Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Seite 6 von 37 Zurück  1 ... 5, 6, 7 ... 21 ... 37  Weiter

Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Monky am So Aug 21 2011, 13:33

not the yellow from the egg... wie geil ist das denn lol

Monky

Anzahl der Beiträge : 3027
Anmeldedatum : 24.05.10

Nach oben Nach unten

Falsch eingerittene Haflinger Stute völlig daneben

Beitrag von Gast am Di Aug 23 2011, 10:50

Eine junge Reiterin berichtet über eine Haflinger Stute die mit 5 Jahren gekauft wurde, aber nur schlecht eingeritten war durch ständiges Ausbinden und viel Stress hatte diese Stute dem Menschen gegenüber das Vertrauen verloren! Nun galt es dieses schlecht gerittene Tier mit viel Ruhe und Geduld aufzubauen um sie später auch reiten zu können.

Beim Satteln trat die Stute des öfteren aus und benahm sich, wie die Axt im Walde.
Aber das beste kam erst noch als die Trense an der Reihe war drehte sie völlig durch, man musste aufpassen das sie einem nicht ein Kopfnuss gab oder mit ihren Hufen auf des Reiters Füßen stand hin und her gehampel, kurz um eine Katastrophe.

Was tun sprach Zeus?, die Götter sind besoffen Lächeln)
Erst einmal kam die böse Trense weg und mit viel Leckerlis und Ruhe wurde das Stütchen erst einmal beruhigt und ihr klar gemacht, angebunden zu sein ist nichts schlimmes!

Nach langen Übungsphasen kam dann vorsichtig die Trense wieder ins Spiel und die Stute blieb ruhig. Aber auf dem Platz fing die Stute wieder mit Kopfschlagen an und rannte wie irre los.
Nur die Ruhe bewahren dachte sich die Reiterin und es wurden immer kurze und positive Übungen mit der Stute gemacht.

Irgend wann einmal als es so aussah die Stute hätte begriffen, dass alles gar nicht so schlimm sei ging dann die junge Reiterin 18 Jahre und andere Reitfreundinnen im Schritt ein bisschen im Gelände spazieren mit Ihren Pferdchen. Aber die Hafi Stute beginn dann von jetzt auf gleich wieder mit dem Kopfschlagen und rannte dann volle Kanne los .Das durch parieren wurde völlig ignoriert und Gott sei Dank bekam die Reiterin die Stute mitten auf dem Feld in den Zirkel geritten wo sie nach ca. 20 Runden langsam mal runter kam.
Nun stand es fest das Gebiss war nichts für die Stute, eine Hackamor wurde beim nächsten mal
zum Einsatz gebracht. Da zeigte sich schon, dass ohne Gebiss die Welt viel schöner sei!!!
Nur im Gelände gab die Stute wieder Gas und ging ab, aber sie sammelte sich viel schneller als vorher mit Gebiss und sie konnte nach Hause geritten werden.
Aber das war es wohl auch noch nicht, mit der Hackamor konnten nicht genug Einwirkungen gegeben werden lediglich auf den Nasenrücken.
So nun wurde sich von einer Freundin der LG-Zaum ausgeliehen.
Bei diesem Zaum waren viele Möglichkeiten gegeben die Einwirkung auf den Nacken, den Nasenrücken und die Kinnkette je nach dem wie die Stute drauf war konnte eingestellt werden. Einfach viel besser die verschiedenen Einwirkungen.
Im Gelände wurden die Shanks drauf gemacht und ausprobiert mit und ohne Hebelwirkung und was geschah, die Stute ist seit her ein kontrollierbares Stütchen!! Die immer mal wieder los rannte aber ganz schnell runter kam und der Reiterin fiel auf das durch den LG-Zaum die Stute keinen Schmerz mehr im Maul hat und deswegen viel schneller zur Ruhe kam.
Nach einer Zeit des Probierens schaffte dann die Reiterin sich selbst den LG-Zaum an und seit dem läuft es immer besser.
Nun sind drei Monate ins Land gegangen und seit fast acht Wochen rennt das Stütchen nicht mehr im Gelände davon sie lässt sich jetzt entspannt reiten und wird zusehens ruhiger auch beim Satteln und Aufzäumen. Eine harte Arbeit mit viel Geduld und Ruhe und einem guten Zaum. Text von A.Pries Erlebnis von T.Düren

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Gast am Di Aug 23 2011, 11:00

Schön, dass das Pferd nun entspannt geritten werden kann.

Aber darf ich fragen warum du einen neuen Threat eröffnet hast, obwohl wir einen Threat über gebissloses Reiten haben? In dem du auch schon geschrieben hast???

Tut mir leid... aber es erscheint doch allmählich, dass deine Posts mehr Werbung als alles andere sind.

Ich glaube eine richtige Vorstellung hast du auch noch nicht gebracht. Schade.

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Joy am Di Aug 23 2011, 11:02

Solche Fälle gibt es viele. Wahrscheinlich mehr als man denkt.
Toll, dass das beschriebene Pferd wieder zufrieden unter einem Reiter laufen kann, aber...

Ich selber reite momentan auch eine Stute, die im Leben schon viel gesehen haben muss und auf ihre Art reagiert. Diese Stute würde nie steigen oder buckeln, aber lange Zeit bedeutete der Reiter nur Stress für das Pferd. Dies zeigte (und zeigt sie teilweise auch heute noch) ganz deutlich.

Wir sind auf einem guten Weg mit der Maus.
Seit zwei Wochen kann ich sie auf dem Reitplatz traben. Ohne, dass sie schneller und schneller wird, das Maul aufreißt, flehmt und sich nicht mehr lenken lässt.

Auch wir arbeiten gebisslos.
Aber ohne LG-Zaum.

Was ich damit sagen will?
Natürlich mag dies eine tolle Zäumung sein. Das Pferd einer Bekannten läuft auch sehr schön damit.
Aber es ist meiner Meinung kein Allheilmittel und es ist auch möglich angeblichen "Problempferden" auf andere Art und Weise wieder Vertrauen zum Reiter zu vermitteln.

Viele Wege führen eben nach Rom Yes

Ansonsten muss ich Niesel zustimmen!
avatar
Joy
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 10035
Anmeldedatum : 11.05.10

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Monky am Di Aug 23 2011, 11:05

1. Finde ich persönlich das dieser Text in den gebisslos Thread gehört.
2. Kennst du diese Reiterin oder woher hast du diese Geschichte?
3. Jetzt hab ich mal eine ganz blöde Frage. Du schreibst ausschließich Texte , die sich wie Werbung liest. Ist das Absicht? Irgendwie finde ich von dir nie was persönliches, was von Deinem Alltag mit Deinem Pferd oder was du gerade so erarbeitest.... kein wirklicher Austausch, was ich persönlich schade finde. Schulterzuck

Monky

Anzahl der Beiträge : 3027
Anmeldedatum : 24.05.10

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von azgirl am Di Aug 23 2011, 11:22

@Joy schrieb:Solche Fälle gibt es viele. Wahrscheinlich mehr als man denkt.


Was ich damit sagen will?
Natürlich mag dies eine tolle Zäumung sein. Das Pferd einer Bekannten läuft auch sehr schön damit.
Aber es ist meiner Meinung kein Allheilmittel und es ist auch möglich angeblichen "Problempferden" auf andere Art und Weise wieder Vertrauen zum Reiter zu vermitteln.

Viele Wege führen eben nach Rom Yes

Ansonsten muss ich Niesel zustimmen!


Eben !!!!

Hab auch so ein Pferdchen das sich nur beim Anblick einer Trense gleich auf den Boden geworfen hat.

Kaputte Zaehne, tief eingeschnittene Zunge, blutige Ober- und Unterkiefer, allgemein misshandelt.

Mit viel Geduld und dem richtigen Know-how geht das Pferdchen nun in allen moeglichen Zaeumungen.

Knotenhalfter, Side-pull, Loping Hackamore, California Hackamore UND: Wassergebisse und Kandarren.

Es kommt nicht so auf die Zaeumungen an sondern auf die REITERHAND und die Einstellung zum Pferd.

( das ist mein letzter Beitrag zum Thema LG - Zaum ! )

avatar
azgirl

Anzahl der Beiträge : 4525
Anmeldedatum : 11.05.10
Ort : Cactusland Arizona

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Fellnase am Di Aug 23 2011, 14:50

Ich habe jetzt die Threads zusammengefügt.

@Friesen Glück: Du hast eine PN von mir.



Wir können hier weiterhin über gebisslos Reiten diskutieren.
avatar
Fellnase
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 14886
Anmeldedatum : 10.05.10
Ort : Niedersachsen bei Hamburg

http://www.reiki-soul.npage.de

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Gast am Do Aug 25 2011, 15:43

Ich denke, viele reiten mit Gebiss, weil "man" eben mit Gebiss reitet (wie mit (Baum-)Sattel), weil sie sich gar keine Gedanken drüber machen, was es für Auswirkungen haben kann. Wäre es normal, z.B. mit Hackamore/Sidepull zu reiten und Gebisse wären quasi "Notnagel" für "schwere Fälle", würden sicher mehr Leute gebisslos reiten...weil eben das normal wäre.
Alleine, dass das auf Turnieren (zur Zeit noch) gar nicht möglich ist, bestätigt doch diese Theorie...wer "ernsthaft reiten" will, MUSS mit Gebiss...oder gar Kandare reiten.
Ich denke ferner, dass viele es gar nicht ausprobiert haben (schon alleine, weil z.B. das LG-Teil echt sauteuer ist!), es funktioniert doch mit Gebiss, warum soll ich was ändern (und mir damit ...unnütze...Mühe machen)?
Ist im Hundesport ähnlich...früher waren auf Hundeplätzen Teletaktgeräte und Stachelhalsbänder gang und gebe...heute hat sich das Bild zum Glück gewandelt...vlt. wird es das ja auch bei den Pferden irgendwann! Früher hat man die Hunde erst im 2. Lebensjahr ausgebildet (und brauchte tlws. entsprechend mehr "Gewalt")...heute setzt man auf Welpenschule und Früherziehung. Ähnlich ist´s zum Glück inzwischen mit dem Einreiten von Pferden...früher war´s normal, mit 2-3 mit dem Satteltraining/Einreiten im Hauruckverfahren zu beginnen...heute geht man vermehrt zu späterem, schonenden Einreiten über (bis auf "hartgesottene Profitrainer").
Für mich klingt es schon stimmig, das Kauen/Schlucken NICHT mit (schnellem) Laufen zusammen passt und das das Gebiss einen Kau-und Speichelreflex auslöst, dürfte unumstritten sein...das Pferd soll ja "das Gebiss annehmen und kauen"!


Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Gast am Do Aug 25 2011, 17:52

@valeska schrieb: Ähnlich ist´s zum Glück inzwischen mit dem Einreiten von Pferden...früher war´s normal, mit 2-3 mit dem Satteltraining/Einreiten im Hauruckverfahren zu beginnen...heute geht man vermehrt zu späterem, schonenden Einreiten über (bis auf "hartgesottene Profitrainer").

Das ist meiner Meinung nach eher genau umgekehrt der Fall. Zumindest in Deutschland, wo die Pferde früher vor allem fürs Militär gebraucht wurden. Dort wurden sie in der Regel erst mit 5 Jahren eingeritten, weil man - gerade bei den WBs vom "alten Schlag" - wusste, dass Muskeln, Knochen und Sehnen sich erstmal vernünftig entwickeln mussten. Das Pferd sollte ja schließlich auch "lange halten".

Dagegen ist man heutzutage, wo das Pferd als "Nutztier" insofern nicht mehr gebraucht wird, viel schneller zu Gange und das typische Einreitalter liegt bei 3 Jahren- eher sogar noch vorher- gerade bei den Westernreitern. Aber natürlich auch in der Englischreiter-Fraktion, wo 3 Jährige schon unter dem Sattel auf Eliteauktionen vorgestellt werden.

*Off-topic-Ende* Zwinker

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von motzer am Do Aug 25 2011, 19:11

@valeska schrieb:Ich denke, viele reiten mit Gebiss, weil "man" eben mit Gebiss reitet (wie mit (Baum-)Sattel), weil sie sich gar keine Gedanken drüber machen, was es für Auswirkungen haben kann. Wäre es normal, z.B. mit Hackamore/Sidepull zu reiten und Gebisse wären quasi "Notnagel" für "schwere Fälle", würden sicher mehr Leute gebisslos reiten...weil eben das normal wäre.



Wäre interresant zu Wissen, was Du genau mit den Auswirkungen beim benutzen eines Gebisses meinst!?
Ebenso würde es mich interresieren, welche Auswirkungen es Deiner Meinung nach hat, wenn eine gebisslose Zähmung falsch gehandhabt wird?
avatar
motzer

Anzahl der Beiträge : 1335
Anmeldedatum : 20.05.10
Ort : BW

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Gast am Do Aug 25 2011, 21:31

Ich weiß nicht, ob man das darf, aber ich kopier hier mal einen Text rein, den ich gefunden hab:
Das Gebiss ist physiologisch kontraindiziert, weil es im Maul des Pferdes eine permanente Schmerzquelle darstellt und Auslöser einer Trigeminus-Neuralgie ist, welche sich auf den gesamten Kopf auswirkt, die Ausgewogenheit der Bewegung sowie die Leistungsfähigkeit des Pferdes behindert. Auf Seiten des Pferdes ruft es Widerstand hervor, der für Entwicklung einer vertrauensvollen Kooperation zwischen Pferd und Reiter ein Hindernis darstellt und eine ganze Reihe von Störungen hervorruft, die bisher als nicht Gebiss induziert erkannt worden sind. Z.B. Obstruktion der oberen Luftwege, Dorsalverlagerung des Gaumensegels, Kopfschütteln, Luftröhrendeformationen, Lungenbluten, Epiglottis-Entrapment, (Festliegen des Kehldeckels).

Was für uns als Reiter am interessantesten ist, ist die „neurologische Konfusion“, die das Pferd durch das Gebiss erfährt. Wird dem Pferd ein Gebiss ins Maul gelegt, so erhält es das physiologische Signal „Fressen“. Mit dem Zungendruck und dem Mundschluss beginnt ein Reflex, er wird ausgelöst, sobald das Futter (und auch das Gebiss) den Zungengrund und harten Gaumen berührt. Diese Reflexe werden durch den Parasympathikus geregelt, d.h. sie laufen automatisch ab. Das Pferd macht Kaubewegungen, der Speichelfluss beginnt. Die Zusammenziehung des Maulbodens, die Hebung des Gaumensegels und das Vordrücken der hinteren Rachenwand versuchen die Nahrung in die Speiseröhre zu drängen; die Luftwege werden durch die Speiseröhre abgeschlossen. Dies geschieht durch den Kehldeckel (Epiglottis → auf der Zunge liegend). Der Rachen hat offene Verbindungen zur Nasen- und zur Mundhöhle und zum Kehlkopf.

Im Unterschied zu uns Menschen und zum Hund, kann das Pferd nur durch die Nasenhöhlen einatmen weil das Gaumensegel in Atemstellung unter dem Kehldeckel liegt. Die eingeatmete Luft gelangt über den unteren Nasengang in den Rachenraum. Dieser wird durch ein breites Gaumensegel von der Maulhöhle abgeschlossen. Der Kehlkopf ist das Anfangsstück der Luftröhre. Seine wichtigste Aufgabe, Verschluss der Luftröhre beim Schluckakt, wird durch den Kehldeckel erfüllt. Erhält das Pferd das Signal „Bewegung“, wird eine ganz andere Reihe von Reflexen ausgelöst, welche überwiegend durch den Sympathikus reguliert werden. Von ihm wird z. B. der Kampf- und Fluchtreflex gesteuert.

Das Pferd ist programmiert zu fressen oder zu galoppieren. Es kann nicht beides gleichzeitig tun. Die Einwirkung des Gebisses ruft neurophysiologische Reaktionsmechanismen hervor, die denen für körperliche Arbeit benötigten diametral entgegenstehen.

Fressen und schnelle Fortbewegung sind sich gegenseitig ausschliessende Aktivitäten.

Zum Fressen benötigt das Pferd den Speichelfluss (Parasympathikus). Während der schnellen Fortbewegung sollte der Speichelfluss ruhen, im Gegensatz zu alten Lehrmeinungen sollte das Pferd ein trockenes Maul haben.

Zum Fressen sollte das Pferd in entspannter mentaler Verfassung sein (cholinergene Regulationsmechanismen). Zum Galoppieren müssen die Sehen gespannt, das Blut gesammelt, die Zähne zusammengebissen und die Nüstern gebläht werden (adrenergene Regulationsmechanismen). Die Araber sprechen vom „Trinken der Lüfte“.

Zum Fressen muss das Pferd das Maul öffnen, was bedingt, dass in der Maulhöhle eine gewisse Menge an Luft vorhanden ist. Beim Galoppieren müssen die Lippen geschlossen und in der Maulhöhle sollte keine Luft mehr vorhanden sein.

Beim Fressen aktiviert das Pferd Kiefer, Lippen und Zunge. Beim Galoppieren sollten alle diese Strukturen unbeweglich sein.

Beim Fressen erweitert das Pferd den Maulrachen auf Kosten des Naserachens. Beim Galoppieren umgekehrt.

Beim Grasen und Saufen senkt das Pferd normalerweise den Kopf und Hals, das Genick (Atlanto-Occipitalgelenk) ist voll gestreckt. Das gekaute Gras kann in einem halbflüssigen Futterstrom in die offene Speiseröhre fliessen. Die Atmung ist nicht unterbrochen und der Geruchsinn als Warnfunktion ist aktiv. Getrunken wird in rhythmischen Schlucken mit wiederholtem kurzfristigen Schliessen der Stimmritze. Durch diesen Mechanismus und durch die Schwerkraft wird verhindert, dass Wasser in die Atemwege gelangt.

Zum Galoppieren in hoher Geschwindigkeit müssen Kopf und Hals angehoben und das Genick gestreckt werden. Die Stimmritze ist gestreckt und der Speiseröhrenschliessmuskel ist geschlossen.

Das Gebiss führt zu falscher Genickwinkelung. Um mit dem Gebiss auf die Laden einwirken zu können, muss das Pferd das Genick beugen („durch das Genick treten“). Eine solche Genickbeugung ist mit offenen und unbehinderten Atemwegen u n v e r e i n b a r.

Durch das Gebiss ist das Maul des Pferdes nicht geschlossen und es dringt Luft in die Maulhöhle und in den Rachen ein. Die Luft unterbricht den natürlichen Verschluss zwischen Zunge und weichem Gaumen. Der weiche Gaumen liegt auf einem Luftkissen. Die Luftströmung ober- und unterhalb des weichen Gaumens verursacht aerodynamische Bedingungen, welche das Vibrieren des Gaumensegels begünstigen. Das Gaumensegel beginnt wie „ein nasses Tuch im Wind zu flattern“. Diese Vibrationen können als Gurgeln hörbar werden.

Für mich klingt das sehr logisch und stimmig.
Ich frage mich vor allem, warum ist die Stimmung so contra gebisslos reiten? Warum die meisten nicht nach "möglichst wenig/sanft einwirken streben, sondern nach immer mehr/schärferen "Hilfen" (Hilfszügel, Kandare)?
Legt euch doch mal ein "sanftes Wassergebiss" über das Schienbein (da ist auch der Knochen direkt unter der Haut, ohne Muskeln o.Ä. drüber), ihr werdet feststellen, wie unangenehm das ist...und wie wenig Zug nötig ist, das es weh tut!
Tja...wenn man ein Sidepull falsch nutzt...vlt. bekommt das Pferd Abschürfungen, eine Hackamore sollte natürlich schon korrekt sitzen...es soll sonst bei sehr starker Einwirkung zu Nasenbeinbrüchen kommen können (ist euch ein solcher Fall bekannt?). Aber wie sieht es da z.B. mit "falscher Einwirkung" einer Kandare aus?
Letzendlich muss natürlich jeder selber entscheiden, was er seinem Pferd zumutet...aber es ist wichtig sich überhaupt Gedanken drüber zu machen, was wie wirkt...und ob nicht vlt. doch eine sanftere Methode ausreicht. Das ist zumindest meine Meinung.

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Solar am Do Aug 25 2011, 21:53

Ah ich glaube was Valeska zitiert ist die Hannover Studie. Rein physiologisch ist ein Gebiss auch wirklich kontraindiziert. Keiner kaut beim Laufen Yes .
Nun die Schulponys in unserem Stall laufen auf normalen Wassergebiss oder eben mit Hackamore, gerne auch mal mit Knoti. Und ja die Kinder sind daran gewöhnt, kennen es von Anfang an und reiten mit feiner Hand und überhaupt sitzen sie sehr locker da oben sehr schön zum angucken, zufriedene Ponys.
Ich würde auch gern gebisslos probieren, traue es mir aber irgendwie nicht zu (Knoti, natural Hackamore).
avatar
Solar

Anzahl der Beiträge : 627
Anmeldedatum : 19.05.10
Ort : Mecklenburg-Vorpommern

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von blondie am Do Aug 25 2011, 21:58

@valeska
sagst du uns bitte noch die Quelle wo du den Text her hast?

_________________
Vertrauen entsteht durch Respekt - Respekt entsteht durch Vertrauen
avatar
blondie
SuperModerator
SuperModerator

Anzahl der Beiträge : 18056
Anmeldedatum : 11.05.10
Ort : in den schönen Hassbergen

http://www.panorama-hof.com/

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von azgirl am Do Aug 25 2011, 22:07

Das ist die Studie von W.Robert Cook ( Bittles Bridle ).

Das orginal Buch/Studie ( 144 seiten ) ist auf seiner Web-site erhaeltlich.

" Metal in the Mouth - The abusive effects of bitted bridles ".
W.Robert Cook , FRCVS,PhD & Hildrud Strasser Dr. med.vet. PhD.
avatar
azgirl

Anzahl der Beiträge : 4525
Anmeldedatum : 11.05.10
Ort : Cactusland Arizona

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von motzer am Do Aug 25 2011, 22:43

Zu dem Text:
Dringend eine Quellenangabe nachreichen!
Generell sollte bei nicht eigenen Texten immer eine Quellenangabe gemacht werden.


Die Stimmung ist nicht zwingend contra Gebisslos Reiten!

Problem bei der ganzen Sache ist, wie beim Reiten mit Gebiss auch, JEDE Zäumung wirkt so stark, wie die Reiterhand.

Fakt ist, bei beiden Zäumungen sollte man eigentlich mit IMPULSEN" arbeiten".
So, egal ob mit Gebiss oder gebisslos, es gibt genügend Reiter die dies nicht machen und regelrecht in den Zügeln hängen.
Beim Gebiss hat das Pferd viel mehr Möglichkeiten, sich der Einwirkung zu entziehen. Je nachdem wie klug das Pferd ist, wird es sich auf dem Gebiss festbeissen, die Zunge übers Gebiss legen oder andere unerwünschte Taktiken anwenden. Es muß also nicht zwingend dazu führen, dass ein Pferd seinem Fluchtinstinkt nachkommt und versucht vor der unsachgemässen Gebisseinwirkung zu fliehen.
Wie wirkt sich die falsche Handhabung bei einer gebisslosen Zäumung aus? Schulterzuck
Dafür habe ich zuwenig Erfahrung mit gebisslosen Zäumungen und würde es auch nicht einfach so versuchen( ausser mir wird vorher erklärt, wie ich die Zäumung handzuhaben habe). Ansonsten habe ich bisher nur Negativbeispiele gesehen bzw. eine Handhabung die nicht meinen Vorstellungen vom gebisslosen Reiten entspricht.

Ob und inwieweit das Abkauen oder duchs Genick reiten wirklich schädlich sein soll und das man deswegen auf gebisslose Zäumungen umsteigen soll, halte ich für äusserst fragwürdig. Es gibt Pferde, die auch ohne Gebiss abkauen und durchs Genick gehen!

Und nein, ich bin nicht gegen gebissloses Reiten, sonst hätte ich keine meiner RB´s mit SidePull oder BB geritten.
avatar
motzer

Anzahl der Beiträge : 1335
Anmeldedatum : 20.05.10
Ort : BW

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Trapper am Fr Aug 26 2011, 00:03

Hi

Immer wieder nett solche Artikel zu lesen.
Find ich auch nicht abwegig, nur kenne ich kein Pferd, das an seinem Speichel ertrunken ist.
Gut.. Zwinker
Na...und ich kenne ne Menge Pferde, die sehr zufrieden mit ihrem Gebiss rumeiern.
Ist also auch nicht das Problem.
Dafür könnte ich mir aber gut vorstellen, das es zig Pferde gibt, die durch "ohne Gebiss" reiten wollen, große Probleme haben.
So ein typisches Beispiel sie die RAI Reiters.
Mehr Banane im Kopf ist nicht mehr möglich.

Wer nun meint, das das Reiten in der kalifornischen Hack so ein easy Ding ist und ach ja so schonend...falsch.
Ausbildung und eventuelle Korrekturen sind alles andere als lustig.
Da bekommt Wendy einen fahlen Gesichtsausdruck.
So nebenbei....für ein gutes Bosal und die dazugehörige Mecate kann man sich locker ab 500Ohren aus dem Ärmel schütteln und durchläuft ein Pferd die Ausbildung als Bosal Pferd, dann benötigt man wenigstens 3 von den Dingern plus Mecate.
Da hält ein LG nicht mit Lächeln
Aber.....das ist die Grundausbildung, danach bekommt so ein Pferdchen ein Spade in's Maul und das ist ein riesen Teil.
Man glaubt es kaum....aber die Pferde sind damit zufrieden, sie spielen sogar mit dem Roller, was man am Geräusch erkennen kann.

Eines sieht man aber ganz selten....ein Westernpferd, dem der Speichel aus dem Maul tropft.
Ursache: Wir lassen das Gebiss solange in Ruhe im Maul liegen, bis wir eine Aktion verlangen.
Man sollte also die Studie nicht auf Gott und die Welt anwenden.
Hmm...ich könnte mir vorstellen, das es bestimmt ne Studie gibt die sagt:
"Nagel dem Pferd die Eisen auf den Hintern, dann bekommt er größere Ohren und es lernt fliegen"

Persönlich bin ich der Meinung, das einem Pferd mit Gebiss mehr geholfen ist, als wenn man ihm Müll um den Kopf hängt.
Möchte man mit dem Pferd lieb durch's Gelände latschen...ok....wenn das Pferd mit spielt.
Aber auf keinen Fall sollte man dem Pferd Schuld zuweisen, wenn es dann nicht funktioniert!

Eins noch.
a. Ein Pferd muss vor seiner Zäumung Respekt haben.
b. Es muss wissen, das wir es kontrollieren.
Lernt ein Pferd durch die Zäumung zu gehen, weil Punkt a & b nicht greifen......Arschkarte gezogen.
Ach ja....natürlich ist das Pferd Schuld gaga

Was ich immer lustig finde:
Jeder redet von der Zäumung oder der oder....aber niemand sagt, wie er darin ausbildet.
Es nicht nicht damit abgetan dem Pferd was zu gönnen, damit es ja nix im Maul hat und wir unser Seelenheil finden.
Eine Zäumung hat ein Aufgabe.
Damit muss man sich abfinden!

SeeY
Trapper

Trapper

Anzahl der Beiträge : 1818
Anmeldedatum : 11.05.10

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Fellnase am Fr Aug 26 2011, 00:08

OT: Bitte die Quellen angeben !!!!

Ihr könnt sie nachhinein an den zuständigen Mod oder an mich per PN schicken, wir fügen sie dann zu.
Ansonsten droht uns evtl. Ärger (oder besser gesagt mich als Forenbetreiber).
avatar
Fellnase
Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 14886
Anmeldedatum : 10.05.10
Ort : Niedersachsen bei Hamburg

http://www.reiki-soul.npage.de

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Solar am Fr Aug 26 2011, 07:57

@Trapper
Ich habe auch noch kein Pferd aufgrund seines Gebisses "ertrinken sehen". Die Problematik mit dem Speichel und Metall im Gebiss betrifft z.B. Rennpferde die haben ganz oft das Maul auf, durch den Luftzug verlegt sich gerne mal die Schleimhaut im Rachenraum, sie verschlucken sich quasi, wenn sie den Mund zu hätten würde das nicht passieren.
Mein Pferd speichelt auch nicht wie wild, was ich gut finde auch katscht sie nicht permanent auf dem Gebiss rum, am Anfang war das anders, man hatte den Eindruck sie hat einen Schnuller im Mund. Dann kann man auch nicht arbeiten, wenn sich das Pferd nur damit beschäftigt.

Also was ich eigentlich sagen will ist, dass man das sicherlich ganz differenziert sehen muss ob nun mit oder ohne.
avatar
Solar

Anzahl der Beiträge : 627
Anmeldedatum : 19.05.10
Ort : Mecklenburg-Vorpommern

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von fribi am Fr Aug 26 2011, 08:34

@Solar schrieb:
Also was ich eigentlich sagen will ist, dass man das sicherlich ganz differenziert sehen muss ob nun mit oder ohne.
Das unterschreibe ich!
avatar
fribi
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 12425
Anmeldedatum : 15.05.10
Ort : BaWü

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Gast am Fr Aug 26 2011, 09:17

@Solar schrieb:@Trapper
Ich habe auch noch kein Pferd aufgrund seines Gebisses "ertrinken sehen". Die Problematik mit dem Speichel und Metall im Gebiss betrifft z.B. Rennpferde die haben ganz oft das Maul auf, durch den Luftzug verlegt sich gerne mal die Schleimhaut im Rachenraum, sie verschlucken sich quasi, wenn sie den Mund zu hätten würde das nicht passieren.

Wenn Du einem Rennpferd das "Maul zubindest", zB mit einem Sperriemen, dann verengst Du damit erst Recht seine Luftzufuhr, weil ein Pferd bekanntlicherweise nur durch die Nase atmen kann. Deshalb benutzen Rennreiter auch generell nur einen sehr losen Zaum, was ich persönlich gut und nachvollziehbar finde.

Während dem Renngalopp - also im Sprint - kaut ein Rennpferd sowieso nicht. Da ist das Maul auch zu ( und die Nüstern weit geöffnet ), es sei denn der Jockey zieht von hinten mal am Zügel. Der heftige Speichelfluss wird häufig schon am Anfang, bevors in die Startbox geht und darin, erzeugt, weil die Pferde vor lauter Stress sehr viel auf dem Gebiss herum kauen- was dann natürlich kein "reeles Kauen", wie zB bei der Dressurreuterei ist, sondern eben Stressabbau. Oder eben nach dem Rennen, wenn die Pferde durchpariert werden und sich dabei noch aufregen.

Gegen das Verschlucken verwenden manche Reiter bei ihren Pferden einen sog. Zungenstrecker, damit die Zunge nicht in den Hals rutscht oder das Pferd sich drauf beißt. Aber mit dem Speichelfluss haben diese Pferde soweit ich weiß keine Probleme.

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Trapper am Fr Aug 26 2011, 09:32

Hi

Yepp...man kann einem Pferd helfen.
Dazu gibts die unterschiedlichsten Möglichkeiten.
Nimmt man unser Thema zum Anlass das Pferd ohne Gebiss zu reiten..ok.
Bei uns stand ein Pferd, das am Maul Melanome hatte, es wurde dann mit nen Wanderhack geritten.
Aber das wie ist Entscheidend.
Klar lief das Pferd entspannter, nur wie es lief, das war nicht schön...nicht gut.

Wo ich drauf raus will...
Diese Zäumungen sind alle sehr schön aber sie erfüllen auch einen Zweck.
Die kann von einer Übergangslösung wegen Erkrankung bis zur einer Vorbereitung auf reine Signalreitweise gehen.
Spinnefeind bin ich immer, wenn für ein außergewöhnliches Verhalten, ein technisches Hilfsmittel die Lösung sein soll.
Es muss Ursachenforschung betrieben werden, nicht reines Handeln.

Gut, ich will jetzt nicht dein Eindruck vermitteln, das die Umstellung auf gebissloses Reiten nicht schlecht wäre.
Ganz klar kann man einem Pferd damit helfen und gar kein Thema...Pferde laufen ohne Gebiss entspannter.
Genauso ist schnelles Handeln lobenswert.

Trotzdem....keiner sagt was zur Ausbildung.
Gibts dann keine mehr...darf das Pferd machen was es will?
Wer zeigt einem die Bedienung eines z.B. LG Zaums?
Was ich immer lese sind Kommentare zu diesem Zaum....kaufen kann man alles, es gibt genug dazu auf dem Markt.
Oder steht die Ausbildung der umgestellten Pferde bereits auf so einem hohen Level, das man sie Vorne nicht mehr anzufassen braucht und sie ( wie es sein sollte ) über Sitz und Bein reiten kann?
Was ich bisher gelesen habe, handelt nur von Pferden die Probleme haben.

Ok....ich bin im Moment sehr penetrant am rumhacken und das möge man mir verzeihen aber:
In meinen Augen, liegt der Fehler selten bei der Ausrüstung dafür zu 99% beim Menschen und ich habe das Gefühl, das man diesen Fehler ständig mit Technik ausgleichen will.
Soft sein fängt in unserem Kopf an und nicht an der Ladentheke!

LG
Trapper

Trapper

Anzahl der Beiträge : 1818
Anmeldedatum : 11.05.10

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Gast am Fr Aug 26 2011, 09:40

@Trapper schrieb:
Ok....ich bin im Moment sehr penetrant am rumhacken und das möge man mir verzeihen aber:
In meinen Augen, liegt der Fehler selten bei der Ausrüstung dafür zu 99% beim Menschen und ich habe das Gefühl, das man diesen Fehler ständig mit Technik ausgleichen will.
Soft sein fängt in unserem Kopf an und nicht an der Ladentheke!

Ja, genau so sehe ich das auch!

Und ich sehe auch in dem Punkt "Ausbildung" das A und O. Das ist auch der Grund warum ich bei vielen Leuten, die ihr Pferd plötzlich auf gebisslos umstellen, so skeptisch bin, eben weil diese Pferde in den meisten Fällen gar nicht weit genug im Aussbildungsstand sind ( von ihren Reitern mal ganz zu schweigen ) um nur noch über Kreuz und Schenkel KORREKT geritten werden zu können. Dann ist das Pferd vorne im Maul vielleicht zufrieden, läuft dafür aber in einer absolut gesundheitsschädlichen Haltung- Stichwort "Rai Reiter".

Gast
Gast


Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Joy am Fr Aug 26 2011, 10:54

@Trapper schrieb:

Spinnefeind bin ich immer, wenn für ein außergewöhnliches Verhalten, ein technisches Hilfsmittel die Lösung sein soll.
Es muss Ursachenforschung betrieben werden, nicht reines Handeln.


Das sehe ich auch so.
Ein Beispiel:

Ein junges Pferd hatte ein Problem mit dem Gebiss. Es streckte die Zunge anfangs sofort über das Gebiss. Das war vom Boden aus der Fall, unter dem Sattel erst recht.
Der Lösungsvorschlag eines Tierarztes (!!!) sah folgendermaßen aus:
1. Gebiss extrem hoch schnallen (auch wenn es nicht schön aussieht)
2. Zungenstrecker
3. Die Zunge über einen Riemen mit dem Unterkiefer fixieren

Der dritte Vorschlag wurde nochmal extra betont...

Aber was soll es bringen?
Die Ursache würde dadurch nicht behoben werden.
Ich war entsetzt als mir das erzählt (und vorgeschlagen) wurde.

_________________
Life isn´t about waiting for the storm to pass. It´s about learning to dance in the rain.

avatar
Joy
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 10035
Anmeldedatum : 11.05.10

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Solar am Fr Aug 26 2011, 12:09

@Javellin
Da ich gerne Rennen anschaue kann ich behaupten, auch wenn der Zaum "lose" ist, dass doch viele Rennpferde das Maul aufhaben und bei einigen auch die Zunge raushängt. Es tut mir leid, aber ich finde Zungenstrecker und Strumpfhosen um die Zunge zu fixieren einfach nur quälerisch und gehört verboten. Der Zweck eines Zungenstrecker besteht darin das das Pferd die Zunge nicht über das Gebiss legt, das sie dadurch die Zunge nicht verschlucken sollen ist mir neu.
avatar
Solar

Anzahl der Beiträge : 627
Anmeldedatum : 19.05.10
Ort : Mecklenburg-Vorpommern

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Trapper am Fr Aug 26 2011, 13:09

Hi

Joho.. @Joy....der Zweck...
Genau das ist es.
Wenn ein Pferd seine Zunge über das Gebiss legt, dann wirkt in 90% aller Fälle die Hand zu stark ein.
Das Pferd hat Angst...es hat Schmerzen...es schlägt unwillig mit dem Kopf.
So kommt dann ein Zugenstrecker zum Einsatz.
Genau das habe ich gemeint.....vedammte Erfindung Verwirrt bin

Upps...jetzt wird es hier Draußen aber fies dunkel....hat eben schon gekracht.
Gut...Zwinker

Ich sperre mich nicht gegen Hilfsmittel...wenn sie denn helfen.
Oft ist dort aber wieder Sachkunde angesagt und nicht nur ein Beutel voller Taler.

Irgendwann hab ich mal erzählt, dass das Pferd einer Freundin auch eine Vorgeschichte hat.
Seine Zunge ist fast durchtrennt worden...echt gruselig.
Hier...ein Westernpferd.
Das Pferd wurde mit Kandare geritten und damit eigentlich mehr versucht zu halten als zu reiten.
Zwangsläufig wurde die Handeinwirkung immer höher, weil das Pferd nur lernte:
"Jetzt kommt Schmerz"
Das arme Tier hatte kein Fundament bekommen.
Damals haben wir drüber gesprochen und xxx hat sich ein Sanffle ( Billy Allen ) besorgt.
Problem löste sich auf.
Ihr Freund hatte eine Appi der im Bosal ging.
Sehr ungestüm das Pony aber Micha hat sich davon nicht beirren lassen und hat es hinbekommen.

Viele Wege führen nach Rom und es liegt BETONUNG:
"An uns, nicht an den Pferden".
Echt schwierig das rüberzubringen.

Bleiben wir mal bei Sportpferden.
Wer war das, es gibt einen Springreiter der mit Bosal ausbildet.
Gut, er hat davon keine Ahnung aber die Pferde funktionieren.
Alle anderen gebisslosen Zäumungen basieren auf dem folgenden Prinzip:
Ich quetsche auf der Nase rum

Die klassische Hackamore
Das Wanderhackamore
Alle Zäumungen die über Hebel eine Kraft übertragen.

Warum bin ich nun ein Verfechter der californischen Hackamore?
1. Das Pferd durchläuft stufenartig eine fundierte Ausbildung
2. Das Pferd lernt das Bosal zu tragen
3. Dem Pferd wird kein Schmerz zugefügt, wenn ich die Mecate aufnehme...sie reicht als Signal.

Gut...wo bleibt nun der Sinn von all den seltsamen Zäumungen die auf dem Markt sind?
Kann einer erklären, wie man z.B. mit einem Knotenhalfter präzise, für das Pferd erkennbare Signale geben kann?
Oder ist es nicht so, das man einfach den Kopf rumzieht, zum Halten wieder an beiden Zügeln zerrt, mit dem relativ feinen Seil auf der Nase rumsägt?
Wo ist der AHA Effekt bei einem LG Zaum? Oder setz ich das Ding genauso ein wie das Knoti?
Das ist es, was mich stört.

Was ich ein paar Meter vorher beschrieben habe, das man ein Pferd mit Melanomen am Maul auf ne Wanderhack umgestellt...nein...einfach drauf gemacht uns los...ist das typische Beispiel.
Ok....man hätte das Pferd auch einfach in Ruhe lassen können, was man auch im selben Jahr noch gemacht hat.
Die arme Maus wurde eingeschläfert.
Sorry...aber es berührt mich ungemein, wenn ich erleben muss, für was die Tiere nicht herhalten müssen.

Ergo:
Nachdenken, keinen Schuss aus der Hüfte machen.
Gebisslos muss Sinn machen!

LG
Trapper

Trapper

Anzahl der Beiträge : 1818
Anmeldedatum : 11.05.10

Nach oben Nach unten

Re: Gebisslos Reiten- LG-Zaum

Beitrag von Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Seite 6 von 37 Zurück  1 ... 5, 6, 7 ... 21 ... 37  Weiter

Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten