Okay, Nick scheint sich auch redlich Mühe zu geben, mich und meine RB zufrieden zu stellen. Er möchte es uns wirklich recht machen. Aber ich glaube nicht, dass er in Adhams Sinn ein Arbeitstier ist.

Wenn ich also ganz auf ihn hören wollte, müsste ich ihn eigentlich in Ruhe fressen lassen, ihn putzen und kraulen (das liebt er!!!) - und sonst nichts............

In Adhams Fall würde ich mal in mich hineinhören und schauen, wieviel Spaß ihm die Vielseitigkeit tatsächlich macht - und dann (falls die Distanz wirklich DER Favorit bleibt) eventuell einen Kompromiss anstreben. Nur niedrige Klassen VS, dafür mehr Distanz. Zumal er ja auch in der VS guten Eifer zeigt!
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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Gast am Mo Aug 29 2011, 14:53

@fribi schrieb:
In Adhams Fall würde ich mal in mich hineinhören und schauen, wieviel Spaß ihm die Vielseitigkeit tatsächlich macht - und dann (falls die Distanz wirklich DER Favorit bleibt) eventuell einen Kompromiss anstreben. Nur niedrige Klassen VS, dafür mehr Distanz. Zumal er ja auch in der VS guten Eifer zeigt!

Ich habe im Distanzforum eine ähnliche Frage gestellt unter der Thread-Überschrift "Distanzreiten als Nebenjob". Da ich dort auch mein VS-Tagebuch veröffentliche wissen die User also, was mein Pferd und ich so treiben. Zwinker

Die Antworten, die ich bisher bekommen habe waren u.a., dass bei einem Pferd wie meinem, NEBEN der VS, Distanzritte von 80/90km kein Problem sein sollen. Muss nur nach dem Ritt natütlich darauf achten, dass ich meinem Pferd eine entsprechende Ruhepause gönne- aber das ist ja sowieso klar. Zumal ich ja, so oder so, keine "100 Distanzritte im Jahr" machen möchte. Zwinker

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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Gast am Mo Aug 29 2011, 22:15

Joggen Probier es einfach mal aus. Würde nur aufpassen ihn nicht
zu überfordern und die Gelenke nicht zu überanspruchen,
ist doch eine enorme Belastung-aus Sicht eines Freizeitreiters

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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Amigo1595 am Mo Aug 29 2011, 22:33

Also ich habe mir diese Frage auch gestellt.... Vor gut 4 Monaten hätte ich auf so eine Frage wahrscheinlich geantwortet " Ich will Turniere gehen der kann das doch alles und der ist jung und hat Spass am Springen...."
Dann hat sich mein Migo verletzt und musste 3 Monate komplett pausieren, überhaupt keine Arbeit... Und in dieser Zeit hab ich ihn ganz viel auf Koppel besucht, mit ihm geschmust und ihn gestreichelt, und habe versucht die Zeit zu nutzen um zu meinem Liebsten eine noch engere Bindung aufzubauen ( habe auch das deutliche Gefühl das wir ein viel tolleres Verhältnis haben )... Jetzt darf ich wieder reiten, langsam und nicht volles Rohr aber ich kann wieder reiten.... Und vorher waren wir immer viel spazieren.... Diese Zeit hat mich irgendwie in meinem Denken verändert, denn plötzlich ist es doch viel wichtiger eine "Einheit" zu bilden und Spass zu haben und die Zeit mit dem Tier zu geniesse, und nicht irgendwas ständig wieder und wieder abzufordern obwohl das Hoppel vlt. grad viel lieber nen entspannten Ausritt machen würde.... Ich könnt ihn eben knutschen meinen Amigo!!! Love

Wenn er eifrig ist aufm Platz dann arbeite ich ihn schon richtig, aber eben genau unter dieser Fragestellung des Themas seh ich das ganze mittlerweile echt viel entspannter... Yes
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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Gast am Di Aug 30 2011, 06:35

Melodie schrieb: Joggen Probier es einfach mal aus. Würde nur aufpassen ihn nicht
zu überfordern und die Gelenke nicht zu überanspruchen,
ist doch eine enorme Belastung-aus Sicht eines Freizeitreiters

Ja, ich denke auch, dass uns Freizeitreitern da manchmal das Gespür fehlt, wie sehr unsere Pferde eigentlich belastbar sind. Zum einen, weil wir mit unseren Pferden ja nur selten bis gar nicht an ihre bzw. unsere Grenzen gehen und zum anderen weil uns dafür selbst die Kondition im Sattel fehlt. Zwinker

Habe das in diesem Frühjahr, auf einem VS-Lehrgang, sehr deutlich zu spüren bekommen, nachdem wir Runde um Runde auf der Geländestrecke galoppiert und gesprungen sind. da kommt man als Reiter, gerade wenn man ein sehr trainiertes Pferd hat, oftmals VOR dem Pferd ins Schwitzen! Puh

Das ist auch einer der Gründe, warum ich seit ca. einem Jahr wieder regelmäßig Sport mache. Irgendwie muss ich ja mit meinem Pferd mithalten! Zwinker

Und gerade bei einem Ex-Rennpferd darf man nie vergessen, dass die ja gerade auch auf Leistung gezüchtet und selektiert werden. Ohne einen entsprechenden Arbeitswillen wären sie für die Bahn auch gänzlich ungeeignet.

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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von motzer am Di Aug 30 2011, 09:12

Tja, hmmm....rein theoretisch hätte mein Ali mit stolzen +19 Jahren noch Distanzstrecken um die 80km zurücklegen können. Damals galt ich als" Pferdequäler", weil ich den Knaben 2x täglich bewegt habe. Rolling Eyes

Erlaubt war alles, was UNS Spass machte und Ali war mit Feuereifer bei allem dabei.
Ob wir nun unsere" Pausentage" bzw." Spieltage" einlegten, da stand z.B. freilaufen lassen( besser gesagt, Steigen, Bocken und alles was mit Blödsinn zu tun hat), Spazieren gehen oder Reiten nur mit Halfter auf dem Programm. Für uns" normale" Trainingseinheiten absolvierten z.B. Longieren mit A-/L-Lektionen, 1 Stunde Dressur- oder Springreiten oder ca. 1 1/2 Stunden Gelände. Oder wir die Tage hatten, wo ich dann als Pferdequäler galt, wobei Ali mir zeigte, dass er weiterlaufen WILL, egal ob es 2 Stunden Dressurarbeit( mit M-Lektionen und viel Schrittpausen) oder ein mehrstündiger Ausritt war.

Mein beruflicher Arbeitstag fing erst um 19 Uhr an( und max. 6 Stunden Arbeitszeit), von daher konnte ich es mir erlauben auch unter der Woche bis zu 8 Stunden im Stall bzw. auf dem Pferd zu verbringen. rotwerd

Mit 23 Jahren war bei Ali dann anzumerken, dass er" alt" wird, im Gelände powerte er die Galoppstrecken nicht mehr bis zum Ende durch und ab da musste ich ihm schon ab und an zeigen, dass er genug gearbeitet hat. Ansonsten wäre er vermutlich bis zum Umfallen weiter gelaufen.
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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Gast am Di Aug 30 2011, 09:57

@motzer schrieb:
Mit 23 Jahren war bei Ali dann anzumerken, dass er" alt" wird, im Gelände powerte er die Galoppstrecken nicht mehr bis zum Ende durch und ab da musste ich ihm schon ab und an zeigen, dass er genug gearbeitet hat. Ansonsten wäre er vermutlich bis zum Umfallen weiter gelaufen.

Deutschlands ältestes Distanzpferd lief mit stolzen 38 (!) Jahren noch 2 bis 3 mal im Jahr einen 160km-Ritt! Zwinker

Mit 39 strab es auf der Koppel- ich glaube an einer Kolik!

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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von motzer am Di Aug 30 2011, 10:53

Javellin schrieb:
Deutschlands ältestes Distanzpferd lief mit stolzen 38 (!) Jahren noch 2 bis 3 mal im Jahr einen 160km-Ritt! Zwinker


Hut ab, muß ein zähes Kerlchen gewesen sein.


Ali verkraftete krankheitsbedingte Ausfälle schlecht, bei jeder schlimmen Verletzung klappte er psychisch und physisch komplett zusammen. Üblerweise hatte er gerade ab +23 Jahren 4 derbe" Unfälle", davor kannten wir nur Koliken und Husten. Innerhalb von 1 1/2 Jahren hatten er einen Nageltritt( Eisen-/Koppel-nagel bis fast zum Hufbein), Knochenhautentzündung( durch ein Loch in der Bandeneinfassung), Tritt kurz oberhalb des Vorderfußwurzelgelenks( Entstehung einer Bluttasche) und zum Abschluss ein Sturz im Gelände, wo er sich einige Abschürfungen und einen Kastanienabriss zuzog. Schulterzuck
Naja, kaum war Pferd wieder aufgebaut, kam das nächste Elend.
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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Pensiero am Di Aug 30 2011, 11:12

Bei meinen Pferden kann ich sagen:

Die langjährige, nun 23-jährige Zuchtstute war gelangweilt, als sie zu mir als "Rentnerpferd" kam. Sie brauchte eine Aufgabe.

Mein inzwischen 19-jähriger Wallach, mit dem ich selbst dieses Jahr das erste Mal auf Turnieren war, war mit der Vorbesitzerin fast sein ganzes Leben auf Turnieren unterwegs. Bei mir hatte er erst mal 2,5 Jahre Pause. Zu Beginn der Turniersaison (nur A-Dressuren) war er noch motiviert. Wobei ich sagen muss, dass meine Turniersaison aus 7 Turnieren bestand - über das Jahr verteilt.
Die letzten zwei, drei Turniere konnte ich ihn kaum mehr motivieren. Im Training und auf dem Abreiteplatz machte er noch mit. Da ritt ich auch mehr Lektionen. In A-Dressuren kommt eigentlich keine richtige Lektion vor, die für so einen ausgefuchsten Routinier anspruchsvoll wäre...
Nun wird das Training anders gestaltet: Keine unnötigen Wege, gleich (nach der Aufwärm- und Lockerungsphase) zum Punkt kommen und eben den Kerl wieder fordern in dem er höhere Lektionen bewältigen soll. Jetzt ist er wieder motiviert, macht mit, ist leistungsbereit.
Jedoch bekommt er genauso seine Ruhetage und seine Ausritte. Das ist ein Muss!

Bei meinen beiden "alten Hasen" kann ich also behaupten, dass sie nicht einfach abschalten und ruhig machen können, weil sie früher viel geleistet haben. Sie sind es gewöhnt Leistung zu bringen und wollen das auch machen. Sie sind eher grantig, wenn sie mehr Ruhetage haben. Das merke ich arg.

Bei meinem Dreijährigen kann man das noch nicht so sagen. Mal hat er richtig gute Tage, mal ist es eben noch nicht so ganz. Aber das liegt am Alter. Aber er bietet sich meist schon richtig toll an und ich bin gespannt, wie er sich weiter entwickelt.


Von daher würd ich sagen: Wenn ein Pferd sich etwas nicht vollkommen verweigert, dann kann man annehmen, dass es ihm nicht unangenehm ist, dass es ihm Spaß macht. Einfach probieren, nur so kann man es herausfinden.

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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von PetiteNoblesse am Di Aug 30 2011, 11:48

Also meiner wäre mit fressen und spielen wohl das glücklichste Pferd, aber dafür ist er mir zu teuer..Zwinker
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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Gast am Di Aug 30 2011, 11:49

Willi würde es gefallen nur durchs Gelände zu tingeln.
Bloß nicht anstrengen.

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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von PeKiPa am Di Aug 30 2011, 14:11

Die Prioritäten von meinem Pony liegen eindeutig bei:

1. Fressen
2. Dummes Zeug machen
3. Rennen
3. Mit Kumpels raufen

Ansonsten:

Er wird lieber geritten als geführt oder sonstiges, am allerliebsten im Gelände (da hat er oft so einen Spaß das es in einem Übermuts-Rodeo endet), dicht gefolgt vom Springen...dann erst kommt Dressurarbeit (wobei er seine fliegenden Galoppwechsel auch total liebt) oder mal Westernreiten Zwinker

Turniere müssen bei ihm glaube ich nicht sein - ihm läge da eher das Showreiten....
Sobald Publikum und Musik im Spiel sind wird er nämlich extrem witzig zrs Seitdem reite ich bei sowas nie wieder ohne Sattel Warte

Ganz hinten auf der Liste steht Longieren - das hasst er wie die Pest
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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Gino ♥ Stupsepferd am Di Aug 30 2011, 14:36

Willi würde es gefallen nur durchs Gelände zu tingeln.
Bloß nicht anstrengen.

Das trifft auf meinen auch zu.
Am besten findet er Longieren und Ausreiten :fruehling:
Er mag den Reiter auf dem Rücken nicht wirklich. Aber im Gelände vergisst er das oft Puh

Ganz toll sind natürlich auch Zirkuslektionen, weil da auch immer eine Belohnung kommt.
Danach Springen (sowohl im Gelände als auch aufm Platz) und zuletzt die Dressurarbeit

Wenn ich mich ganz nach ihm richten würde, wäre Putzen und Reiten schonmal garnicht in Ordnung. Besonders nicht mit anderen Pferden (Alter Grießgram Warte )
Aber ich versuche schon entspannt mit ihm zu Arbeiten. Also wir dann 1x Dressur gemacht (mit RL), 1-2 Ausritte (wenn das Wetter mitspielt), evt. 1x Springen und die restlichen Tage in der Woche Longieren Pfeiff
Meine RL sagt jetzt aber ich soll ihn mehr reiten, weil er sich wieder mehr an den Reiter gewöhnen soll. ER findet diese Idee dagegen nicht so toll Janein
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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Nedserd am Di Aug 30 2011, 17:38

Jeder kennst sein Pferd am besten und weis was ihm viel Spaß bereitet, oder weniger oder gar nicht.

Wenn man die interessen des pferdes berücksichtig und immer wieder Dinge einbaut die ihm Spaß machen, finden Pferde auch Spaß an anderen Aufgaben oder machen auch mal Sachen die ihnen eigentlich nicht gefallen.
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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

Beitrag von Dievonda am Di Aug 30 2011, 20:27

Das sehe ich auch so. Ausserdem muss ich auch ab und an Aufgaben auf Arbeit bewältigen, obwohl ich sie hasse - und ich sterbe nicht daran. Ich muss auch 9 Stunden arbeiten - mein Pferd im Durchschnitt maximal 1 Stunde. Die restlichen 23 Stunden darf er draussen in einem Pferdeparadies mit seinen Kumpels tun und lassen was er will, ich finde das ist eine faire Vereinbarung.

Ich wollte mit ihm anfangs nur Dressur gehen, er hat zweifelsfrei auch Talent dafür, ist jedoch nicht alle Tage dafür zu begeistern. Gelände liebt er - wie viele andere auch - und ist da voll bei der Sache. Gern auch mal hier und da einen kleinen Baumstamm springen...

Irgendwann kam ich auf die Idee, mal zu schauen, wie er das Springen über Stangen so findet und seit diesem Tag versuche ich ihn weitgehend (meinem Können und meinen Möglichkeiten nach) zu fördern. Einige kleine Elemente aus der VS nimmt er auch super gelassen, als hätte er nie etwas anderes getan. Bald kommt noch eine richtige Geländestrecke mit Natursprüngen auf unser Hofgelände, das ist natürlich super und wird wohl unser Lieblingsplatz werden. lol

Auf der anderen Seite mache auch ich mir oft Gedanken, ob das wohl so gut für seine Sehnen und Gelenke ist, denn er ist nicht das typische Sportpferd. Klein, kräftig, kurze stämmige Beine.
Ich möchte ihn natürlich nicht überbeanspruchen. Allerdings werde ich wohl nie mehr als E bis A Höhe gehen, von daher ist das vielleicht noch vertretbar. Naja das ist so ein Gedanke, der einfach noch unbeantwortet bleibt...
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Re: Was Pferde WIRKLICH wollen...

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