Distanzreiten

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Distanzreiten

Beitrag von Gast am So Feb 06 2011, 16:24

Hallo zusammen!

Ich dachte mir, ich eröffne hier mal einen Thread zum Thema "Distanzreiten". Wer "hat schon mal", "wer will irgendwann", "wer trainiert dafür"?

Ich habe gerade ein wenig im Internet gestöbert und bin dabei auf die reiterlichen Voraussetzungen für das Ablegen des "Distanzreitabzeichens" gestoßen. Ich finde das hört sich insgesamt sehr gut an. Ist irgendwie so eine "Mischung aus E-Dressur ( inklusive Rückwärtsrichten ) und Caprilli-Test". Insbesondere das "Überholen des anderen Pferdes im Galopp auf dem dritten Hufschlag" ist eine gute Gehorsamkeitsübung und zeigt, ob das Pferd wirklich an den Hilfen steht und sich nicht "kirre machen lässt". Auf Distanzritten ja ein absolutes MUSS!

http://www.vdd-aktuell.de/files/musteraufgaben_f_r_distanzreitabzeichen_stufe_1.pdf

Gemeinhin habe die Distanzreiter ja schon ein wenig den Ruf weg, dass sie nur auf ihren "dünnen Pferden durch den Wald hetzen"! vz Nun ja, für so manch einen mag das auch durchaus zutreffen, aber wie die Prüfungsanforderungen hier zeigen sieht man, dass auch und gerade ein Distanzpferd ein hohes Maß an Rittigkeit aufweisen muss um so lange Ritte schadlos zu überstehen!

LG, Nicole!

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Re: Distanzreiten

Beitrag von blondie am So Feb 06 2011, 16:39

öh sowas gibt es auch? Ok das hatte ich jetzt auch noch nicht gewusst Janein

das stimmt mit dem Galoppieren! Das ist mir auch wichtig das meine PFerde das können, das übe ich im Gelände ebenfalls, überholen, ein anderer trabt/galoppiert voraus und umgedreht.

Ich habe wirklich Respekt vor den Distanzlern weil ich weiß das hier ein hartes Training absolviert wird auch sind die TA´s Checks nicht ohne... also den Ruf was du beschreibst kann ich von meiner Seite aus absolut nicht nachvollziehen.

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Re: Distanzreiten

Beitrag von Gast am So Feb 06 2011, 16:54

@blondie schrieb:... also den Ruf was du beschreibst kann ich von meiner Seite aus absolut nicht nachvollziehen.

Leider gibt es halt auch bei den Distanzlern, wie bei allen anderen Reitsportdisziplinen auch, "schwarze Schafe". Gerade bei den Einführungsritten ( EFR 25 - 40 km ) und den kurzen Distanzritten ( KDR 41 - 60 km ) gibt es immer wieder Reiter, die sich und ihre Pferde überschätzen und rücksichtslos über die Strecke jagen. Da begegnet man auch Pferden, die nur deshalb den Weg in den Distanzsport gefunden haben, weil sie, außer rennen, sonst nicht viel können- Traber von der Rennbahn sind da u.a. "beliebte Kandidaten". Bei diesen Pferden fehlt dann aber oft eine ordentliche Rittigkeit.

Die TA Kontrollen sind zwar gut und schön, aber dennoch weiß ich zB von einer Reiterin, deren Pferd völlig unterernährt und unbemuskelt war und die dennoch Starterlaubnis bekommen hat. Da hat kein TA was gesagt, weil halt ihre Pulswerte okay waren und sie auch nicht gelahmt hat. Nicht umsonst heißt es auch in jeder Ausschreibung, dass in erster Linie jeder Reiter selbst für die Gesundheit seines Pferdes verantwortlich ist. Das bekommen halt auch hier leider nicht alle auf die Reihe...

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Re: Distanzreiten

Beitrag von blondie am So Feb 06 2011, 16:59

ok das ist wiederum ein anderer Aspekt... schade das hier nicht auf das Gesamtbild des Pferdes geachtet wird ...


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Re: Distanzreiten

Beitrag von Gast am So Feb 06 2011, 17:16

Distanzreiterei interessiert mich auch sehr.
Einfach weil ich gerne im Gelände unterwegs bin und Willi das auch viel mehr Spaß macht.
Allerdings und Leider ist er kein "Läufer"... zumindet eher einer der getrieben werden muss, was mich bisher noch nen bissel davon abhält mich mal bei so nem Distanzritt anzumelden.
Bei uns in der Gegend ist Claudia Bretthauer unter den Distanzreitern recht bekannt, die ist auch unsere TÄ. Bei ihr im Ort wird auch jedes Jahr Distanzdritte ausgerichtet... genaueres weiß ich davon aber jetzt auch nicht.

Naja... vielleicht traue ich mich doch mal irgendwann?
Oder finde jemanden der mit kommt.

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Re: Distanzreiten

Beitrag von Gast am So Feb 06 2011, 17:20

@ Nieselwiesel: Ich würde es an Deiner Stelle einfach mal ausprobieren! Zum Beispiel mit einem Einführungritt ( EFR ) über 25 oder 30 km. Es kann ja nichts passieren. Schlimmstenfalls bist Du halt die Letzte, aber das ist doch völlig egal! Wichtig finde ich dabei vor allem das Zusammensein mit dem Pferd auf langer Strecke. Das schweißt ungemein zusammen! Yes

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Re: Distanzreiten

Beitrag von Gast am So Feb 06 2011, 17:30

Ja Javellin, diese Vorteile sehe ich auch. Ich möchte das nur ungern alleine das 1. mal machen.
Und dafür muss ich erstmal jemanden finden der mit kommt und unser Schneckentempo halten will und kann.

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Re: Distanzreiten

Beitrag von cymberlie am So Feb 06 2011, 22:18

Hallo,
vllt. trau ich mich irgendwann mal an einen Distanzritt mit meinem Dicken ran, vor 2 Jahren wäre ich fast einen Einsteiger mit geritten, aber das Hü ging mal wieder lahm ein paar Wochen vor dem Ritt, so habe ich mich gar nicht angemeldet. War aber auch noch nie gucken, bei uns in der Umgebung ist einer immer am ersten September Wochenende, vllt. schaff ich es ja dieses Jahr mal gucken zu fahren.
Ums Training mache ich mir bei meinem keine großen Gedanken, wir sind bis vor einem Jahr ja immer wieder Wanderritte und Tagesritte geritten, 2x Einsteiger Trec's bin ich auch schon mitgeritten ohne Probleme!
Bei mir ist auch das Problem der Mitreiter, weil allein traut man sich ja doch nicht, muss mich mal auf dem Hof in unserer Nähe informieren, vllt. gibts ja auch Kurse oder so, wo man evtl. einen Mitreiter findet.
Liebe Grüße

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Re: Distanzreiten

Beitrag von Sylvano am Do März 31 2011, 19:12

Also ich würde das auch gern mal ausprobieren.
Letzten Geburtstag hab ich ein Pferdepulsmessgerät von Pol*ar bekommen.
Aber leider gibts Distanzritte bei uns ned so heufig.
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Re: Distanzreiten

Beitrag von Gast am So Jun 19 2011, 18:22

Nieselwiesel schrieb:Distanzreiterei interessiert mich auch sehr.
Einfach weil ich gerne im Gelände unterwegs bin und Willi das auch viel mehr Spaß macht.
Allerdings und Leider ist er kein "Läufer"... zumindet eher einer der getrieben werden muss, was mich bisher noch nen bissel davon abhält mich mal bei so nem Distanzritt anzumelden.
Bei uns in der Gegend ist Claudia Bretthauer unter den Distanzreitern recht bekannt, die ist auch unsere TÄ. Bei ihr im Ort wird auch jedes Jahr Distanzdritte ausgerichtet... genaueres weiß ich davon aber jetzt auch nicht.

Naja... vielleicht traue ich mich doch mal irgendwann?
Oder finde jemanden der mit kommt.

Engel Huhu Niesel, wenn dein Hü so gemütlich ist probiere es doch mit Wandereiten :fruehling: , da sind alle gemütlich beieinander und haben Spass am Gelände. :sonnenb: obwohl ich ein Fan von Geschwindigkeit bin...liebäugle ich doch so zwischen Wander & Distanz, obwohl es mir bei der Distanz echt immer mal wieder in den Fingern juckt. Die Rittigkeit, sowie ein durchtrainiertes Pferd wären mir da allerdings schon sehr wichtig Love Daumendrück . Tja solange ich "nur" Windhundmama bin...bleibt dies wohl ein wunderschöner Traum von mir *hach mach*.

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Re: Distanzreiten

Beitrag von Gast am Do Aug 18 2011, 21:40

Hier mal ein interessanter Kurzfilm über das Distanzreiten. Alles sehr gut - kurz und knapp - zusammen gefasst:

https://www.youtube.com/watch?v=Mjv229jQv9k&feature=related

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Mein erster Distanzritt ( Teil 1 )

Beitrag von Gast am Do Aug 18 2011, 21:46

Und hier ein kleiner Bericht von meinem ersten - und bisher einzigen Zwinker - Distanzritt im April 2009:

Adham und ich sind am Samstag den 11.04.2009 gegen 20:00Uhr heil von unserem ersten Distanzritt zurückgekommen! Zwinker

Mannomann, was war das für eine Aufregung! :D

Aber am besten, ich erzähle alles der Reihe nach:

Bin gestern morgen gegen 05:00 Uhr in den Stall gefahren und musste erstmal mein schlafendes Traberle aus dem Land der Träume holen. Der Arme lag noch seelig schlummernd in seiner Box und hat mich nur ganz verschlafen angeblinzelt, als ich zu ihm rein gegangen bin.

Habe ihm dann erstmal ein bißchen Heu und Kraftfutter gegeben ( nicht so viel wie sonst, wegen der bevorstehenden Hängerfahrt ) und ihn dann provisorisch etwas geputzt ( hatte ihn am Abend zuvor schon mal etwas "vor geschrubbt" Zwinker, damit es morgens schneller geht ).

Um 06:10Uhr habe ich meiner Freundin Friedi, meiner "ehrenamtlichen" Trosserin, eine sms geschrieben, wann sie bei uns im Stall sein wird. Sie hat dann gefragt, ob ich sie mit dem Auto bei sich zu Hause abholen kann, weil sie "die ganzen Sachen", die sie mitnehmen wollte, nicht auf ihrem Fahrrad transportieren kann.

Hab dann erstmal nachgefragt, wozu sie denn "so viel Krempel" :D braucht und dass ich sie NICHT abholen kann, weil ich Hilfe beim verladen und beim "Hänger aus dem Hof fahren" brauche. ( Ich war, um es gleich vorweg zu sagen, an diesem Tag total "von der Rolle" und hätte ohne Friedi wahrscheinlich gar nichts auf die Reihe bekommen... 👶 :rolleyes: :D )

Jedenfalls kam Friedi dann zum Stall. Ich wollte den Hänger dann erstaml rückwärts aus dem Hof auf die Straße fahren, bevor ich Adham einlade. Tja, und bei der Aktion haben wir dann wahrscheinlich das ganze Haus des Stall-Besis aufgeweckt, weil es einfach nicht klappen wollte. Friedi hat zwar den Einweiser gespielt, aber ich war in diesem Moment einfach zu blöd dafür. Nach etlichem Hin und Her, Vorwärts- und Rückwärts- Fahren, kam dann der völlig verschlafene Sohn des Stall-Besis aus dem Haus und fragte uns, ob er das machen soll. Ich hab mich dann auch gleich für den ganzen Krach am frühen morgen entschuldigt ( war mir echt peinlich- typisch Frau am Steuer... 8o ). Er sah es zum Glück ganz gelassen und ohne ihn wären wir wahrscheinlich mit unserem Gefährt erst gar nicht vom Hof gekommen! :D

Nun ja, Adham auf den Hänger zu führen verlief dann zum Glück ganz problemlos und es konnte endlich los gehen!

Wir sind auf der Autobahn auch richtig gut durch gekommen und befanden uns nach 1,5 h am Ziel.

Hier kommen schon mal zwei Bilder von unserem Sammelplatz, der gleichzeitig als Start und Ziel diente:





Die meisten Reiter waren schon einen Tag zuvor angereist und hatten ihre Pferde in selbst aufgebauten Paddocks untergebracht. In Zukunft werde ich das wohl auch machen, denn ich denke mir, dass die Pferde entspannter sind, wenn sie schon eine Nacht vorher in der fremden Umgebung verbracht haben und nicht am morgen des Starts noch eine Hängerfahrt über sich ergehen lassen müssen.

Friedi und ich haben uns dann erstmal vor Ort umgesehen, das Startgeld bezahlt, eine Checkkarte empfangen ( auf der während des Rittes die Pulswerte des Pferdes und die Uhrzeiten beim Eintreffen an den verschiedenen Kontrollstationen notiert werden ) und uns informiert, wie es hier weiter abläuft.

Als erstes musste ich mit Adham zum Tierarzt: Pulsmessen, Vortraben an der Hand etc.. Adham war ganz schön nervös und hatte sich während der Hängerfahrt fast vollkommen leer gesch***en. Sad Die TÄ meinte, ich soll ihn vor dem Start noch eine Weile grasen lassen, damit er wenigstens noch ein bißchen was in den Magen bekommt. Das habe ich dann auch gemacht.

Danach habe ich ihn aufgesattelt und eine Weile herum geführt. Er hatte sich inzwischen auch schon wieder beruhigt, nachdem er sein Umfeld ausreichend in Augenschein genommen hatte. Zwinker







Um 08:55 Uhr sind wir dann schließlich gestartet!! ( Er konnte es auch kaum erwarten! )




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Mein erster Distanzritt ( Teil 2 )

Beitrag von Gast am Do Aug 18 2011, 21:47

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, dass ich als Letzte starten werde. Das hat dann aber nicht ganz hingehauen und so hatten wir noch ein paar Reiter, die uns "im Nacken hingen". Das hat Adham nicht so ganz gepasst, bzw. hat ihn wohl auch ziemlich verwirrt, warum ich zugelassen habe, dass die uns ein- und überholen. So nach dem Motto: "Häh?! Das hab ich auf der Rennbahn aber anders gelernt!" :smi73: Zwinker

Die ersten 10 km ( bis zum ersten Vet-Check ) waren dann auch ein ziemlicher "Tanz auf dem Vulkan". Ich hatte Adham zwar gut unter Kontrolle, aber er war halt total unentspannt und hätte wohl am liebsten das ganze Feld von hinten aufgeholt. :D Dennoch muss ich meinem Pferdchen ein ganz großes Lob aussprechen; er war jederzeit kontrollier- und ansprechbar und hat, außer dass er halt gerne hinterher gelaufen wäre, kein Theater gemacht, als uns die anderen Pferde ( u.a. auch galoppierender Weise ) von hinten überholt haben.

Trotzdem war er schweißnass und nervlich sehr "aufgeputscht", als wir nach 10km am ersten Vet-Check ankamen.









Adham hatte einen Puls von 84- zu hoch! Der TA verordnete 20min Wartezeit, bevor es weitergehen konnte. Friedi hat Adham Wasser angeboten und ich habe versucht ihn grasen zu lassen. Aber er wollte beides nicht- war einfach zu aufgeheizt. Wenigstens war sein Puls, nach der verorneten Ruhepause wieder im normalen Bereich und es konnt weiter gehen.

Wir sind dann die nächste halbe Stunde nur Schritt geritten, weil ich wollte, dass er noch mehr zur Ruhe kommt. Das hat dann auch wirklich gut funktioniert, zumal wir zu dem Zeitpunkt auch die letzten im Feld waren und wir uns nur noch aufeinander konzentrieren mussten. Als ich nach der halben Stunde Schritt wieder angetrabt bin, hatte ich "mein altes Pferd" wieder! =) Wir sind dann ganz entspannt, am langen Zügel, "durch die Landschaft" getrabt.

Nach 22km kam der nächste Vet-Check, der gleichzeitig auch als 45 minütige Mittagspause genutzt wurde. Hier mussten alle Pferde und Reite, unabhängig von Puls und Konstitution, eine dreiviertelstündige Rast einlegen. erst danach durfte weiter geritten werden. Als Adham und ich ankamen, waren die ersten Reiter schon wieder auf der Strecke. 👶

Bei diesem Halt gab es dann auch zwei Ausfälle. Ein Pferd hatte einen Kreuzverschlag und musste sogar vor Ort Infusionen bekommen. Was das andere Pferd hatte, weiß ich nicht. Es war ja auch wirklich sehr warm gestern und die Pferde hatten alle noch mit dem Rest ihres Winterfells zu kämpfen. Und ich selbst kam mir auch vor wie ein Brathähnchen! :D















Nach der Mittagspause ging es dann wie gewohnt weiter. Von diesem Zeitpunkt an war das Reiten auch total unproblematisch. Adham ist ruhig und entspannt, in gleichmäßigem Tempo, vor sich hingetrabt. Dafür habe ICH totalen Mist gebaut: Ich habe die Zeichen, die auf dem Boden und an den Bäumen angebracht waren, um uns den Weg zu weisen, zweimal falsch gelesen und habe mich dabei um insgesamt 6km verritten... :rolleyes: Dadurch sind wir zeitlich natürlich total ins Hintertreffen geraten. Und wenn Friedi nicht gewesen wäre, dann hätte der letzte Vet-Check ( nach 40 km ) beinahe die Zelte abgebrochen, weil er dachte, es wären schon alle Reiter durch. :D

Dennoch haben Adham und ich den Ritt "in der Wertung" beendet- nach 6 h und 20 min! Um den Ritt zu bestehen hätte man maximal 6 h und 30 min brauchen dürfen.

Zum Abschluss musste Adham nochmal eine Abschlussuntersuchung beim TA ablegen: Puls messen, Vortraben etc. Sein Puls lag unmittelbar nach dem Ritt bei 64 und zehn Minuten später bei 48. Alles okay! :]





Bei der Siegerehrung gab es dann für alle Reiter eine schöne "German Cross Distanz 2009" Plakette und für die Sieger ( es gab zwei "Erste Plätze" ) einen Pokal und Schleifen. Ach ja, und für alle Teilnehmer, schon während des Rittes, kostenlos Bananen und Müsliriegel in Hülle und Fülle!

Überhaupt waren alle Organisatoren und Reiter sehr nett und hilfsbereit! Und auch als absoluter "Distanz- Neuling" hat man sich gleich angenommen und integriert gefühlt. :]

Adham und ich haben den 61. Platz belegt- den letzten. :D Naja, ein bißchen hab ich mich über mein Verreiten schon geärgert. Aber Hauptsache wir haben alles gut überstanden, sind zeitlich in der Wertung geblieben und hatten viel Spaß!!! insgesamt waren übrigens 70 Pferde am Start, von denen 9 aus unterschiedlichen Gründen während des Rittes ausgeschieden sind.

Ich bin auch sehr stolz auf Adham, wie gut er das alles gemeistert hat. Zumal wir während des Rittes auch über zwei Autobahnbrücken reiten mussten ( was wir vorher noch nie gemacht hatten ) und, als wir eine zeitlang an Bahnschienen entlang geritten sind, zwei lange Güterzüge an uns vorbei gefahren sind. Adham hat dabei zwar verwundert geguckt und sich auch mal kurz erschrocken, war aber ansonsten total lieb. Er ist inzwischen wirklich 100%ig geländesicher! :]

Fazit: Das war mit Sicherheit nicht unser letzter Distanzritt!!! :a902:

LG, Nicole!

PS: was ich unbedingt noch los werden muss:

EIN GANZ GROßES DANKESCHÖN AN MEINE TROSSERIN FRIEDI!!!! Ohne sie wäre ich "hyperventilierendes Nervenbündel" wahrscheinlich nicht mal von zu Hause weggekomme! DANKE!!! :]


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Re: Distanzreiten

Beitrag von Fellnase am Di Aug 23 2011, 23:06

Eine Bekannte von mir ist am Wochenende 120 km + 40 km geritten AH! und hat bei der längeren Strecke den 1. Platz gemacht.

Ich bin völlig erstaunt, ich kenne sie eigentlich nur "beim Kringelreiten" (=Dressur) auf dem Platz und und ziehe meinen Hut vor ihr und ihr Pferd !!!
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Re: Distanzreiten

Beitrag von Solar am Mi Aug 24 2011, 08:14

Also mein nichtreitender Vater findet Distanzsport, wenn er richtig gemacht wird, ganz spannend. Er hat mich auch schon gefragt ob ich das nicht mal probieren will. Mein Pferd geht wie Niesels Willi auch viel lieber ins Gelände und trabt auch noch leidenschaftlich gern und lange.
Ich weiß aber nicht ob ichs machen soll, Pferdi hat so grumplige vernarbte Beine, ich habe dann immer Angst das ich bei diesen langen Ritten was kaputt machen würde (obwohl in den zwei Jahren hatte sie noch nie was an Lahmheiten oder so). Wahrscheinlich sollte man sich vorher mit einem kompetenten Tierarzt absprechen.
@Adham
Hach ich bin fast ein bissl wehmütig wenn ich das sehe. Sehr schön gut gemacht!
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Re: Distanzreiten

Beitrag von fribi am Mi Aug 24 2011, 08:22

@Javellin

Ich habe Deinen Bericht (mit Fotos) erst jetzt gesehen...... Pfeiff

Ich finde es ganz toll, was für ein Pferd aus Adham geworden ist. Er ist ja wirklich sehr nervenstark - mit meinem Kalti-Sensibelchen könnte ich so einen Ritt in unbekanntem Gelände mit so vielen Schikanen (Autobahnbrücke, Güterzüge etc.) nicht wagen. Da muss ich noch ganz schön üben - auch wenn Nick nie ein Distanzpferd werden wird. Aber geländesicherer dürfte er schon noch werden!

Auf jeden Fall ein tolles Erlebnis, das Du mit dem Distanzritt hattest!
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Re: Distanzreiten

Beitrag von Gast am Mi Aug 24 2011, 08:56

@ Fribi: Dankeschön! Wink

Aber, wie gesagt, bis zu einer gewissen Streckenlänge ( ca. 40 km ) kann so ziemlich jedes, gesunde Pferd an Distanzritten teilnehmen. Klar, man wird nicht mit jedem Pferd Erster werden - das werde ich mit Adham in der Dressur zB auch nie Zwinker - aber hauptsache es macht Spaß und man erlebt etwas ( Neues ) mit seinem Pferd.

Hilfreich ist es auf jeden Fall, wenn man sich für die ersten Ritte ein erfahrenes, ruhiges Begleitpferd mitnimmt. Erstens natürlich für das Pferd selbst, aber auch der Reiter hat, gerade auf längeren Ritten, zu weit mehr Spaß!

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Re: Distanzreiten

Beitrag von Gast am Mi Aug 24 2011, 09:03

Nachtrag:

@ fribi: Du wohnst ja glaube ich, gar nicht sooo weit weg von mir, oder!? Vielleicht gibt es ja "in der Mitte" mal einen Distanztritt, an dem Du gerne teilnehmen würdest!? Dann könnten wir uns dort treffen und ich begleite Dich mit Adham! Yes

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Re: Distanzreiten

Beitrag von fribi am Mi Aug 24 2011, 09:42

Javellin schrieb:Nachtrag:

@ fribi: Du wohnst ja glaube ich, gar nicht sooo weit weg von mir, oder!? Vielleicht gibt es ja "in der Mitte" mal einen Distanztritt, an dem Du gerne teilnehmen würdest!? Dann könnten wir uns dort treffen und ich begleite Dich mit Adham! Yes
Da müssten wir noch gehörig trainieren! Ich kann mir momentan nicht vorstellen, dass wir das in unserer jetzigen Kondition packen könnten...........
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Re: Distanzreiten

Beitrag von Gast am Mi Aug 24 2011, 09:51

@ fribi: Lange Schrittausritte kann ich Dir da nur empfehlen, zusammen mit gymnastizierender Dressurarbeit! Das macht fit! Zwinker

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Re: Distanzreiten

Beitrag von fribi am Mi Aug 24 2011, 10:27

Da stimme ich Dir zu - leider klappt das zeitmäßig bei mir momentan nicht. Außerdem habe ich ein bisschen Bedenken wegen der Rasse. So ein Blüter kann mit Distanzen doch viel besser umgehen als ein Kalti - nicht wahr?

Vielleicht sollte ich mich eher auf Bäumerücken spezialisieren...... Pfeiff
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Re: Distanzreiten

Beitrag von Gast am Mi Aug 24 2011, 11:28

@fribi schrieb:Da stimme ich Dir zu - leider klappt das zeitmäßig bei mir momentan nicht. Außerdem habe ich ein bisschen Bedenken wegen der Rasse. So ein Blüter kann mit Distanzen doch viel besser umgehen als ein Kalti - nicht wahr?

Dann hätte mein Traber im Dressurviereck aber auch nichts verloren! Zwinker Und, wie gesagt, Distanzreiten ist rasseübergreifend- zumindest bis zu einer gewissen Kilometerlänge! Zumal es auch sehr darauf ankommt, WIE man sein Pferd über die Strecke reitet. So lange man die Rittgeschwindigkeit und Streckenlänge der Leistungsfähigkeit des Pferdes anpasst sehe ich da überhaupt keine Probleme! Und wenn man es vorher ganz genau wissen will: Es gibt bundesweit Distanzlehrgänge, auch und gerade für Einsteiger ( Reiter und Pferd ). Dort bekommt man alle Fragen beantwortet und Trainingstipps.

Nich umsonst lautet das Motto im Distanzsport: Angekommen ist gewonnen! Yes

By the way: Der längste Distanzritt aller Zeiten ( 7000 Meilen, irgendwann in den 70er Jahren in den USA ) wurde von zwei Maultieren gewonnen!! Weil diese Tiere ihre Energien besser einteilen als Pferde. Noch Fragen!? Zwinker

Vielleicht sollte ich mich eher auf Bäumerücken spezialisieren...... Pfeiff

Okay, vielleicht hast Du recht! Dann gehe ich jetzt auch gleich los, mir einen Sulky kaufen! Ich meine, mit nem Traber Dressur reiten und Springen, das ist doch wirklich extrem artfremd! *AchtungIronie* lol

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Re: Distanzreiten

Beitrag von fribi am Mi Aug 24 2011, 11:35

Wahrscheinlich hast Du gar nicht so unrecht Zwinker Aber so lange Dir der Artenschutz nicht auf den Fersen ist....... lol

Aber mal ehrlich, wieviele Freiberger hast Du schon auf Distanzritten gesehen? Und wenn ich da an meinen Angsthasen denke, der vor NICHTS (also raschelnde Zweige o.ä.) einen halben Herzinfarkt bekommen kann - da sehe ich noch Welten zwischen dem jetzigen Stand und einem Distanzritt. Umfall Wobei er mit Begleitung eines "alten Hasen" vermutlich um einiges entspannter wäre...... Brav

Da fällt mir ein, eine Reiterin aus der Schweiz startet erfolgreich mit ihrem Fribi auf Distanzen. Es geht also doch Pfeiff
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Re: Distanzreiten

Beitrag von Joy am Mi Aug 24 2011, 20:59

Ich würde ja auch gerne mal einen kleinen Distanzritt gehen.
Vor zwei Jahren ist eine Freundin von mir einen gegangen und ich bin mitgefahren, um ihr zu helfen und die Nerven zu beruhigen.
Das war schon sehr spannend Yes

Was ich auch interessant finde, ist die Kombination von Reiten, Fahrrad fahren, Laufen.
In der Art gibt es auch hin und wieder Veranstaltungen. Allerdings weiß ich nicht mehr wie das ganz genau heißt.
Sonst hätte ich eine entsprechende Seite gesucht.
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Re: Distanzreiten

Beitrag von Fellnase am Mi Aug 24 2011, 22:13

OT: In einem Stall, wo ich früher war, war eine Familie und die Töchter haben Vierkampf mitgemacht. http://www.vierkampf.de/

Da muss man Dressur und Springen reiten, schwimmen und laufen.
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Re: Distanzreiten

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