Pferdekauf - welcher Preis ist gerechtfertigt?

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Re: Pferdekauf - welcher Preis ist gerechtfertigt?

Beitrag von Joy am Mo Mai 02 2011, 21:12

Nein, wenn man mit "normalen" Pferden züchtet und den Nachwuchs verkaufen will, macht man wohl selten Gewinn. Meistens haben die Besitzer ja auch eine andere Preisvorstellung.

Ich war ja letztes Jahr mit einer Freundin auf Pferdesuche. Da konnte man teilweise nur mit dem Kopf schütteln.

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Re: Pferdekauf - welcher Preis ist gerechtfertigt?

Beitrag von Pensiero am Mo Mai 02 2011, 22:08

@Joy schrieb:Ich war ja letztes Jahr mit einer Freundin auf Pferdesuche. Da konnte man teilweise nur mit dem Kopf schütteln.

Ja, so was hab ich in der Nachbarschaft!!! Yes

Die hat 2009 ein gutes Fohlen gezogen und es auch für ein ganz gutes Geld verkaufen können. Dann kaufte sie 2010 eine von Christ tragende Stute. Das Fohlen kam auf die Welt, stand vorne vorbiegig, was sich auch bis heute nicht verwachsen hat. Aber die will 8000 Euro für das Tier! Natürlich geht es nicht weg und vegetiert alleine in einem Schuppen vor sich hin...

Dumm, wenn man so realitätsfremd ist! Rolling Eyes

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Re: Pferdekauf - welcher Preis ist gerechtfertigt?

Beitrag von marlene´s chef am Do Mai 12 2011, 10:01

*rauskram*
ich habe dieses jahr zum ersten mal verkaufspferde in´s internet gestellt. ich wollte dieses für mich neue medium testen. es handelt sich um drei jungtiere und zwei ganz unterschiedliche poniestuten.
für die jungtiere haben sich bislang wenig leute interessiert, für die teure ponystute die meisten.
viele leute (nur frauen, fast alle zwischen 20 und 25) waren da zum schauen.
*grusel, grusel,grusel*
die preiswertere ponystute wurde von jeweiligen "Fachleuten", angeblichen trainerinnen probe geritten. sie konnten das pony weder va noch in die anlehnung reiten. als ich dann das 11jährige pflegemädchen vorreiten lies, die das locker mit ihren 30kg und den kurzen beinen gebracht hat, waren sie beleidigt.

die teure ponystute wurde von einer turnierrichterin probegeritten. das hatte hand und fuß. erst vorreiten lassen, dann selbst probieren, dann zuhören.
diese dame war die einzige mit wirklichem fachhintergrund. (eine von zehn)

wenn die anderen damen unseren nachwuchs fördern sollen, dann sehe ich echt schwarz.

lustig ist es schon, was man für volk über´s internet kennen lernt. auf jeden fall ist es für mich eine gute schulung für die menschenkenntnis und eine befriedigung zweck´s der ausbildung meiner reitschüler. *bauchpinselauspack*
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Re: Pferdekauf - welcher Preis ist gerechtfertigt?

Beitrag von Solar am Do Mai 12 2011, 13:44

OT: Oh Gott, das ist ein Grund warum ich nicht in die Züchterreige aufsteigen werde, obwohl gute Zuchtstute unterm Hintern habend!
Ich hätte beim Verkauf ja keine ruhige Minute mehr......wie kriegst du das hin @marlene´s chef?Wenn die Herrschaften es wenigstens zugeben würden, dass sie noch viel lernen müssten und bereit wären dazu wäre es ja nicht so schlimm.....aber so!?NEEEE Sad OT Ende
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Re: Pferdekauf - welcher Preis ist gerechtfertigt?

Beitrag von marlene´s chef am Do Mai 12 2011, 15:40

hier haben ja viele angst vor konkurrenz. da mach ich mir aber inzwischen keine sorgen mehr. sie belebt das geschäft sosehr, dass ich die zwei ponystuten behalten werde.
eines der jungtiere geht im herbst an einen erwachsenen reitschüler und bleibt sogar bei mir im stall stehen. es kommt so langsam.
diese aktion hat mir auf jeden fall gezeigt, was auf dem markt so los ist, und dass wir uns auf dem richtigen weg nach vorne bewegen.
ist doch auch eine erkenntnis. oder? rotwerd
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Re: Pferdekauf - welcher Preis ist gerechtfertigt?

Beitrag von Solar am Do Mai 12 2011, 16:13

Nun ich weiß auch nicht. Ich denke der Markt ist auch irgendwo übersättigt und ich sehe irgendwie wenig "schlecht" gezüchtete Pferde. Was ja grundsätzlich gut ist.
Mit den Preisvorstellungen ist es auch so ne Sache, mein Schwager züchtet Hafis und hat auch besondere Vorstellungen im Preis (nicht unter 3000,-) zu wünschen wäre es ihm, aber ich glaube nicht das es realisierbar ist.
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Re: Pferdekauf - welcher Preis ist gerechtfertigt?

Beitrag von Joy am Do Mai 12 2011, 17:50

@solar:
Wie alt sind denn dann die Hafis deines Schwagers und was können sie?

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Re: Pferdekauf - welcher Preis ist gerechtfertigt?

Beitrag von Solar am Fr Mai 13 2011, 10:30

Dann sind sie 3 jährig und "gestartet" also Erziehungs- ABC und angeritten.
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Re: Pferdekauf - welcher Preis ist gerechtfertigt?

Beitrag von Fellnase am Fr Mai 13 2011, 14:32

Haffis mit 3 Jahren anzureiten finde ich einfach zu früh und deswegen würde ich nie einen "Robustpferd" kaufen, das so früh angeritten wurde.

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Re: Pferdekauf - welcher Preis ist gerechtfertigt?

Beitrag von Gast am Fr Mai 13 2011, 15:37

@ Solar: Die RLin eines Bekannten von mir hat ein ähnliches Problem: Sie züchtet Tinker und bildet sie auch aus- vorrangig für den Freizeitbereich. Die Preise liegen da, je nach Alter und Ausbildungsstand, bei 4000 € aufwärts. Was auch völlig gerechtfertigt ist, wie ich finde.

Leider sind die Tinker ( ähnlich wie Hafis, Norweger und Co. ) ja schon ein wenig eine "Liebhaberrasse" die vorrangig von Freizeitreitern geritten wird. Oftmals ist aber gerade dieses Klientel sehr knausrig was den Anschaffungspreis ihrer Pferde angeht. Da ist oftmals einfach keine Einsicht dahingehend vorhanden, dass ein gutes Pferd ( egal welche Rasse ) nun mal auch entsprechendes Geld kostet.

Tja, und somit bleibt die besagte Züchterin regelrecht auf ihrem "Pferdematerial" sitzen. Schulterzuck

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Re: Pferdekauf - welcher Preis ist gerechtfertigt?

Beitrag von Solar am Fr Mai 13 2011, 19:59

@Fellnase
Das Alter habe ich eher allgemein gehalten. Eigentlich fangen sie wirklich erst mit 3 1/2 an und das finde ich vollkommen in Ordnung. Man kann nun auch nicht warten bis sie 5 Jahre alt sind, ich glaube sie möchten auch was zu essen auf den Tisch haben (die Züchter).
Wie gesagt "starten" heißt, Sattel und Zaumzeug akzeptieren, Reitergewicht kennen, gerade aus laufen. Ihr dürft mich jetzt nicht steinigen, aber in MV gibt es ganz schön viele Haffizüchter und manche Fieslinge sagen " die blonde Pest" gemein oder? Aber das sagt vielleicht auch etwas über die Masse an "Pferdematerial aus.
@Javellin
Ich war letztes Jahr bei einer Warmblutzüchterin. So, die hat gesagt sie ist froh und glücklich, wenn sie für 4000-5000 Euro ihre angerittenen Youngster verkaufen kann.
Nun und Tinker haben in Irland gerade den Wert eines Handys.Ich muss ehrlich sagen ich würde keine 4000 Euro für einen Tinker ausgeben.
Genauso ist es bei den Isländern. Diese sind inzwischen günstiger wenn man sie direkt aus Island importiert, statt sie in D bei einem Züchter zu kaufen. Im alten Stall stand eine für ca. 2000 Eus erworbene schöne Windfarbene Isistute 2 1/2 Jahre direkt aus Island.
Klar ist das Pferd umso gesünder und Ausbildungsstand entsprechend hoch, umso höher auch der Preis. Aber ich bin eben der Meinung, dass es viel zu viele Züchter gibt. Dazu kommt das den Leuten, dass Geld eben nicht mehr so locker sitzt.
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Re: Pferdekauf - welcher Preis ist gerechtfertigt?

Beitrag von marlene´s chef am So Mai 15 2011, 13:33

ich habe vor einiger zeit zwei hafis verkauft. ohne papiere, eltern noch bei mir zum probe reiten. beide waren kutschiert, der eine schon zwei jahre reitunterricht, die schwester ein jahr reitunterricht. sie sollten ein 26jähriges gespann ersetzen und reitunterricht gehen. 4 und 5 jahre alt. 5000euro für beide. da sie nur 15km weit weg stehen, sollten die versprochenen qualitäten auch vorhanden sein.
dieser betrieb züchtet sportpferde. sie hätten billiger woanders mit papieren einkaufen können. doch ob der rest gepasst hätte? das war ihnen zu riskant. so haben sie mich ausgewählt, da wissen sie, wo sie reklamieren können.
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